Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Technik (Seite 10 von 37)

Das Fairphone und Apps

Da ich auf meinem Fairphone keine Google Apps und Dienste nutze, mußte ich eine andere Quelle dafür finden.

Die Alternative ist F-Droid, wo ausschließlich Open Source Software zu finden ist. Updates erscheinen dort etwas später als im Google Play Store, weil die Betreiber jede Datei neu signieren, um für Sicherheit und Transparenz zu sorgen.

Sollte eine App nicht bei F-Droid zu finden sein, nutze ich den Yalp Store. Dort kann ich Apps direkt aus dem Play Store laden, ohne mich anmelden zu müssen. Dabei besteht die „Gefahr“, daß die App wegen fehlender Google Dienste nicht bei mir läuft. Dann habe ich halt Pech gehabt und lösche sie.

 

Mir ist die Freiheit von Google wichtiger als eine App.

Das Fairphone, Teil 3

Das Fairphone macht etwas Zicken beim Update.

Ausgeliefert mit einer älteren Version des Betriebssystems, läßt es sich nicht updaten, obwohl auf der Webseite des Herstellers eine aktuellere Version seit Februar verfügbar ist. Die eingebaute Updater App sagt immer „System aktuell“.

Auch unter macOS konnte ich das Update nicht auf das Gerät flashen, sondern mußte auf einen Windows Computer zurückgreifen. Dann klappte es aber einwandfrei.

Jetzt läuft auf bei mir Fairphone Open OS, ein Android ohne Google Apps und Dienste.

Wobei ich sagen muß, daß ich Android bisher nur von den billigen und vergammelten Handys meiner Kollegen kannte und es sehr gruselig in Optik und Bedienung fand. Wie ich damit auf meinem eigenen Gerät zurecht komme, wird sich zeigen.

Das Fairphone, Teil 2

Nach ein bißchen Rumspielen mit dem Fairphone sind meine ersten Eindrücke zwiespältig. Im Vergleich zum iPhone ist es recht leicht und fühlt sich billig an.

Das liegt an der Rückseite, die aus Plaste ist und sich einfach abnehmen läßt. Darunter befindet sich die Batterie, zwei SIM Karten Einschübe und ein SD Karten Platz.

Da man das Fairphone noch weiter zerlegen kann (Display und die Kameramodule lassen sich durch Lösen weniger Schrauben entfernen), ist natürlich einiges an Luft zwischen den Bauteilen. Und so knackt und knarzt es gelegentlich, wenn man das Gerät etwas fester in die Hand nimmt.

Allerdings ist gerade die modulare Bauweise der große Vorteil des Gerätes: auch ein ungeübter Besitzer ist in der Lage, defekte Bauteile auszutauschen bzw. Module mit verbesserter Technik einzubauen.

Leider mußte ich schon an meinem Fairphone basteln: die eingebaute Kamera ist defekt. Ersatz fand ich über das Internetz und konnte daher erst mit Verspätung Fotos mit dem Gerät machen.

Das Fairphone, Teil 1

Vor einigen Jahren sorgte die holländische Firma Fairphone für Aufsehen, als sie sich mit der Idee meldete, ein unter fairen Bedingungen hergestelltes Smartphone verkaufen zu wollen.

Rohmaterialien aus konfliktfreiem Abbau, keine Kinderarbeit, Produktion unter menschlichen Bedingungen und gute Sozialleistungen für die Arbeiter waren die hohen Ziele. Außerdem sollten die Geräte für den Besitzer einfach zu reparieren sein und technische Verbesserungen durch Austausch des entsprechenden Bauteils möglich sein.

Die Ansprüche waren hoch, der Preis ebenso.
Ich habe kurz überlegt, vom iPhone auf das Fairphone zu wechseln, weil mir der Gedanke dahinter sehr gefällt. Aber da ich schon tief ins Apple Universum eingetaucht war und auf dem Fairphone Android läuft, habe ich davon Abstand genommen.

Jetzt machte mir die Firma aber ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte: die Fairphone New Life Edition zum erschütternd günstigen Preis. Nicht lange überlegt, bestellt und so liegt das Gerät in schickem Indigo vor mir.

Ich bin mal gespannt, wie es mir gefällt.

Buchkritik: Andy Weir – Der Marsianer

Zwei erfolgreiche bemannte Flüge zum Mars gab es bisher. Jetzt halten sich die Astronauten von Ares 3 auf unserem Nachbarplaneten auf.

Am 6. Tag ihres Aufenthalts zieht ein schwerer Sandsturm auf und die NASA beschließt, die Mission aus Sicherheitsgründen abzubrechen. Während sich das Team zu seiner Fähre durchkämpft, wird der Astronaut Mark Watney von umherfliegenden Ausrüstungsgegenstände getroffen und stürzt. Seine Kameraden halten ihn für tot, da sie seine Leiche nicht finden und die Zeit drängt, starten sie ohne ihn.

Doch Watney hat überlebt! Und er versucht, in dieser feindlichen Umgebung weiter am Leben zu bleiben, Kontakt mit der Erde aufzunehmen und eine Möglichkeit zur Rückkehr zu finden.

Watney Kampf gegen die Zeit, seine Gedanken, technischen Basteleien und die chemischen Zusammenhänge schildert Andy Weir ausführlich in seinem ersten Roman, der auch als Vorlage für den gleichnamigen Film mit Mark Wahlberg diente.

Ich hatte vor einiger Zeit eine Leseprobe gefunden und war gespannt, wie der Roman weiter geht. Vorgestern habe ich das Buch erhalten: ein Wälzer von über 500 Seiten.

Selten habe ich so etwas spannendes gelesen! Weir spickt seine Geschichte mit vielen Einzelheiten zum Mars und der Erkundungsmission. Das ist jedoch niemals Selbstzweck, belehren oder ermüdend, sondern erklärt immer Watneys Motivation, Vorgehensweise oder warum etwas schief gehen muss (was oft vorkommt).

Nach kurzer Zeit war ich so gefesselt von der Geschichte, daß ich das Buch über Nacht, in einem durch, ausgelesen habe. Von mir eine klare Empfehlung für Leser, die sich für Technik, den Mars und Science Fiction interessieren.

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