Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Allgemein (Seite 19 von 37)

Designänderung

Feinkost Albrecht hat das Design ihres Katzenfutters geändert.

Das ist jetzt erst mal nichts Schlimmes und bleibt ihnen natürlich unbenommen, aber ich habe damit so meine Probleme.

Die „Feine Pastete mit Huhn“ strahlt jetzt in freundlichem türkis. Eine Farbe, die ich so gar nicht mit einem Huhn verbinde.

Außerdem kaufe ich bei Standardartikeln immer nach Farbe ein: „Katzenfutter im Aldi? Rot, blau, braun, gelb. Paßt. Weiter.“

Und nun muß ich am Regal aus meiner Einkaufsmeditation aufwachen und die richtigen Farben greifen.

Das geht ja mal gar nicht!

Kleine Ursache, große Wirkung

Vor zwei Wochen muckte unser Staubsauger rum. Bei einem Gerät, das gerade mal vier Jahre alt ist, sehr ärgerlich. Aber ein freundlicher Kollege bot mir an, ihn zu reparieren.

Die Fehlerursache war schnell gefunden: der Drehpotentiometer für die Saugstärke hat den Geist aufgegeben. (Auf dem Foto unter dem Loch in der Mitte verborgen.)

Die Fehlerbehebung gestaltete sich jedoch schwierig. Die Platine abzulöten war einfach, aber der verbaute Poti war ohne Beschriftung. Eine Suche im Internetz brachte keine weiteren Erkenntnisse und der Hersteller rückt auch nicht mit Informationen heraus.

Die gesamte Baugruppe soll als Ersatzteil ca. 120 Euro kosten. Für nur 50 Euro mehr kriegt man aber schon ein neues Gerät. Wirtschaftlich also völliger Blödsinn! Und vom ökologischen Wahnsinn spreche ich lieber nicht.

Da ich nun die Ersatzteilpreise kenne, werde ich das defekte Gerät in Einzelteilen verscherbeln. Damit ist die Finanzierung eines Neukaufs garantiert!

Ich. Bin. Nicht. Alt!

„Tja, in Ihrem Alter und bei Ihrer Vorgeschichte ist es kein Wunder, daß Sie Probleme haben“, sagt mein Orthopäde, als ich ihm von meinen Rückenschmerzen erzähle. 

„In Ihrem Alter ist es eigentlich normal, daß man eine Lesebrille braucht“, sagt mein Optiker, als ich ihm berichte, daß meine Arme zum Lesen zu kurz geworden sind. 

„Na ja, in Ihrem Alter muß man sich langsam daran gewöhnen, daß nicht mehr alles so einfach geht“, sagt mein Hausarzt, als ich ihm erzähle, daß mir einiges schwerer von der Hand geht als früher.  

Leute, ich mag zwar älter sein als ihr und habe nicht mehr so lange bis zur Rente, ABER ICH BIN IMMER NOCH FIT GENUG, UM ÜBER EUREN TISCH ZU SPRINGEN UND EUCH WEGEN DIESER FRECHHEITEN DEN HALS UMZUDREHEN! 

Ist doch wahr…

Buckritik: John Scalzi – Die Klon Trilogie

In ferner Zukunft hat die Menschheit den Sprung ins All geschafft und kolonisiert Planeten. Allerdings sind wir nicht alleine im Universum und regelmäßig gibt es Aliens, die etwas gegen unsere Eroberungspläne einzuwenden haben. Dann kommt die Koloniale Verteidigungsarmee ins Spiel: diese rekrutiert sich aus 75-jährigen Erdbewohnern, die einen neuen, stärkeren Körper erhalten und die Kolonien verteidigen.

Über drei Bände spannt Scalzi die Geschichte um die menschlichen Kolonien und diverse mißgünstige Aliens:

  • Im ersten Buch lernen wir John Perry kennen, der mit 75 Jahren die Erde verläßt und in der Armee Planeten gegen Aliens verteidigt. Die Menschen sind dabei immer siegreich, bis es eines Tages zu einem unerwarteten Gemetzel kommt, das nur Perry halbwegs überlebt.
  • Buch zwei erzählt die Geschichte aus Sicht von Jane Sagan, einer Soldatin der Spezialeinheiten. Auch diese sind geklonte Menschen, aber mit weitaus mehr genetischen und technischen Veränderungen. Ein mysteriöser Gegner der Menschen taucht auf und bereitet mächtig Probleme.
  • Im letzten Buch werden Perry und Sagan gemeinsam als Leiter einer neuen menschlichen Kolonie eingesetzt. Doch schnell gibt es Probleme unter den Siedlern, ihr Zielplanet ist doch nicht so harmlos wie ihnen vorher gesagt wurde und die Schwierigkeiten mit den Alienes nehmen überhand.

Immer spannend geschrieben, erhalten die Geschichten oft unerwartete Wendungen. Verbündete erweisen sich als nicht vertrauenswürdig oder hinterhältige Gegner reichen die Hand zum gemeinsamen Kampf.

Nach langen Zeit waren das mal wieder tolle SF Bücher, die ich richtig verschlungen habe.

 

Erlebnis im Restaurant

Am Nebentisch sitzt ein Paar, Mitte/Ende 50.

Der Herr schwadroniert über seine bevorstehende Pensionierung und wieviel Ablösung er rausschlagen könne. Daß sein Chef dann merken würde, welch gute Kraft er verlöre, schließlich sei er ja mit den Kunden in Kanada sooo eng, da würde sich der Herr aber umgucken. Auch Erlebnisse in Schottland und anderen Ländern läßt er weltmännisch ins Gespräch einfließen.

Er spricht einer Flasche Wein kräftig zu und je weiter der Abend fortschreitet, desto lauter wird seine Stimme und um so ausladender seine Gestik.

Die Dame ihm gegenüber lacht an passenden Stellen seiner Ausführungen recht gekünstelt auf. Sonst spricht sie wenig. 

Ob die beiden verheiratet sind? Beide tragen einen Ehering, gehen für ein Paar aber zu reserviert und distanziert miteinander um. Auch wenn sie von lange zurückliegenden, gemeinsamen Erlebnissen sprechen, klingt es seltsam fremd. Kein Wort über gemeinsame Freunde, Verwandte oder Kinder. Und doch deuten Bemerkungen auf eine Beziehung in jüngeren Jahren hin.

Meine Frau hat natürlich längst eine Theorie „Die hatten früher mal was zusammen. Haben sich dann aus den Augen verloren, sind mit anderen Partnern verheiratet und haben sich jetzt durch Zufall wieder getroffen. Beide sind in ihren Ehen nicht glücklich und suchen ein Abenteuer.“

Ich „Na, mit der großspurigen Art kriegt er die Frau aber nicht in die Kiste.“

„Ne, das glaube ich auch nicht,“ entgegnet meine Liebste, „Sie wippt oft so hektisch mit den Füßen. Als wollte sie am liebsten auf und davon. Das gibt nix.“

Leider kriegen wir nicht mit, wie der Abends für die beiden weitergeht. Wir haben unser Essen trotz der Ablenkung vom Nebentisch genossen und gehen. Sich zu lange an einem letzten Getränk festzuhalten wäre dann doch zu auffällig.

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