Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Allgemein (Seite 4 von 36)

Meditatives Spülen

Seit letztem Jahr Weihnachten ist unsere Spülmaschine kaputt.

Nach dem ersten Abpumpen beim Start funktioniert das Umschalten zum Wassereinlauf nicht mehr. Wahrscheinlich ist nur kleines Teil defekt, das wenige Cent kostet. Eine Reparatur durch einen mobilen Spülmaschinenschrauber übersteigt aber den Restwert der Maschine deutlich.

Gespült ist

Daher spüle ich seit Monaten fast jeden Morgen das Geschirr vom Vortag per Hand.

Und es hat sich für mich zu einer Art Meditation entwickelt: das heiße Wasser plätschert ins Becken, durch Spülhandschuhe geschützt arbeite ich mich durch Teller, Töpfe und Besteck und hänge dabei meinen Gedanken nach.

Entspannter kann ich meinen Tag nicht beginnen.

Ein Jahr Rente

Als ich vor einem Jahre in Rente ging, habe ich mich sehr gefreut, die tägliche Belastung und Verantwortung der Arbeit nicht mehr aushalten zu müssen. Endlich meine Zeit frei einteilen, niemandem mehr Rechenschaft schuldig sein, jeden Tag ohne Stress und Gemaule der Kollegen genießen können. Ein wahres Paradies.

Nach zwei / drei Monaten kam dann eine gewisse Ernüchterung. Ok, Zeit habe ich mehr als genug und Rechenschaft muß ich niemandem geben, aber sonst?

Ich schlafe lange, gammele in den Tag hinein, sitze fast täglich am Computer, sehe lange fern und gehe spät ins Bett.

Das soll jetzt alles gewesen sein?

So soll es die nächsten Jahre weitergehen?

Ein bisschen wenig und etwas unbefriedigend.

Ich dachte an ein paar Kollegen von früher, die wenige Monate nach Renteneintritt gestorben waren. So will ich auf keinen Fall enden. Dafür, daß ich mich Jahrzehnte in Fronarbeit gequält habe, will ich mindestens genauso lange die Rentenkasse schädigen. Ein „sozial verträgliches Ableben“ wird es mit mir nicht geben!

Und mir fiel auf, daß einen niemand auf die Rente vorbereitet. Es gibt lustige Bücher für Neu-Rentner, massenhaft launige Glückwunschkarten zur Rente, aber so etwas wie „Rentner werden, aber richtig!“ oder „Das ultimative Rentner Kompendium“ gibt es nicht.

Ich habe einige Zeit überlegt, ob ich sowas selbst schreiben könnte und möchte, bin dann aber zu der Überzeugung gelangt, daß mir das zu viel Verantwortung und Arbeit ist und habe es gelassen.

Die Idee gärt jedoch weiter in meinem Hirn vor sich hin.

Warum bloggen wir eigentlich immer noch?

Eine gute Frage, genau kann ich sie nicht beantworten.

Als ich 2007 mit den ersten Einträgen begonnen habe, war das noch kein Bloggen. Ein Foto, ein kurzer Text, fertig. Es war ein Spielen mit meinem Palm Treo, seiner Kamera und einer App (ja, sowas gab es schon vor dem iPhone!).

Und ich hatte überhaupt keine Ahnung, wohin das mal führen wird.
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„Künstliche Intelligenz“ oder was?

Seit etwa drei Jahren ist „Künstliche Intelligenz“ das Schlagwort im IT Bereich. Vor allem auf Smartphones haben in letzter Zeit Apps Einzug gehalten, die jedem Nutzer die Segnungen der „KI“ nahebringen wollen.

Wobei dieser „KI“ Kram gar nicht so neu ist: Sprachassistenten wie Apples Siri (2011), Amazons Alexa (2014) oder Google Assistent (2016) arbeiten schon lange auf Smartphones und anderen Geräten, um ihre Anwender zu unterstützen.
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Geschirr nachkaufen

Vor über 35 Jahren hatten wir zur Hochzeit von meinen Schwiegereltern Geschirr geschenkt gekriegt.

Nicht irgendwelches. Von Arzberg, im örtlichen Fachgeschäft gekauft. Mit Nachkaufgarantie.

Als wir nach 5 Jahren Nutzung merkten, daß doch das ein oder andere Stück zusätzlich schön wäre, schallte uns ein empörtes „Nein, sowas altes kriegen Sie heute nicht mehr!“ entgegen. „Nachkaufen gilt nur für 1 Jahr. Da brauche ich auch gar nicht beim Hersteller nachfragen, das ist nicht mehr im Programm.“

Geschirr Arzberg Swingline mobile

Die Jahre vergingen und wir ärgerten uns manches mal über die fehlenden Sachen.

Vor gut drei Jahren suchte ich aus Langeweile bei eBay nach Geschirr. Und entdeckte unseres, haufenweise. Natürlich haben wird gleich unseren Bestand aufgestockt.

Dabei fiel uns auf, daß das Dekor sich etwas anders war: bei den „neuen“ Teilen sitzt es teilweise auf dem Rand der Teller. Woran das liegt, wissen wir nicht und es ist uns auch egal. Es ist schön, nach so langer Zeit die gewünschten Sachen zu haben.

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