Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Allgemein (Seite 21 von 36)

Tolle Post von den Stadtwerken

Mit wohlfeilen Worten und bunten Bildchen erzählen uns die Stadtwerke auf mehreren DIN A4 Seiten, daß nächstes Jahr der Strompreis (mal wieder) erhöht wird. Grund sei die Energiewende, die allgemeinen Preissteigerungen und sowieso sei die Politik schuld, die ca. 70% Steuern kassiere, usw. Und leider müsse man diese Kosten an den Kunden weitergeben.

Ähm, kurze Frage:
Wer hat es versäumt, sich auf diese „Energiewende“ vorzubereiten? Spätestens seit Einzug der Grünen in den Bundestag hätte man schon mal Ideen entwickeln und Planspiele veranstalten können.
Und wer hat es verpaßt, frühzeitig in den Ausbau der Stromnetze zu investieren? Spätestens seit Ende 2005 wissen die Versorger, daß ihr Strommasten nicht mehr soooo zuverlässig sind und allen Wetterbedingungen widerstehen.

Aber nein, der Kunde kann es jetzt alleine ausbaden. Pffffttt….

Eben beim Arzt

Ein alter, recht korpulenter Herr sitzt mir im Wartezimmer schräg gegenüber. Ein dürres Männlein mit Stock kommt rein, sieht ihn und steuert direkt auf ihn zu. Es entwickelt sich folgendes Gespräch.

„Erich, du bist ja noch hier. Was ist denn mit deinem Knie?“
„Hallo Jupp. Ich war schon fast auf dem OP, da haben sie gemerkt, daß ich hohe Entzündungswerte im Blut habe. Das soll jetzt erst mal geklärt werden.“
„Ach? Aber dann kriegst du das neue Knie?“
„Ja, der Arzt hat gesagt, das dauert nur eine Stunde.“
„Davon kriegst du ja nichts mit. (lacht) Und danach direkt zur Reha?“
„Ja genau. Aber erst muß das mit den Entzündungswerten geklärt werden.“
„Ja ja, aber so eine OP ist ja nichts Schweres mehr heutzutage. Ob Knie oder Hüfte, das machen die ja täglich.“
„Hüfte ist aber was anderes. Da muß man mehr beachten, das ist schwieriger. Knie ist einfacher. Aber nachher sind die Schmerzen größer. Das haben sie mir schon gesagt.“
„Ja, dann mal alles Gute.“
„Jupp, dank dir. Grüß die Herta.“
„Mach ich, Erich. Bis die Tage.“

Ich weiß nicht, ob ich jetzt lachen oder weinen soll.

Lug und Betrug

Gerade bei Zoom im ZDF gelernt: wenn der Orthopäde mir früher Abdrücke für Einlagen abnahm, diese direkt in einem bestimmten Santätshaus für mich anfertigen ließ und mir kein Rezept darüber gab, war das wohl Abrechnungsbetrug.

Auch als es später die Empfehlung gab, zu einem bestimmten orthopädischen Schuhmacher zu gehen, weil der inzwischen aus der Firma ausgeschieden sei und sich selbständig gemacht habe, war das unzulässig.

Ein Arzt darf solche Hinweise nicht geben. Es wurde immer als Kundenservice bezeichnet und da es bequem für mich war, war ich natürlich froh darüber.

So schnell kann es gehen: man denkt an nichts Böses, freut sich über die Hilfe der Praxis und schon hat man Betrug begangen. Ok, ich habe nichts zu befürchten, weil ich keinen Vorteil davon gehabt habe. Den haben sich Arzt und Schuhmacher verschafft. Aber es läßt die Praxis im Nachhinein in einem schlechten Licht dastehen.

Sitzpinkler

In meiner Jugend gab es keine Sitzpinkler!

Wir waren so zielsicher, wir konnten jederzeit unseren Namen auf die Straße pinkeln. Selbst die Mädchen!

Falls man aber doch mal von der Mutter beim Danebenpinkeln erwischt wurde, mußte man samstags in Onkel Hans-Herrmanns Kneipe Klodienst machen. Dann trafen sich die Kegel- und Stammtischbrüder und es wurde gebechert und getafelt bis der Arzt kam.

Das Ergebnis war natürlich entsprechend, sowohl von der Menge als auch vom Geruch. Der arme Delinquent saß den ganzen Abend in Zigaretten- und Zigarrenqualm und je später es wurde, desto schlimmer fiel der Klogang der Kneipenbesucher aus. Kurz vor Sperrstunde ließ sich auch der ein oder andere Besucher gerne mal die Speisekarte rückwärts durch den Kopf gehen.

Wer diese optische und olfaktorische Tortur überstanden hatte, übte danach tagelang Zielpinkeln, freiwillig, ohne Pause.

Der geneigte Leser mag jetzt Schlagworte wie „Jugendschutz“ oder „Kinderarbeit“ in die Diskussion werfen. Man bedenke aber, daß sich das alles Ende der 1960er Jahren abspielte. Wir waren damals rauhe Gesellen, fuhren ohne Helm Fahrrad, kletterten auf Bäume, prügelten uns mit blanken Fäusten und liefen bis spät in den Herbst in kurzen Hosen kerum. Unsere Eltern waren froh, wenn wir nicht in der Wohnung rumhingen und solange man nicht mit dem Kopf unter dem Arm nach Hause kam, gab es für sie auch keinen Grund, aufgeregt zu sein. Eine harte und wilde Zeit, aber geschadet hat es uns nicht.

Qualitätsmängel

Vor ca. sechs Jahren haben wir bei Ikea eine Kommode gekauft. Letztes Jahr fiel mir auf, daß an ein paar Kanten der Umleimer locker war und ich habe die Stellen mit Holzkleber wieder befestigt.

Am Wochenende habe ich wieder flicken müssen: an insgesamt 21 Stellen hielt der Umleimer nicht mehr richtig fest. Meist waren es nur kurze Stücke, der Rest klebte noch, aber an zwei Kanten war der komplette Umleimer locker.

Ich weiß, daß Ikea keine qualitativ hochwertigen Möbel anbietet, bei den Preisen ist das nicht möglich. Aber es ärgert mich schon, ein so schlampig hergestelltes Teil zu haben.

 

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