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Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

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Der Strohhalm

Pebbles ist eine sehr aktive Katze und muß sich hin und wieder richtig auspowern. Durch Zufall sind wir auf das perfekte Spielzeug für sie gekommen: einen Ballermannstrohhalm. Damit ist unser Aktionsradius sehr groß und wir sind weit genug von ihr entfernt, um nicht selbst Schaden zu nehmen.

Der Ablauf ist recht einfach: ich klopfe mit dem Halm auf den Kratzbaum, Pebbles springt hoch und versucht ihn zu fangen. In dem Moment klopfe ich mit dem Teil auf den Boden und sie jagt wieder runter. So geht es einige Mal hin und her.
Dabei nimmt Pebbles nicht den einfachsten Weg, sondern wählt immer den direkten Angriff, ohne Rücksicht auf Verluste, mit starrem Blick auf den Halm. So manches Mal ist sie dabei schon vom Baum abgerutscht.
Wenn Pebbles den Halm erwischt, will sie mit der Beute abziehen. Aber ich halte das Teil fest und wir machen „Tauziehen“. Aus Sorge um ihre Zähne bin ich dabei sehr vorsichtig, weil sie sich regelrecht in den Halm verbeißt.

Zum Schluß zieht Pebbles mit dem Riesenteil ab. Und das ist das Zeichen für Paulines Einsatz. Hat sie bisher teilnahmslos zugesehen, so springt sie jetzt hinter dem runterschleifenden Ende des Strohhalms und patscht aufgeregt danach.

 

Schon wieder beim Tierarzt

Als wir im Juni beim Impfen waren, hat die Ärztin festgestellt, daß beide Katzen Zahnstein haben. In diesem jungen Alter (1,5 Jahre) ist das absolut unnormal und liegt möglicherweise an schlechten Genen. Rassekatzen haben leider oft Probleme durch Überzüchtung, wobei die BKH allgemein noch recht robust ist.

Gestern ging es zum Arzt, den Dreck wegmachen. Die beiden habe es gut überstanden; es mußten glücklicherweise keine Zähne gezogen werden. Abends waren sie schon wieder echt munter und hungrig.

Hoffentlich gibt es das Problem jetzt nicht regelmäßig. Katzen können notfalls gut mit wenigen oder ohne Zähne auskommen, aber es muß ja nicht sein. Jede OP oder Narkose belastet natürlich auch den Körper und birgt Risiken. Hoffen wir das Beste!

Wohnungsdeko aus der Hölle

Immer wieder bringen die Kollegen von Wohnungsauflösungen Sachen mit, bei denen sich meine Augen schmerzhaft mit Tränen füllen.

Wie kann man sich solche Abscheulichkeiten in die Wohnung hängen? Nicht nur, daß es Staubfresser sind, nein, sie beleidigen doch auch jedes noch so rudimentäre Schönheitsempfinden!

Selbst wenn es Urlaubserinnerungen sind, mit der Zeit hat man doch andere Orte besucht und neue Eindrücke gewonnen. Da muß man doch mal ausmisten und umdekorieren.

 

Filmkritik: Dire Straits – Alchemy

Wie gut eine Band wirklich ist, erkennt man erst bei einem Konzert und einem Live Album.

Aus diesem Grund hatte ich mir Mitte der 80er Jahre das Live Album „Alchemy“ der Dire Straits gekauft; zuerst als LP, später als CD und vor ein paar Jahren noch einmal in der Remastered Ausführung. In diesen fast 30 Jahren wurde mir die Musik natürlich vertraut und so freute ich mich sehr auf die DVD Veröffentlichung.

Um es kurz zu machen: diese ist eine große Enttäuschung. So lebendig und erfrischend die CD klingt, so lethargisch und abwesend agieren die Musiker auf der Bühne. Es sieht aus, als ständen dort ein paar Roboter rum und die Musik kommt vom Band.

Was die DVD jedoch wieder rausreißt, ist das Bonusmaterial: ältere Konzertaufnahmen und Interviews mit der Band, die u. a. einen verunsicherten und trotz des Erfolgs an sich selbst zweifelnden Mark Knopfler zeigen.

Für Dire Straits Fans ist die DVD sicherlich ein Muß, alle anderen Interessierten sollten sich das Geld sparen und zur CD greifen.

Gefärbte Haare

Die Kolleginnen unterhalten sich im Büro angeregt darüber, wann und warum sie ihre Haarfarbe gewechselt haben.

Ich schleiche mich ran und steige in das Thema ein: „Ach, das kann ich so gut verstehen: Früher hatte ich dunkelblonde Haare, aber das paßte einfach nicht zu meinem Typ. Deswegen habe ich sie mir weiß gefärbt.“

Mich treffen die verwirrten Blicke der Damen und die männlichen Kollegen rutschen vor Lachen fast vom Stuhl.

 

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