Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Arbeit (Seite 24 von 47)

Hüttenstimmung

Wenn jetzt noch Roberto Blanco singend um die Ecke kommt oder Florian Silbereisen die Zillertaler Schürzenjäger ankündigt, ist die Stimmung per-fekt!

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Sammlung für die nächste Feier

Wenn wir für unsere Kunden eine Wohnung auflösen, bitten wir darum, vorher alle Medikamente und Alkoholika zu entfernen. Da mancher Kollege legalen und/oder illegalen Drogen sehr zugetan ist oder versucht, davon loszukommen, sollen sie nicht in Versuchung geführt werden. Das gehört schließlich zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht.

Normalerweise klappt das auch immer gut, nur gestern mußten wir selbst tätig werden. Die Kunden hatten Anfang der Woche um Hilfe gebeten, weil der Aufwand wohl größer wäre. So hat sich der Chef persönlich der Sache angenommen, mit durchschlagendem Erfolg!

Jetzt haben wir eine umfangreiche Sammlung aus Weinkeller und Barfach: Rot- und Weißweine, Sekt, Obstler, Bier (aus 1982, war schon flockig), Eierlikör, Weinbrände und weitere Köstlichkeiten.

Die nächste Firmenfeier ist somit gerettet. 😉

 

Weihnachtsessen, Teil 2

Heute war das zweite Weihnachtsessen der Firma, diesmal mit der ganzen Abteilung, ca. 35 Leute. Wie letztes Jahr waren wir bei einem Schnitzelbrater in der Stadt. Auch sonst war alles wie letztes Jahr: zusätzliche Süßigkeiten und ein paar warme Worte als Dank.

Beim Verteilen der Süßigkeiten geschah die Sensation: der Geschäftsführer persönlich gab sich die Ehre, um uns auch für die geleistete Arbeit zu danken, seine Sorge über die wegen Geldmangel für das nächste Jahr zu erwartenden Schwierigkeiten auszudrücken und uns trotzdem ein schönes Fest und ein gutes neues Jahr zu wünschen.Und da er schon mal da war, hat er fröhlich mit uns gefuttert.

Das Essen war wie erwartet gut, leider viel zu kalt. Wenn man für eine große Meute innerhalb von 10 Minuten die Teller auf den Tisch bringt, muß man halt entsprechend vorsorgen, daß das Ganze auch warm genug ist. Außerdem haben wir bemerkt, daß die normalen Gäste eine deutlich größere Portion kriegten. Nicht ganz fair gemacht, Herr Wirt!

Nach der Abfütterung sind die meisten Kollegen zu einem fröhlichen Umtrunk losgezogen. Für die restlichen 10 Leute hat der Chef dem Wirt noch eine zusätzliche Runde kostenlose Getränke abgeschwatzt. So haben wir den Vormittag ganz gemütlich ausklingen lassen.

Weihnachtsessen, Teil 1

Gestern abend gab es das erste Weihnachtsessen mit der Firma, diesmal nur Kollegen aus dem Büro, verdienstvolle Ex-Kolleginnen und zwei unserer Sozialarbeiter Tussies.

Das Restaurant liegt weit abgelegen im Wald und man muß lange vorbestellen, weil nur wenige Sitzplätze vorhanden sind. Aber es lohnt sich; wir waren jetzt schon zum dritten Mal dort.

Der Chef hat uns zu einer Vorspeise genötigt „Bestellt euch auch was, dann müssen die anderen nicht so lange auf die Leute mit Vorspeise warten.“ Eigentlich war er der einzige, der eine wollte, aber bei so einer Anweisung darf man ja nicht widersprechen.

Ich hatte Knoblauchbrot mit verschiedenen Aufstrichen, sehr knusprig und lecker…

…und als Hauptgang Gnocchi in Tomatensoße, überbacken mit Mozzarella.

Als ich nach Hause kam, hätte ich beinahe Schlafzimmerverbot gekriegt, weil ich so eine mächtige Knoblauchfahne hatte. 🙂

 

10-jähriges Jubiläum

Heute vor genau 10 Jahren war mein erste Tag der Arbeitslosigkeit.

Angefangen hatte es an diesem berühmten 11. September. Ich arbeitete damals bei einem der führenden Anbieter von Spezialsoftware für Banken. Als ich Mitte der 1990er Jahre dort anfing, waren wir gerade mal 60 Mitarbeiter. Über die Jahre stieg die Belegschaft auf fast 200 Leute (plus eine Außenstelle in Amerika) und der Laden brummte.

Dann kam jemand auf die Idee, wir müßten auch ein börsennotiertes Unternehmen werden. Gesagt, getan. Dann platzte die Internetblase. Dann wurden monatlich 5-7 Kollegen entlassen.

An jenem denkwürdigen Tag nahm mich also mein Abteilungsleiter zur Seite: „Hast du schon mal über eine neue Stelle nachgedacht?“ – „Ne, sollte ich?“ Zur Antwort hat er nur genickt.

Gut vier Wochen später wurde ich in die Personalabteilung gerufen und man eröffnete mir mit betretenem Gesichter, daß man mich leider entlassen müsse. Die Firma wäre ja in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und es gäbe leider keine Möglichkeit, mich weiter zu beschäftigen. Natürlich bekäme ich eine Ablösung und man würde mich auch jederzeit eher gehen lassen, falls ich eine neue Stelle finden würde.
Während des Gespräches rumorten draußen Arbeiter, die den Parkplatz neu pflasterten und Bäume und Sträucher anpflanzten.

Auf den 1. Dezember vor 10 Jahren folgten dann unzählige Bewerbungen (bei 380 habe ich aufgehört zu zählen), wenige Vorstellungsgespräche, Termine bei Arbeitsamt und Arge, etwa ein Jahre als Ich-AG, der soziale Abstieg zum ALG2 Empfänger und seit Ende 2007 verschiedene Maßnahmen zur „Vorbereitung zur Arbeitsaufnahme auf dem 1. Arbeitsmarkt“.

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