Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Allgemein (Seite 20 von 36)

Weihnachten kommt immer so plötzlich.

Jetzt ist wieder die Zeit, in der auf Blogs und in sozialen Netzwerken über den Streß der Vor- und Weihnachtszeit lamentiert wird.

Um diesem unnötigen Theater vorzubeugen, planen meine Frau und ich seit Jahren Anfang/Mitte November die Einkäufe und Mahlzeiten für die Weihnachtszeit.
Am Pinnbrett hängt dann ein Zettel, der für jeden Tag zwischen Heiligabend und Neujahr auflistet, welchen Teil der Familie wir besuchen und wann es was zu essen gibt.
Und spätestens in der Woche vor Heiligabend sind genügend Vorräte an Katzenfutter und -streu, Klopapier (ganz wichtig!), Getränken und alle Zutaten für’s Essen im Haus und wir müssen zwischen den Tagen nicht mehr einkaufen. Das entspannt ungemein!

Die Geschenke haben wir auch spätestens Ende November besorgt, wobei sich das wegen des kleinen Familien- und Freundeskreis sowieso im Rahmen hält.

Nur mit der Weihnachtspost hat es bisher nicht so recht geklappt: wenn die ersten Karten eintrudelten, mußten wir etwas zaubern, um auch allen noch vor dem Fest zu schreiben.

Doch, iPhone sei Dank, hat meine Frau nach dem letzten Weihnachtsfest eine Liste der zu bedenkenden Leute erstellt und bei einem Einkaufsbummel Anfang Dezember einen dicken Stapel Weihnachtskarten gekauft. Somit war diese Arbeit auch schnell erledigt und die Briefe trafen frühzeitig bei ihren Empfängern ein.

Und da in der Firma meine Abteilung zum ersten Mal seit Bestehen zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen ist, werden wir ganz entspannt das Fest genießen und locker und geschmeidig ins neue Jahr gleiten. 😀

Erlebnis am Abend

Gestern Abend macht meine Frau mir Brote für die Arbeit. Dabei entwickelt sich folgende Situation.

Sie „Ich brauche noch eine Scheibe.“

Ich drehe mich um, hole das Gewünschte aus dem Schrank.

Sie „Wo ist denn der Verschluß von dieser Tüte?“

Ich „Keine Ahnung. Hast du doch gerade erst aufgemacht.“

Sie „Ist hier aber nicht.“

Ich „Ist er vielleicht runtergefallen?“

Wir suchen am Boden, räumen den Tisch komplett ab und fragen die Katzen, die gerne mit solchen Kleinteilen abzieht. Doch sie gucken nur verdutzt.

Meine Frau verzweifelt „Mensch, das kann doch nicht weg sein. Ich habe doch nur die Scheiben rausgeholt.“

Ich „Komm, nimm den Klips von der anderen Tüte. Die ist ja fast leer, da ist es egal.“

Sie „Grummel, grummel.“

Ich gehe ins Wohnzimmer, um dort aufzuräumen. Kurz darauf höre ich meine Frau in der Küche laut auflachen.

Ich „Ach, hast du das Teil gefunden?“

Sie „Gnihihi“

Ich gehe zurück und finde sie mit puterrotem Kopf lachend vor.

Sie „Jahaha, hier isses. Ich hab mich schon gewundert, warum das Brot so auf dem Brettchen kratzt.“

 

Die freundliche Dame von der Versicherung

Daß ich es liebe, Leute von Call Centern zu verarschen und so lange wie möglich in der Leitung zu halten, habe ich ja hier schon mehrfach dokumentiert.

Eben war es wieder so weit: am Telefon eine freundliche Dame von meiner Versicherung, die mir eine Zusatzpflegeversicherung an Herz legen wollte.

Sie: „Wir hatten Ihnen ja vor kurzem Unterlagen zu unserer Versicherung zugeschickt. Das ist, wie ich meine, ein ganz tolles Produkt, damit Sie im Alter als Pflegefall gut abgesichert sind.“ Munter plaudert sie weiter, um mir die Vorzüge ihres Angebot schmackhaft zu machen.

Vorsichtig unterbreche ich die Dame: „Darf ich Sie mal eben was fragen?“

Sie (hoffnungsvoll): „Ja?“

Ich: „Wo sitzen Sie? Es hört sich grauslich an, es hallt so doll, als säßen Sie in einem leeren Flur.“

Sie (kichert): „Das ist hier ein Altbau und ich bin die letzte im Büro. Da kann es sich schon mal hohl anhören.“

Ich: „Hmm, das ist aber sehr unangenehm. Ist auch gar nicht Feng Shui gemäß. Da sollten Sie mal mit Ihrem Chef sprechen, das macht so keinen guten Eindruck.“ Neben mir unterdrückt meine Frau mühsam ein Lachen.

Sie (kichert verunsichert): „Ja, da werde ich mal nachfragen. Aber zurück zu unserem Angebot…“

Ich lasse sie solange über die Vorzüge ihres Produkts reden, bis ihr die Luft ausgeht. „Tjaaaa, grundsätzlich kommt solche Werbung bei mir gleich ins Altpapier“, versuche ich einen dezenten Hinweis auf mein Desinteresse zu geben.

Jetzt läuft sie noch einmal zu Hochtouren auf und preist die Versicherung in den höchsten Tönen an. Ich höre stumm zu.

Nachdem sie wieder ihre Munition verschossen hat, gebe ich zu bedenken: „Wissen Sie, man kann sich ja gar nicht gegen alles im Leben versichern. Ich sage Ihnen, das Leben ist so was von lebensgefährlich!“

Natürlich stimmt sie mir freundlich zu, beharrt aber weiter auf ihrer Sorge um mein Wohl.

So muß ich deutlich werden und sage ihr, daß ich Telefonwerbung überhaupt nicht mag und kein Interesse an der Versicherung habe.

Sie beendet das Gespräch und wünscht mir noch einen guten Tag. Ich bedanke mich artig und erinnere sie noch einmal eindringlich daran, ihren Chef auf das mangelnde Feng Shui der Büroräume hinzuweisen.

Die freundliche Dame ist jetzt bestimmt überzeugt ist, daß ich dringend psychologische Hilfe brauche. 😀

Der Befund

Obwohl ich mehrfach darum gebeten hatte, war der Befund meiner HautOP vor einem Jahr immer noch nicht beim Hausarzt eingetroffen. Deswegen habe ich ihn selbst nachgeholt. Wobei ich mich frage, was so schwierig daran ist, einen Text auszudrucken, der sowieso im Computer gespeichert ist.

Der Dreizeiler, den ich jetzt in Händen halte, ist wieder ein wundervolles Beispiel ärztlichen Geschwurbels:

„Inhomogen pigmentierter melanozytärer Naevus vom Junktionstyp mit fokaler lentiginöser Melanozytenhyperplasie, den vorliegenden Schnitten nach in toto exzidiert.“

Ich sag mal so, Fachsprache in allen Ehren, aber man kann es auch übertreiben!

Die Prophezeihung des Sugaldago

Wahrlich, ich sage euch:

Es wird eine Zeit kommen, da wird Klopapier wertvoller als Gold sein. Und der Klomann wird König sein.

Und er wird herrschen über die Arschlöcher, die Scheißer und Wichser.

Und sie werden ihn lobpreisen und singen „Fuck, yeah!“.

(Ich glaube, ich brauche Urlaub. Dringenst!)

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