Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Das tolle Smartphone

In diesem Internetz kam kürzlich die Frage auf, ob es nicht toll wäre, daß ein Smartphone so viele verschiedene Geräte ersetze.

Wo man früher z. B. Kamera, Navi, MP3 Player, Kalender und Notizblock mitschleppen oder einen Wecker nutzen musste, wären diese Funktionen jetzt hervorragend in einem einzigen Gerät vereint.

Das mag auf den ersten Blick so aussehen und reicht vielen Menschen auch aus. Bei genauerer Betrachtung tun sich jedoch viele und teils grundlegende Unterschiede auf.

Ich fotografiere ja sehr viel mit meinem iPhone, aber ich weiß genau, wo ich an seine technischen Grenzen stoße.

Ein Smartphone kann eine einfache Kamera ersetzen, mit der man bei Feiern, Urlaub und Familientreffen mal eben ein Foto macht.

Aber wenn man ernsthaft fotografieren will, geht nichts über eine Systemkamera mit Wechselobjektiven und großem Sensor. 

Bei der Navigation verlasse ich mich auf das System im Auto. Das hat ein größeres Display und zeigt Routenanweisungen auch im Armaturenbrett an, direkt vor meiner Nase. Da, wo ich beim Fahren regelmäßig hinsehe. So kann mich der Blick zur Seite auf’s Smartphone nicht ablenken.

Kalender und Notizen schreibe ich hauptsächlich per Hand. Das ist besser für den Geist, denn „Schreiben ist denken mit der Hand“ wie eine Werbung von Leuchtturm1917 sagt. Und es gibt so schöne Notizbücher, Füller und Tinten…

Nach verschiedenen iPods habe ich mein iPhone kurz als Musikplayer genutzt, bevor ich zu einen HighResAudio Player wechselte. Der kann nämlich hoch auflösende digitale Musik abspielen. Und diese Dateien hören sich tausendmal besser und lebendiger an, als alles was aus einem Smartphone dudelt.

Zusätzlich hat so ein ein Audioplayer verschiedene Klinkenausgänge für gute Kopfhörer. Es muss dann auch nicht der Kopfhörer zum Preis eines Eigenheims sein. Da gibt es auch deutlich erschwinglichere Modelle, die einem die Ohren aufgehen lassen.

Den Wecker im Smartphone habe ich noch nie genutzt. Und es ist ja quasi ein Running Gag, daß Apples Wecker App mit der Zeitumstellung Probleme hat und die Nutzer falsch weckt.

Das Ticken eines Weckers hat mich in der Jugend immer extrem gestört und so war ich sehr froh, als die ersten Radiowecker in den Handel kamen.

So ein Gerät weckt mich, den passenden Sender vorausgesetzt, mit schöner Musik und so habe ich diesen zuverlässigen Gesellen gerne auf dem Nachttisch stehen gehabt. Seit ich in Rente bin, setzt mein Radiowecker allerdings Rost an.

Mein Fazit: ein technisches Gerät sollte nur wenige, spezielle Funktion haben, diese dann aber richtig beherrschen und dem Nutzer ein optimales Ergebnis bieten.

Ein Smartphone dagegen ist ein Mischmasch aus diesen und mehr Funktionen, nichts halbes und nichts ganzes.

Leider finden das zu viele Menschen total toll und geben sich daher mit qualitativ schlechten Ergebnissen zufrieden.

2 Kommentare

  1. Wolf

    Das ist wie mit so einem Allrounder. Mein Chef meinte mal ( ganz richtig) “ Die können alles, aber nichts richtig!“ Gemeint war in diesem Sinne so eine kombi- Landmaschine, aber eigentlich trifft das überall zu.

  2. Nummer Neun

    Da ist was dran! Und schade, dass es für die Musikfunktion eigentlich kaum noch Alternativen in Form von tragbaren mp3-Playern gibt. So höre ich unterwegs gar keine Musik mehr, weil ich das Smartphone nicht nutzen möchte, weil ich auch generell keine Musik-Streamer nutzen mag.

    Allerdings nutze ich mittlerweile fast ausschließlich die Kamera meines Smartphones, das war beim Vorgänger noch nicht der Fall. Jetzt greife ich nur noch zur kleinen Kamera, wenn ich einen guten Zoom brauche. Sonst ist das Smartphone tatsächlich besser. Aber ich hatte auch noch nie eine Profikamera.

    Den Wecker nutze ich nur, wenn ich auf Reisen bin – zu Hause weckt mich Alexa mit einem eigenen Gerät. Kann ich aber über das Smartphone steuern. Notizen schreibe ich auch lieber per Hand. Aber den Kalender und das Navi will ich nicht wissen (plus natürlich einfach das tragbare Internet).

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