Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 6 von 277)

Neujahrsvorsätze

Zum Jahreswechsel wird meine Apple Watch etwas albern und sagt „Schließe an sieben Tage in Folge alle drei Aktivitätsringe“.

Herausforderung 1

Aber nicht nur das, sie verlangt auch noch „Verbrauche diesen Monat an 14 Tagen 490 Bewegungskalorien“.

Herausforderung 2

Ich habe kurz gezuckt und dann aus tiefstem Herzen „FICK DICH, DU ARSCH!“ geantwortet.

Ist doch wahr! Die letzten 24 Monate habe ich jede Herausforderung bestanden.

Jede!

Einzelne!

Verfickte!

Herausforderung!

JE-DE!

Irgendwann ist dann auch mal Schluss mit dem Blödsinn.

Zwei Tage vor Weihnachten

So kurz vor den Feiertagen ist selbst der Parkplatz unseres Aldi gut gefüllt. Und trotz genug freien Plätzen muss der ein oder andere Automobilist sein Gefährt außerhalb der markierten Flächen und nah am Eingang abstellen.

Über den Platz schallt das Heulen eines Hundes, der alleine im Auto auf Frauchen oder Herrchen warten muss.

Vor dem Laden entsteht leichtes Gerangel um die letzten freien Einkaufswagen. Aber grundsätzlich ist die Stimmung ruhig und entspannt.

Im Laden wird eine ältere Dame mit Stock von den Mitarbeitern umsorgt. Scheinbar ist ihr das Gewusel der Menschen und die Aufregung so kurz vor dem Fest doch zu nah gegangen.

Weihnachtsstimmung in einer deutschen Großstadt.

Ruhestörung am heiligen Sonntag

Es klingelt. Vor 12 Uhr! An einem Sonntag!

Am Ton erkenne ich aber, daß jemand vor der Wohnung steht. Es kann also nur eine freundlicher Hausbewohner sein. Vielleicht mit einer Portion Weihnachtskekse oder einer Einladung zum gemeinsamen Kaffeetrinken?

Ich öffne. Vor mir steht eine völlig unbekannte junge Frau.

„Hallo, entschuldigen Sie die Störung. Kann ich mir von dem Haselnussstrauch vor Ihrem Haus ein paar Zweige abschneiden?“

WAAAAS?

„Ähm, Moin. Tja, ich bin hier nur Mieter, da müssten Sie den Eigentümer fragen.“ Hoffnung leuchtet in ihren Augen auf. „Aber der wohnt in Frankfurt und ist eher schwierig zu erreichen.“

Ihre Schulter sacken zusammen. „Ich würde ja nicht den ganzen Strauch abschneiden, nur so drei Zweige.“

„Tut mir leid, aber ich kann Ihnen dazu keine Erlaubnis geben. Ich kann es Ihnen auch gar nicht verbieten. Ist ja nicht mein Strauch.“

Enttäuscht zieht sie ab „Da kann man wohl nichts machen. Schönen Sonntag noch.“

Ich gucke ihr noch einen Moment nach und schüttele verwundert den Kopf. Auf was für Ideen die Leute kommen.

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