Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Arbeit (Seite 22 von 46)

iPhoneography bringt die Menschen ins Gespräch

Ich komme auf dem Firmenhof an diesem Aschenbecher vorbei und mein Gehirn schreit „MOTIV!“.

mit BestCamera bearbeitet

Also das iPhone gezückt und gezielt. Da spricht mich jemand von der Seite an „Was ist Ihnen den jetzt eingefallen?“ Ein Lehrling guckt mich mit großen Augen an.

„Nichts“ entgegne ich „Ich mache ein Foto davon.“

„Vom Aschenbecher? Wollen Sie etwa zählen, wieviel wir rauchen?“ Er kichert.

„Ja, das wird jeden Tag zu Geschäftsleitung gemeldet.“

Der junge Mann guckt irritiert „Da gehe ich jetzt lieber woanders rauchen.“

Ein zweiter Kollege mischt sich ein „Wie wollen Sie denn die Kippen den Leuten zuordnen?“

„Tja“, gebe ich zu bedenken „da machen wir natürlich DNA-Tests. Noch nie CSI gesehen?“

Jetzt habe ich sie entgültig verunsichert und sie starren mir mit offenen Mündern hinterher, während ich grinsend meinen Weg fortsetze.

Neue Währung

Die Eurokrise hat uns jetzt auch in der Firma erreicht! Heute boten uns Kunden Glasperlen als Bezahlung an.

Und es waren keine Mitglieder exotischer Völker, die noch vom Tauschhandel leben, sondern Einheimische. Erschreckend!

 

Neues aus dem Büro

Gestern gab es in der Firma wieder Erlebnisse aus der Kategorie „Unglaublich“, die ich einfach mal unkommentiert weitergebe.

Der Ventilator

Der Chef gibt einem Kollegen die Anweisung „Horst, bringst du mal bitte einen Ventilator in die Zentrale?“
Fünf Minuten später ruft die Kollegin aus der Zentrale an „Hömma, hier sind drei von euren Leuten mit Ventilatoren. Ich wollte doch nur einen, für mehr habe ich ja gar keinen Platz.“

Die Vorauszahlung

Ein Kollege möchte eine Vorauszahlung. Der Chef ruft in der Zentrale an „Hömma, der Günther möchte eine Vorauszahlung. Wer macht das bei euch?“
Die Kollegin in der Zentrale sagt „Keine Ahnung. Du könntest die Lisbet fragen, aber die ist gerade nicht da. Und die Bärbel hat Urlaub. Sonst frag mal die Johanna.“
Der Chef ruft bei Johanna an. Die hat jedoch keine Zeit „Wende dich bitte an Lisbet, die ist jetzt wieder in ihrem Büro.“
Der Chef ruft bei Lisbet an. Die meint „Klar mache ich die Vorauszahlung fertig. Aber eigentlich ist das Aufgabe der Kollegin in der Zentrale. Die hat dafür ja auch die Kassengewalt.“

Im Lager

Der Lagermeister geht durch die Gänge. Einer seiner Mitarbeiter kommt ihm entgegen geschlendert, deutet auf einen Schrank „Der fällt gleich um.“ und geht in den Pausenraum.

 

Schon wieder der Einkaufswagen

Ich hätte es nie erwartet: heute morgen stand wieder der einsame Einkaufswagen auf dem Bürgersteig in der Nähe der Firma.
So unglaublich es sein mag, ich habe auch diesmal nichts damit zu tun! Entweder möchte mich ein unbekannter Gönner erfreuen oder es leben Vollasis in der Gegend.

Wie dem auch sei, es ist ein wunderbares Motiv!

 

Enten auf Abwegen

Große Aufregung zur Mittagszeit: eine Ente watschelte mit ihren Küken auf unseren Hof und bei den benachbarten Schreinern in die Halle. Glücklicherweise waren die unterwegs und ihre Maschinen liefen nicht.

Von allen Seiten riefen nun die Kollegen „Wir müssen die Enten retten. Die finden doch nie den Weg zum Wasser.“ Harte Kerls, legalen und illegalen Drogen nicht abgeneigt, langjährige Erfahrungen mit Polizei, Staatsanwälten und Knast, hatten Tränen der Rührung in den Augen. „Ruf doch mal im Tierheim an oder die Feuerwehr oder Polizei! Da muß doch jemand helfen können.“

Gesagt, getan. Beim Tierheim lief nur ein Anrufbeantworter und die Feuerwehr verwies mich ans Ordnungsamt. Dort wollte der nette Mitarbeiter nochmal im Tierheim nachhören.

Minuten später kam sein Rückruf „Das Tierheim will dafür nicht rauskommen. Sie sollen die Enten vorsichtig vom Gelände scheuchen. Die Mutter darf nicht wegfliegen, dann sind die Küken verloren.“

Diese Information weckte in den Kollegen ungeahnte Kräfte: da der örtlich Fluß nur über mehrer Straßen zu erreichen ist, sollten die Enten eingefangen und per Auto transportiert werden. Mit aufgespannten Decken trieb man die Federviecher langsam zusammen und setzten eins nach dem anderen in einen großen Umzugkarton. Die Aktion dauerte über 30 Minuten, da die Tiere nicht so wollten wie sich unsere Jungs das vorstellten. Endlich war es geschafft. Deckel zu und die kleine Familie wurde zum Gewässer gebracht.

Hinterher gab es ausgiebige Manöverkritik. Fest steht, daß die nächsten Enten innerhalb von 10 Minuten gefangen und reisefertig sind. Also rein theoretisch…

Diese Geschicht beweist erneut, wenn man persönlich betroffen ist, können die Kollegen extrem sorgfältig und ideenreich arbeiten, haben Ausdauer und es passiert weder Mensch und noch Tier etwas.

 

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