Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Allgemein (Seite 15 von 37)

Auf nach China

Im Freundeskreis herrscht große Aufregung und Sorge: eins unserer Patenkinder geht nach China.

Nun könnte man meinen, daß heutzutage viele wegen Arbeit oder Studium nach China ziehen, es ja nicht sooo weit aus der Welt ist und man sich da doch nicht verrückt zu machen brauche. 

Aber das „gehen“ meint der Bursche wortwörtlich: mit Rucksack, Isomatte und Schlafsack macht er sich zu Fuß (und per Anhalter) auf den langen beschwerlichen Weg. Geplant ist, über Russland, Usbekistan und die Mongolei zu gehen, Krisengebiete werden vermieden.

Die nötigen Papiere und Impfungen hat er besorgt, die Reisekasse ist durch den Verkauf „unwichtiger“ Dinge gut gefüllt. Es kann also jeden Tag losgehen. 

Während sich die Anderen sorgen, wie der Junge mit Blasen an den Füßen, Wetter und fremden Sprachen zurecht kommt, bin ich von den Entfernung und möglichen Dauer der Reise erschlagen: Luftlinie sind es mehr als 7500 km (etwa ein Drittel des Erdumfangs) und andere Wanderer haben für die Strecke 1-2 Jahre gebraucht. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie man so weit und so lange laufen kann.

Aber egal, ob unser Patenkind den ganzen Weg schafft oder vorher merkt, daß es doch nicht so ist wie erwartet und die Sache abbricht, er hat auf jeden Fall gewonnen: er hat etwas gemacht und erlebt, was sich nicht viele Menschen trauen. Dafür habe ich größten Respekt!

Japanische Weinbeere

Die Japanische Weinbeere gehört zur Familie der Rosengewächse und ist im asiatischen Raum beheimatet.

Bereits im 19. Jahrhundert wurde sie in Europa und Nordamerika eingeführt.

Die sehr leckeren Früchte lassen sich gut essen oder zu Gelee und Marmelade verarbeiten.

Die Weinbeere gedeiht gut an sonnigen Standorten auf kalkhaltigen Böden.

Ehrlose Gesellen

Früh am Morgen, in der Firma. Die Kollegen lungern wie üblich im Lager rum, trinken Kaffee und warten auf den Arbeitsbeginn.

Plötzlich herrscht großer Tumult. Im Büro verstehen wir nur ein paar Wortfetzen „Du Arschloch… Ich box dich weg… Verpiß dich bloß…“ und sehen einen Kollegen fluchtartig den Hof verlassen.

Dann erscheint Günter mit hochrotem Kopf bei uns „Is doch wahr, diese verdammte Drecksau! Wenn ich den erwische, dem hau ich sämtliche Zähne raus! So ein Arschloch!“
„Was ist denn los, Mann?“ versuche ich zu beruhigen.
Doch der Gute ist nicht zu bremsen „Diese alte Pottsau“ zetert er weiter, „dieses Kollegenschwein, so ein elendes Arschloch!“
„Komm, erzähl, was ist passiert?“ Ich hoffe auf eine interessante Geschichte.

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Wenn ich berühmt bin

Ich arbeite ja schon Jahre daran, berühmt, so richtig berühmt zu werden.
Damit dann niemand unvorbereitet vor mir steht, habe ich schon mal etwas vorbereitet: 

  • Antwort auf Interview Anfrage – 500€ (egal ob „Ja“ oder „Nein“)
  • Interview – 4000€ (25% Rabatt, wenn es eine vollbusige Praktikantin in kurzem Rock macht)
  • Freundlichkeit – 1000€
  • Antworten – 1500€
  • Sinnvolle Antworten – 2000€

Zu den Preisen kommen 19% MwSt, bei Barzahlung vor Ort abzgl. 3% Skonto. Rechnung folgt per Post. 

Und natürlich versteuere ich meine Einnahmen in vollem Umfang! Denn ich sage „JA“ zum deutschen Steuerrecht.

Vom Gehen

Gehen ist eine archaische Fortbewegungsart, über die man kaum nachdenkt (außer man ist durch Krankheit oder Behinderung eingeschränkt): ich stehe auf und gehe, wohin mich die Gedanken führen: in die Küche, einkaufen, zu Freunden oder spazieren; die Beine bewegen sich immer automatisch.

Dabei kann ich meinen Gedanken nachhängen, die Gegend beobachten, essen, trinken oder Gespräche führen: immer tragen mich meine Beine verläßlich zum Ziel.

In den letzten Jahren wunderte mich oft, warum ich beim Gehen so unruhig war, hin und wieder stolperte und außer Atem geriet. Bis mir auffiel, daß ich mir unbewußt einen schnellen Gang mit kurzen Schritten angewöhnt hatte. Der Grund dafür mag eine Fußverletzung gewesen sein, die mich lange beim Laufen behinderte.

Nachdem mir diese Veränderung klar geworden war, habe ich darauf geachtet, wieder Ruhe in meinen Gang zu bringen. Bewußt habe ich größere Schritte gemacht, dabei tief durchgeatmet und mich gezwungen, ruhiger zu laufen. Das war nicht immer einfach, oft mußte ich mich ermahnen, um nicht wieder in das falsche Muster zurückzufallen.

Inzwischen gelingt mir das ruhige Gehen sehr gut und so kennzeichnet wieder ein leichtes Schwanken, wie von einem Seemann an Land, mein Laufen.

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