Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Technik (Seite 13 von 36)

Anker Schultafel

Als ich Mitte der 1960er Jahre eingeschult wurde, gab es noch eine Schiefertafel zum Schreiben. Die Größe war etwa DIN A4, eine Seite mit Schreiblinien, die andere mit Rechenkästchen.

Eine direkt Erinnerung daran habe ich nicht mehr, aber es gibt ein Foto, was mich mit meiner Tafel zeigt.

Und natürlich hat Vater sie aufgehoben. Im Laufe der Jahrzehnte hat sie etwas gelitten, aber sie erfüllt immer noch ihren Zweck und dient mir nun für kurze Notizen.

Ökologisch bin ich da weit vorne!

Rauchwarnmelder

Seit Anfang des Jahres müssen in jeder Wohnung Rauchwarnmelder installiert sein.

Im Prinzip kein Problem: im November kam der Vermieter an: „Hier, Rauchmelder. Sind jetzt Vorschrift. Wieviel brauchst du?“

Ich „Drei Stück reichen: Wohnzimmer, Schlafzimmer und Flur.“

Er „Ok, drei Stück. Sind mit selbstklebenden Magnetplatten, kannste so unter die Decke kloppen.“

Gesagt, getan. Eine Arbeit von fünf Minuten.

Und so hängen die Dinger jetzt unter der Decke und blinken hin und wieder rot auf. Laut Beschreibung ist der Abstand zwischen zwei Blinkern ca. 6 Minuten, genauer gesagt 344 Sekunden, also 5,733 (Periode) Minuten.

Da frage ich mich doch, wer kommt auf so eine krumme Zahl? Und es ist wohl bei allen Geräten so, wie eine kurze Suche im Internetz zeigt.

Warum keine glatte Zahl? 5 oder 7 Minuten z. B. wären nette Primzahlen. Oder etwas aus dem Dualsystem? 256 oder 512 Sekunden. Da kommen bei der Umrechnung auch Minuten mit vielen Nachkommastellen raus, aber die Sekunden wären schöner anzusehen.

Und überhaupt ist doch da wieder massive Lobbyarbeit betrieben worden. Mit dem Totschlagargument „Sicherheit“ wurde den Leuten Zeug aufgeschwatzt, dessen Wirkung ich für zweifelhaft halte. In den langen Jahren meines Lebens habe ich im Familen-, Bekannten- und Freundeskreis nur einmal von einem Wohnungsbrand gehört. Und das war lange bevor irgendjemand von Rauchmeldern sprach.

Theoretisch müßte es doch früher zu viel mehr Bränden gekommen sein. Wir haben ja mit Holz, Kohle und Öl geheizt und es gab deutlich weniger flammenhemmendes Material. Oder ist es vielleicht so, daß uns damals die Gefahr bewusst war und wir deswegen vorsichtiger mit offenem Feuer umgegangen sind?

Denn ehrlich gesagt fühle ich mich durch die Rauchmelder überhaupt nicht sicherer. Die würden mich zwar warnen, wenn es in der Wohnung schmort, kokelt und qualmt, aber genau das will ich ja verhindern!

Es liegt also immer noch an mir selbst, für Sicherheit zu sorgen.

5 Gründe, den Messenger zu wechseln

Nachdem WhatsApp mal wieder seine Nutzungsbedingungen zum Nachteil den Anwender geändert hat, sollte dem Letzten endlich klar sein, daß sich dieser Dienst ausschließlich um das eigene Wohlergehen und das der Mutter Facebook kümmert.

Die Webseite Netzpolitik hat ganz kompakt die Gründe aufgelistet, warum man WhatsApp spätestens jetzt den Rücken kehren sollte:

  • WhatsApp ist nicht kostenlos: Nein, auch wenn man die App kostenlos herunterladen kann – umsonst ist sie nicht zu haben. Dass man mit den eigenen Daten bezahlt, klingt inzwischen zwar abgedroschen – trifft den Nagel aber auf den Kopf. Was Facebook finanziell so erfolgreich macht, sind die umfassenden Informationen, die das Unternehmen über seine Nutzer und auch Menschen ohne Account sammelt – und die Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit, unsere Emotionen und unsere Informationen zu vermarkten.
  • Endlich mit ruhigem Gewissen chatten: Anders als WhatsApp sind viele Alternativen Open-Source-basiert. Das heißt, dass der Quellcode der Programme einsehbar ist und von unabhängigen Experten geprüft werden kann. Man muss sich also nicht auf Versprechen verlassen, dass wirklich hohe Sicherheitsstandards zum Einsatz kommen, sondern kann sich wirklich sicher sein.
  • Es ist so einfach: Viele Alternativen zu WhatsApp sind inzwischen genau so einfach zu bedienen und verfügen über gleiche oder ähnliche Features wie der Marktführer. Weder für die Installationen noch für die Anwendung benötigt man heute noch technisches Fachwissen.
  • Gegen den intransparenten Monopolisten: WhatsApp gehört Facebook. Das Unternehmen beherrscht mit seiner Netzwerkplattform, seinen beiden Messengern und seinem Fotodienst Instagram weite Teile des Social-Media-Marktes. Während der Konzern mit den Informationen über Nutzer Millardengewinne macht, ist er gleichzeitig für seine eigene Intransparenz bekannt. WhatsApp musste sogar erst gerichtlich dazu verdonnert werden, die AGB und Datenschutzbestimmungen auf deutsch bereitzustellen. Und auch wenn es bequem ist, (fast) alle Menschen über eine App erreichen zu können: Wo ist eigentlich das Problem, wenn sich die Kontakte nun auf zwei Dienste verteilen? Eine App mehr oder weniger macht für die meisten Smartphone-BesitzerInnen nun wirklich keinen Unterschied, gerade wenn man sich darauf verlassen kann, dass sie sicher und datensparsam sind.
  • Vorangehen lohnt sich: Auch wenn es für manche unvorstellbar scheint: Ein Leben ohne WhatsApp ist möglich. Wirklich wichtige Menschen werden folgen oder es werden sich andere Kommunikationsmöglichkeiten mit ihnen auftun. Und vielleicht wirkt sich Reduktion der täglichen Kommunikationspartner ja sogar positiv auf das eigene Wohlbefinden aus. Noch wichtiger aber ist: Wenn alle darauf warten, dass sich von allein etwas ändert, wird nichts passieren. Nur wenn es starke Zugpferde gibt, die vorangehen und WhatsApp verlassen, kann Bewegung in die Sache kommen. Vielleicht hilft es, mit der Überzeugungsarbeit erstmal im persönlichen Nahbereich anzufangen und guten FreundInnen deutlich zu kommunizieren, dass es einem wichtig ist, den Draht zu ihnen zu behalten. Bei der Gründung gemeinsamer Gruppenchats darauf zu bestehen, einen datensparsamen Messenger zu nutzen, kann hingegen nützlich sein, auch entferntere Bekannte auf Alternativen zu stoßen.

Quelle: Netzpolitik

Leider sprechen die Schreiber von Netzpolitik keine Empfehlungen für Alternativen aus. Ich nutze seit langem Threema und Telegram und bin mit beiden sehr zufrieden.

Threema hat den großen Vorteil, ohne Angabe einer Telefonnummer die Verbindung zwischen den Gesprächspartnern aufzubauen. Wenn man dann noch bei einem persönlichen Treffen einen speziellen QR Code in der App gegenseitig austauscht, kann man immer sicher sein, wirklich mit dem jeweiligen Gegenüber verbunden zu sein. Dieses und andere Features muß man einmalig mit knapp 3€ bezahlen. Threema läuft auf Apple, Android und Windows Smartphones.

Telegram unterstützt neben den bekannten mobilen Betriebssystemen ebenfalls die Desktop Versionen von Windows, Mac OS X und Linux und ist kostenlos und werbefrei erhältlich.

Dieser Eintrag wurde unter einer Creative Commons BY-NC-SA 4.0 Lizenz veröffentlicht.

Glas- oder Plasteflasche?

Gestern hatten wir im Büro eine Fachsimpelei über Getränkekästen und ihre Gewichte. Und warum so viele Getränke in Plastikflaschen verkauft werden, wo doch Glas nachhaltiger und umweltverträglicher ist. 

Ich habe mal nachgewogen und gerechnet:

  • Ein Kasten Wasser mit 12 0,7l Glasflaschen wiegt 17kg. 
  • Ein Kasten Limo mit 12 1l PET Flaschen wiegt 15kg. 
  • Der Wasserkasten hat 0,3 * 12 = 3,6l weniger Inhalt. 

Ohne das genaue Gewicht einer 1l Glasflasche zu kennen, kann man sagen, daß ein Wasserkasten bei gleichem Inhalt also mindestens 22kg wöge. 

Es ist daher kein Wunder, daß sich Plasteflaschen besser verkaufen, auch wenn sie bei Herstellung und Recycling/Entsorgung schlechter abschneiden als Glas. 

Technischer Fortschritt

Die Tage hatten wir im Büro ein Gespräch über den technischen Fortschritt, den wir in unserem Leben bisher mitgemacht haben. Vieles, was heute „normal“ ist, gab es in unserer Kindheit noch gar nicht oder kam gerade erst auf.

Telefon:
Telefon hatten früher nur wenige Leute. Ich erinnere mich, daß die Eltern manchmal zum Nachbarn gingen, um dort zu telefonieren oder für Gespräche rübergerufen wurden. Das war immer etwas Besonderes, weil es dann um sehr wichtigen Dingen ging, die nicht per Brief oder Postkarte geregelt werden konnten.

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