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Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

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Degustation: Da Capo

Diesen Wein einen geschmacklosen Gesellen zu nennen, wäre zwar hart, aber leider recht zutreffend.

Er hat eine schöne, dunkelrote Farbe, aber wenig Geruch und Geschmack. Da ist der Name Programm: man kann ein oder zwei Gläser mehr trinken und merkt kaum eine Wirkung. Bei einem Alkoholgehalt von nur 9,5% ist das kein Wunder.

Es kann allerdings auch am Alter und der Lagerung liegen. Die Flasche ist das Geschenk eines Kunden, der sie beim Leeren der elterlichen Wohnung fand. Eine Jahreszahl steht nicht drauf, von daher ist viel Raum für Spekulationen.

Vertrieben wird der Wein von der Firma Pallhuber (aktuell mit leicht geändertem Etikett) für 9,95€ pro Flasche.

M(k)ein Internetz von A – Z

Durch Zufall bin ich über ein Blog* auf diese Idee gestoßen: Man soll in die Adresszeile des Browsers die Buchstaben des Alphabets eintippen und jedesmal dem ersten Link folgen. Der Browser schlägt nämlich häufig besuchte Webseiten vor, die zu dem Buchstaben passen.

Eine Suche im Netz brachte eine ganze Reihe Blogs, die nach dieser Methode eine Liste erstellt haben. Der älteste Eintrag war aus dem Jahr 2004*.

Allerdings funktioniert das bei mir nicht wie erwartet: ich kriege nur Einträge aus meinen Lesezeichen angezeigt. Der Grund ist ganz simpel: strengeren Datenschutzeinstellungen und das Löschen von Verlauf, Cookies und Cache beim Beenden des Browser. Außerdem verwende ich Startpage als Suchmaschine und dort wird nichts gespeichert.

Im Jahr 2 nach Snowden sollte das der Mindeststandard beim Nutzen des Internetz sein. Und selbst dann werden ja noch genug Daten abgegriffen.

*Link gelöscht, da die Webseite nicht mehr existiert.

Stromausfall, mal wieder

Samstag abend sitzen wir gemütlich beim Fernsehen, als plötzlich der Strom ausgeht.

Eine wunderbare Gelegenheit für ein bißchen romantische Stimmung zu sorgen.

Nach einer guten Stunde kommt der Strom wieder und der Zauber ist verflogen.

 

Beobachtungen im Wartezimmer

Eine ältere Dame betritt die Praxis. Die langen grauen Haare zum Zopf gebunden, gekleidet in ein graues, gestricktes Dreiecks-Cape, darunter ein dunkellila Pullover, etwas hellere Armstulpen und Loopschal. Ihr grauer Strickrock endet etwa zwei Handbreit über den Knien, die Beine stecken in einer dunkelrot/schwarzen Strumpfhose, die über den Knöcheln von grauen Häkelstulpen überdeckt wird.
Sie setzt sich anmutig auf einen Stuhl, schlägt die Beine übereinander und wippt die ganze Zeit so kräftig mit dem linken Fuß, daß das frei hängende rechte Bein weit ausschwingt.
Ihrer Haltung und den Bewegungen nach könnte sie Ballettänzerin sein.

In der Ecke stehen drei junge Burschen, etwa 17/18 Jahre alt und unterhalten sich halblaut in einer fremden Sprache. Einige Worte klingen italienisch, dann wieder ist es ganz unbekannt, aber immer sehr angenehm anzuhören.

Eine Mutter mit erwachsenem Sohn geht vorbei. Der junge Mann leidet unter spastischer Lähmung, geht angestrengt auf den Zehenspitzen und gibt die ganze Zeit quitschende oder gurgelnde Laute von sich. Er trägt eine verwaschene Jeans und rot/silberne Sneaker. 

Ein junges Mädchen bittet wortreich um einen Termin, setzt sich und noch bevor sie den Stuhl berührt, hat sie ihr Smartphone in der Hand. Deutlich sieht man, daß das Display gebrochen ist. Bis sie zum Arzt reingerufen wird, legt sie das Gerät nicht aus der Hand und starrt gebannt darauf.

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