Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Allgemein (Seite 21 von 36)

Der Befund

Obwohl ich mehrfach darum gebeten hatte, war der Befund meiner HautOP vor einem Jahr immer noch nicht beim Hausarzt eingetroffen. Deswegen habe ich ihn selbst nachgeholt. Wobei ich mich frage, was so schwierig daran ist, einen Text auszudrucken, der sowieso im Computer gespeichert ist.

Der Dreizeiler, den ich jetzt in Händen halte, ist wieder ein wundervolles Beispiel ärztlichen Geschwurbels:

„Inhomogen pigmentierter melanozytärer Naevus vom Junktionstyp mit fokaler lentiginöser Melanozytenhyperplasie, den vorliegenden Schnitten nach in toto exzidiert.“

Ich sag mal so, Fachsprache in allen Ehren, aber man kann es auch übertreiben!

Die Prophezeihung des Sugaldago

Wahrlich, ich sage euch:

Es wird eine Zeit kommen, da wird Klopapier wertvoller als Gold sein. Und der Klomann wird König sein.

Und er wird herrschen über die Arschlöcher, die Scheißer und Wichser.

Und sie werden ihn lobpreisen und singen „Fuck, yeah!“.

(Ich glaube, ich brauche Urlaub. Dringenst!)

Tolle Post von den Stadtwerken

Mit wohlfeilen Worten und bunten Bildchen erzählen uns die Stadtwerke auf mehreren DIN A4 Seiten, daß nächstes Jahr der Strompreis (mal wieder) erhöht wird. Grund sei die Energiewende, die allgemeinen Preissteigerungen und sowieso sei die Politik schuld, die ca. 70% Steuern kassiere, usw. Und leider müsse man diese Kosten an den Kunden weitergeben.

Ähm, kurze Frage:
Wer hat es versäumt, sich auf diese „Energiewende“ vorzubereiten? Spätestens seit Einzug der Grünen in den Bundestag hätte man schon mal Ideen entwickeln und Planspiele veranstalten können.
Und wer hat es verpaßt, frühzeitig in den Ausbau der Stromnetze zu investieren? Spätestens seit Ende 2005 wissen die Versorger, daß ihr Strommasten nicht mehr soooo zuverlässig sind und allen Wetterbedingungen widerstehen.

Aber nein, der Kunde kann es jetzt alleine ausbaden. Pffffttt….

Eben beim Arzt

Ein alter, recht korpulenter Herr sitzt mir im Wartezimmer schräg gegenüber. Ein dürres Männlein mit Stock kommt rein, sieht ihn und steuert direkt auf ihn zu. Es entwickelt sich folgendes Gespräch.

„Erich, du bist ja noch hier. Was ist denn mit deinem Knie?“
„Hallo Jupp. Ich war schon fast auf dem OP, da haben sie gemerkt, daß ich hohe Entzündungswerte im Blut habe. Das soll jetzt erst mal geklärt werden.“
„Ach? Aber dann kriegst du das neue Knie?“
„Ja, der Arzt hat gesagt, das dauert nur eine Stunde.“
„Davon kriegst du ja nichts mit. (lacht) Und danach direkt zur Reha?“
„Ja genau. Aber erst muß das mit den Entzündungswerten geklärt werden.“
„Ja ja, aber so eine OP ist ja nichts Schweres mehr heutzutage. Ob Knie oder Hüfte, das machen die ja täglich.“
„Hüfte ist aber was anderes. Da muß man mehr beachten, das ist schwieriger. Knie ist einfacher. Aber nachher sind die Schmerzen größer. Das haben sie mir schon gesagt.“
„Ja, dann mal alles Gute.“
„Jupp, dank dir. Grüß die Herta.“
„Mach ich, Erich. Bis die Tage.“

Ich weiß nicht, ob ich jetzt lachen oder weinen soll.

Lug und Betrug

Gerade bei Zoom im ZDF gelernt: wenn der Orthopäde mir früher Abdrücke für Einlagen abnahm, diese direkt in einem bestimmten Santätshaus für mich anfertigen ließ und mir kein Rezept darüber gab, war das wohl Abrechnungsbetrug.

Auch als es später die Empfehlung gab, zu einem bestimmten orthopädischen Schuhmacher zu gehen, weil der inzwischen aus der Firma ausgeschieden sei und sich selbständig gemacht habe, war das unzulässig.

Ein Arzt darf solche Hinweise nicht geben. Es wurde immer als Kundenservice bezeichnet und da es bequem für mich war, war ich natürlich froh darüber.

So schnell kann es gehen: man denkt an nichts Böses, freut sich über die Hilfe der Praxis und schon hat man Betrug begangen. Ok, ich habe nichts zu befürchten, weil ich keinen Vorteil davon gehabt habe. Den haben sich Arzt und Schuhmacher verschafft. Aber es läßt die Praxis im Nachhinein in einem schlechten Licht dastehen.

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