Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

ActivityPub installiert

Hmm, ich habe jetzt auch mal das ActivityPub Plugin für mein Blog aktiviert…

Ehrlich gesagt ist das wieder etwas, was ich nicht so 100% verstehe, aber grundsätzlich gut finde. Damit ist mein Blog nämlich Teil des Fediverse, Leser können ihm dort folgen und Einträge kommentieren. Und das wird dann hier angezeigt.

Der Fediverse Benutzername ist: (@)51nord(.)me(@)51nord(.)me (sieht komisch aus, ist aber so und natürlich ohne die Klammern. WordPress ist zu blöd dafür und übersetzt das in eine Webadresse. 🤮)

Nun mag sich der ein oder andere Leser fragen „Hä? Aktiv Pups? Fediwas? Wat issn das fürn neumodischer Kram?“

Liebe Leserin, lieber Leser, das ist überhaupt nicht neumodisch. Tatsächlich ist die Idee gut 20 Jahre alt und wird seit 10 Jahren zielstrebig entwickelt und auf verschiedene Arten umgesetzt.

Stell dir vor, du hast einen Account bei Facebook und willst deinem Neffen Kevin auf TikTok folgen, weil der immer so lustige Videos postet. Gleichzeitig willst du Cousine Traudel auf Instagram folgen, die vor Jahren nach Kanada ausgewandert ist und tolle Landschaftsfotos postet. Und natürlich YouTube nicht vergessen.

Um das alles zu machen, musst du dich bei jedem dieser Dienste einzeln anmelden. Aber deinen Kommentar zu Kevins aktuellem Video kann Cousine Traudel auf Instagram nicht lesen. Und Kevin kann deinen letzten Eintrag mit dem köstlichen Apfelkuchenrezept nicht lesen, weil er keinen Facebook Account hat.

All diesen Sozialen Netzwerke sind voneinander getrennt und versuchen mit allen möglichen Tricks, die Nutzer fest an sich zu binden und möglichst lange auf ihren Webseite oder Apps zu beschäftigen. Weil sie nur so Daten über ihre Nutzer gewinnen können, mit denen sie dann über Werbung und Datenhandel viel… extrem viel… unverschämt viel Geld verdienen.

Einfach erklärt, ist das Fediverse dagegen ein Netzwerk aus über 10.000 Servern, die Dienste ähnlich wie Instagram, Facebook, X, YouTube usw. anbieten. Aber du brauchst nur einen einzigen Account, um sie zu nutzen und dich mit allen Nutzern auf diesen tausenden Servern zu verbinden.

Und niemand schreibt dir vor, was du lesen sollst, was du angeblich unbedingt sehen sollst. Das Fediverse ist ein ruhiges soziales Netzwerk, in dem gerade auch gesellschaftliche Randgruppen ihren Platz finden und respektiert werden.

Natürlich gibt’s auch dort Idioten, Klugscheißer, Nervensägen und Arschlöcher. Das Internetz ist nun mal eine gedrängte Kopie des Lebens. Solchen Gestalten kannst du im Fediverse jedoch einfach den Mund verbieten. Dafür reicht eine Einstellung in der von dir genutzten Software und schon ist Ruhe.

4 Kommentare

  1. Bock

    „Aktiv Pups“ dürfte als Einführung ins Fediverse schwer zu schlagen sein.

    Und vielleicht ist genau das der Charme: technisch kompliziert, sozial erstaunlich simpel – man folgt Menschen, nicht Plattformen. 🦌

    • Martin

      Jep, und ich denke, damit ist alles nötige zum Fediverse gesagt.

  2. AI Video Generator

    Danke für „ActivityPub installiert“ – sehr schön zu lesen. Ich probiere gerade (irgendeinen KI Blödsinn) aus, um solche Ideen in kurze Videos umzusetzen.

    • Martin

      Nur so aus Spass habe ich diesen „KI“ Kommentar mal (zensiert) freigegeben. Und man muss sich ja wirklich fragen, welcher Webmaster fällt auf so eine plumpe Masche rein und lässt den Link unzensiert stehen. Selbst wenn ich hunderte Kommentare zu meinen Einträgen hätte, würde ich nichts, aber auch gar nichts, automatisch freigeben.

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