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Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

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Ein kurzer Ausfall

Vorhin fiel in der Firma das Netzwerk aus. Kurz darauf meldet sich die externe IT Abteilung bei mir: „Entweder haben die Arbeiter in der Baustelle vor dem Haus ein Kabel beschädigt oder es hilft ein Neustart des Servers. Machen Sie das mal?“

Da ich das in der Vergangenheit schon öfter gemacht habe und im Moment der einzige Mitarbeiter im Haus bin, der sich mit dem Thema auskennt, vertraut man mir auch diesmal.

Ich schlurfe also mit dem Telefon in der Hand zum Serverraum und sehe dort nach. „Hier sind zwei schaltbare Steckerleisten. Soll ich beide ausschalten?“ – „Ja, machen Sie mal. Kann ja nichts passieren.“

Gesagt, getan.

Und dann fällt mein Blick auf ein Schild an der Wand, auf dem in großen knallroten Buchstaben steht: „Steckerleiste 2 NICHT ausschalten – Telefonanlage!“

Hupsi…

Nachdem die Server mit lautem Heulen wieder hochgefahren sind, meldet sich die IT Abteilung erneut: „Schade, das hat nix gebracht.“ – „Ok, ich frage mal in der Baustelle nach.“

Dort stellt sich heraus, daß ein Team der Stadtwerke vor der Baustelle kurzfristig den Strom abgestellt hat, um Kabel umzuklemmen. Dadurch waren aber seltsamerweise nur Internetkabel betroffen.

Spaziergang

In einer Regenpause schnell den Rucksack mit Altpapier und -glas gefüllt und los gegangen.

Unter einem Schild „Absolutes Halteverbot“ steht ein SUV. Kann man ja mal machen.

Der Container für Papier ist für einen Samstag überraschend leer.

Um die Ecke, kurz vor der Schule, hängt ein Kaugummiautomat. Schön tief, damit die Kinder auch gut rankommen.

Der Zugang zum Park ist immer noch gesperrt. Die Renovierungsarbeiten dauern wohl doch länger.

 

 

Samstagmorgen

Ungetoastetes Toastbrot mit Orangermarmalade.

Vor dem Küchenfenster Regen. Auf dem Balkongeländer gegenüber sitzt eine dicke schwarz-weiße Katze und sieht sich das Wetter regungslos an.

Gleich ein Spaziergang durch den nahen Park, um die heutige Sonderaufgabe der Apple Watch zu erledigen.

Ehestreit

Unsere Kunden sind oft speziell und bereiten uns gerne Probleme. Selten wird es so extrem, daß wir ein Hausverbot aussprechen müssen, oft reicht schon eine lautstarke Ansage vom Chef.

Aber was heute passierte, hatten wir auch noch nicht.

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Die Katastrophe

Heute morgen fuhr ich ganz entspannt zur Arbeit und wunderte mich etwas über das hohe Verkehrsaufkommen auf dem Weg. Da ich nur über Nebenstrecken fahre, sind dort nie viele Autos unterwegs.

Im Büro angekommen, wurde mir schnell klar, daß das kein normaler Tag werden würde:

  • Die Kollegen berichteten von Überschwemmungen im Stadtgebiet
  • Unsere Telefonanlage war komplett ausgefallen
  • Kommunikation über Handy war auch nur eingeschränkt möglich

Wir riefen mit Privathandys unsere Kunden an und sagten die Termine für heute ab. Alle hatten Verständnis und waren froh, über die Absagen.

Ich suchte zwischendurch im Internet und wurde mit Katastrophenmeldungen überhäuft:

  • Wegen des Starkregen drohte die Wupper-Talsperre überzulaufen und so wurde in der Nacht kontrolliert Wasser in die Wupper abgelassen.
  • Das führte in den Stadtteilen entlang des Flusses zu großflächigen Überschwemmungen
  • Busse und Bahnen fuhren nicht mehr
  • In der Eifel waren Bäche über die Ufer getreten und hatten Dörfer überschwemmt, zerstört und teilweise einfach weggespült
  • Bahnlinien und Straßen wurden unterspült und beschädigt
  • Telefon, Internet und Mobilfunk sind großflächig ausgefallen
  • Dutzende Menschen waren verletzt, hunderte wurden vermisst und es gab Tote zu beklagen
  • ähnliche Schäden wurden auch aus Rheinland-Pfalz gemeldet

Bis sich die zuständigen Stellen einen Überblick über das Ausmaß der Schäden verschafft haben, wird es noch ein paar Tage dauern. Und was und wie zu reparieren ist und wie lange das dauern wird, steht noch in den Sternen.

Es scheint, daß die Klimakatastrophe bei uns angekommen ist.

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