Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Vor Flickr: wie wir unsere Bilder geteilt haben

Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich vor Flickr schon Fotos geteilt habe und mein Fotoarchiv ist dabei auch nicht hilfreich.

Auf jeden Fall habe ich vor allem die Fotos vom iPhone mit verschiedenen Apps bearbeitet und geteilt.

Meine erste und wichtigste App auf diesem Gebiet war BestCamera des Fotografen Chase Jarvis. Schon ein Jahr vor Instagram konnten die Nutzer ihre Fotos mit diversen Filtern bearbeiten und auf der dazugehörigen Webseite veröffentlichen.

Mein erster Eintrag zu dem Thema ist hier. Das Buch steht auch heute noch in meinem Bücherregal und ich nutze es hin und wieder als Anregung.

Aus damals unbekannten Gründen wurde BestCamera jedoch kaum weiterentwickelt. Die Geschichte dazu hat Jarvis 2016 in einem sehr langen Post auf seinem Blog erzählt.

Dann war ich natürlich bei Instagram, das mit sehr ähnlichem Angebot BestCamera schnell überholte. Nachdem Facebook die App gekauft hatte, gab es immer mehr Werbung und kommerzielle Accounts. Das war nicht mehr das Instagram, was ich liebte und so löschte schweren Herzens alle meine Fotos und den Account.

Ich erinnere mich noch an eine App names Tadaa, die wohl aus deutscher Softwareschmiede kam. Sie war ähnlich aufgebaut wie BestCamera und Instagram, musste sich aber irgendwann dessen Übermacht ergeben.

Kennt noch jemand an App.net? Ein soziales Netzwerk, ähnlich Mastodon, wo es eine große Foto-Community gab. Dafür gab es verschiedene Apps, über die ich hier geschrieben habe. 2017 wurde App.net eingestellt.

Alle diese und viele weitere Apps wurden zwischen 2009 und 2012 veröffentlicht. Es ging dabei eigentlich nur darum, die mangelnde Qualität der iPhone Kamera mit wilden Filtern zu überspielen.

Dafür hat jemand mal den Begriff „iPhoneography“ geprägt, den ich sehr gerne nutze, um meine iPhone Fotos zu beschreiben.

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Dies ist ein Beitrag zu den BlogWochen2025, die von Robert, Dirk und Benedikt zum Jubiläum ihrer Blogs initiiert wurden. Mehr dazu auf Roberts Blog.

2 Kommentare

  1. Robert Lender

    Danke fürs mitmachen.
    Ich kenne App.net. Habe darüber einige Male gebloggt. Insbesondere über deren Potential. Aber es hakte finanziell und halt im Kern doch ein zentraler Ansatz. ActivityPub ist da doch die breitere Lösung.

    • Martin

      Wir hatten ja nix… damals…

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