Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Dunkles Erlebnis im Büro

Heute helfe ich mal wieder im Büro aus und die Kollegin meint zur Begrüßung „Da ist ein Mail für dich gekommen. Irgendein Angebot.“ Also erst den Rechner anwerfen und nachsehen, danach Tee kochen. Ist ja auch wichtig!

Das Mail ist von einer Firma, bei der wir bis vor ein paar Jahren Sachen bestellt haben. Inzwischen geht es über den zentralen Einkauf der Firma. Das soll billiger sein…

Ich suche im Text nach einem Link zum Abmelden von diesen Angeboten und finde ihn, logischerweise, ganz ganz unten in der letzten Zeile, winzig klein gedruckt.

DarkPattern Anfang

Alles korrekt, aber ich muss halt Zeit zum Suchen aufwenden. Nun denn, ich komm euch schon bei, ihr Brüder!

Auf den Link geklickt und was mir dann vor die Optik kommt, habe ich so auch noch nie erlebt: Dark Pattern vom Feinsten.

DarkPattern 1

So erscheint der „Abonnement kündigen“ Button erst, nachdem ich wild suchend mit der Maus über die Seite gefahren bin. Und lesbar ist das jetzt wirklich nicht.

Eine Bestätigung über die Abmeldung erhalte ich nicht direkt, sondern werde genötigt, weitere Infos abzugeben.

DarkPattern 2

Nach Auswählen der verschiedenen Optionen muß ich dann den „Senden“ Button finden, der sich ebenfalls sehr gut tarnt. Und als ich mit der Maus drauf klicken will, wird er unsichtbar!

Daß eine Firma Kunden an sich binden will, ist durchaus verständlich. Aber doch nicht auf so eine schäbige Art! Die werde ich auf keinen Fall weiterempfehlen.

6 Kommentare

  1. Thomas

    Das ist mehr als unverschämt, das ist offenkundige Behinderung beim Abbestellprozess. Was ich nicht verstehe: Die Menschen, die dabei aufgeben, sind doch ab dem Zeitpunkt jedes Mal von den E-Mails noch viel genervter und bestellen erst recht nichts!

    • Martin

      Ja, genau! Es könnte sein, daß so genervte Kunden die Mails in ihrem Email Programm als Spam markieren. Damit ist aber auch keinem gedient. Es ist einfach nicht professionell!

  2. werschreibt

    Wer solcherlei unseriöse Praktiken nötig hat …

    @Martin: Mich würde jetzt allerdings auch interessieren, weshalb du und deine Kollegin von *das*/*ein* Mail schreibt/sprecht. Üblich wäre *die*/*eine* Mail. Habt ihr das Genus für Mail evtl. vom Wort Memo abgeleitet?

    • Martin

      DAS Mail hört sich einfach gefälliger an. Und es ist von nichts abgeleitet, weil Memos nutzen wir nicht.

      • werschreibt

        Verstehe. Wie unterschiedlich doch das Sprachempfinden ist. Bei mir rollen sich bei „DAS Mail“ die sprichwörtlichen Fußnägel hoch. 😀

  3. Wolf Jäger

    Leider oft gängige Praxis geworden… Macht besonderen Spass auf Mobilgeräten, wenn man einen Inhalt lesen will und das Werbefenster plötzlich aufpoppt und man es nicht mehr weg bekommt, weil das „Schließen“ Symbol aus 5 oder 7 Pixeln besteht.
    Übrigens… Macht mal den Versuch und gebt bei der Suchmaschine eurer Wahl einmal mittels PC und einmal übers Handy genau den gleichen Suchbegriff ein… Nein, man erhält nicht das selbe Ergebnis…

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