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Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

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Alles ändert sich

Früh morgens kriege ich eine Nachricht vom Chef: laut Anweisung der Bereichsleitung müssen wir erst mal normal weiterarbeiten. Andere Bereiche, in denen enger und mit mehr Menschen zusammengearbeitet wird, sind teilweise schon seit Freitag geschlossen.

Ich fahre mit gemischten Gefühlen ins Büro.

Nach intensiver Beratung zwischen Bereichsleitung und Geschäftsführung wird meine Abteilung gegen 9:30 Uhr doch geschlossen. Die Kollegen ziehen mit betretenen Gesichtern ab, sie verlieren jetzt das Gehalt aus ihrem 1-Euro-Job und vor allem die Trinkgelder.

Im Büro sagen wir über 2 Stunden lang alle Termine bis Ostern ab. Dadurch verlieren wir gut 9.000 Euro Einnahmen. Macht sich im Moment auch nicht gut, der Jahresanfang ist immer etwas schwierig und holprig.

An der Zentrale liegen Verhaltenshinweise in mehreren Sprachen aus. Kollegen mit Betriebshandy dürfen Home Office machen, die anderen müssen vor Ort arbeiten.

Gegen 12:30 verlasse ich als Letzter das Büro und gehe noch einkaufen. Die Straßen sind leer wie Sonntag Mittag, am Supermarkt alle Parkplätze belegt. Aber die Leute verhalten ruhig, keiner drängelt. Wasser, Fanta, Katzenfutter und Streu gekauft.

Die Stimmung ist seltsam, so als wäre das Leben plötzlich eingefroren.

Ein gewöhnlicher Freitag abend

Ab Montag sind in NRW alle Schulen und Kindergärten geschlossen. Die Osterferien werden so um drei Wochen vorgezogen bzw. verlängert. Die Schüler sollen so weniger zur Verbreitung des neuartigen Grippevirus beitragen.

Während meine Frau im Nagelstudio sitzt, kaufe ich im Netto ein. Auch dort ist Klopapier total ausverkauft. Lange Schlangen an der Kasse, vermutlich greifen die Leute Vorrat für die verlängerten Ferien.
Vor mir kauft eine Kundin eine Packung merci Schokolade und läßt sie der Kassiererin liegen „Als Dank, weil Sie hier weiterarbeiten und für uns da sind.“ Die Frau bedankt sich mit leuchtende Augen „Die teile ich mit meinen Kollegen.“

Wocheneinkauf

Wocheneinkauf im Supermarkt. Die Liebste bleibt zur Sicherheit zuhause.

Klopapier und Nudeln sind hier ausreichend vorhanden, dafür fehlen Brotbackmischungen, Mehl und Zucker. Was machen die Leute damit?

Zweiter Versuch

Nach der Arbeit bin ich wieder zum Aldi gefahren. Auch im zweiten Laden sind die Paletten mit Klopapier leer, zusätzlich fehlen Nudeln. Dafür kriege ich Zewas, man ist ja mit Kleinigkeiten zufrieden.

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