Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 180 von 279)

Mal wieder den Arsch hochgekriegt!

Nachdem wir seit ein paar Monaten Ökostrom vom örtlichen Versorger beziehen, sind wir durch die Aktion „Krötenwanderung“ von attac auf die Idee gekommen, die Bank zu wechseln. Die Seiten bei attac sind etwas unübersichtlich, aber mit ein bißchen Ausdauer kommt man an alle wichtigen Informationen.

Seit über 10 Jahren sind wir bei der Deutschen Bank, die sich aber im Laufe der Jahre immer unsympathischer präsentierte. Angefangen hat es mit dem „Peanuts“ Ausspruch des Bankchefs, in der Bankenkrise wurde gerne Hilfe vom Staat (also den Steuerzahlern) in Anspruch genommen und jetzt in der Eurokrise bringen sie auch ganz schnell ihre Schäfchen ins Trockene. Daß die Deutsche Bank  kräftig in die Waffen- und Atomindustrie investiert und auch beim Zocken auf Lebensmittelpreise mitmacht, war dann nur noch der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte.

Die neue Bank unseres Vertrauens ist die EthikBank, die ethisch-ökologisch arbeitet und Geld nur nach strengen Anlagekriterien verleiht.

So kann man auch mit wenig Geld Zeichen setzen.

Weihnachtsessen, Teil 1

Gestern abend gab es das erste Weihnachtsessen mit der Firma, diesmal nur Kollegen aus dem Büro, verdienstvolle Ex-Kolleginnen und zwei unserer Sozialarbeiter Tussies.

Das Restaurant liegt weit abgelegen im Wald und man muß lange vorbestellen, weil nur wenige Sitzplätze vorhanden sind. Aber es lohnt sich; wir waren jetzt schon zum dritten Mal dort.

Der Chef hat uns zu einer Vorspeise genötigt „Bestellt euch auch was, dann müssen die anderen nicht so lange auf die Leute mit Vorspeise warten.“ Eigentlich war er der einzige, der eine wollte, aber bei so einer Anweisung darf man ja nicht widersprechen.

Ich hatte Knoblauchbrot mit verschiedenen Aufstrichen, sehr knusprig und lecker…

…und als Hauptgang Gnocchi in Tomatensoße, überbacken mit Mozzarella.

Als ich nach Hause kam, hätte ich beinahe Schlafzimmerverbot gekriegt, weil ich so eine mächtige Knoblauchfahne hatte. 🙂

 

Der Baum brennt

Auch dieses Jahr haben wir den Baum bei Weihnachtsbaum.de gekauft, die ihn uns per Paketdienst bis in die Wohnung liefern.

Diesmal war er allerdings zu knapp über den Wurzeln abgesägt worden und das Ende zu breit für den Ständer.
Und wie immer in solchen Notfällen, fehlt natürlich das richtige Werkzeug. So mußte ich mit Hammer, Zange und einer dünnen Eisensäge arbeiten. (Memo an mich: Fuchsschwanz oder Stichsäge kaufen!)

Aber das Endergebnis zählt und der Baum sieht wieder ganz romantisch aus.

Foto mit PictureShow bearbeitet

Katzenscheiße oder ein Angriff auf Leib und Leben

Ich weiß nicht, ob Brösel damals wirklich wußte, was er tat, als der den schicksalhaften Satz schrieb „… und der Verlierer wird mit Katzenscheiße beworfen.“

Unsere Katze ist fast 20 Jahre alt und wie bei alten Leuten normal, hat sie einige Eigenarten entwickelt. So frißt sie z. B. nur noch das Billigfutter von Aldi. Das riecht ja schon sehr streng, wenn man es frisch aus dem Schälchen in ihren Napf kippt. Und wenn das Viech es verdaut hat, sei es nun durch die geänderte Körperchemie im Alter oder gewisse Drogen, die sie jetzt braucht, ist das Ergebnis so was von ekelhaft! Bäääh, börks, würg!!!

Sobald die Katze ihr Geschäft verrichtet hat, verbreitet sich schlagartig ein Pesthauch in der ganzen Wohnung. Schon von weitem kommt einem eine giftgrüne Wolke entgegen, der Blick trübt sich und es fühlt sich an, als würde die Netzhaut mit feinem Schmirgel vom Auge gehobelt. Atmen? Gaaanz verkehrt! Da könnte man gleich frische Lava runterschlucken. Wenn wir uns dann bis zum Katzenklo durchgekämpft haben, finden wir dort nicht selten einen Haufen vor, der gut von einem Brontosaurier stammen könnte.

Durch die ätzenden Dämpfe haben sich im Bad Kacheln von der Wand gelöst und den Bodenbelag mußten wir schon dreimal ersetzen!

Eines Tages habe ich versucht, mich mit einer Taucherbrille zu schützen. Aber das Glas beschlug, ich habe mir den Kopf an der Tür gestoßen und vor Schreck tief eingeatmet. Das nächste, an das ich mich erinnere, war meine Frau, die über mir gebeugt stand und mir mit einem Atemgerät Sauerstoff zuführte.

Es hilft ja auch nicht, das Badezimmerfenster durch einen großen Ventilator zu ersetzen. Das würde das Problem nur nach draußen verlagern und die Nachbarn wären sicher nicht begeistert. Und die direkte Verwertung in einer Biogasanlage ist nicht möglich, weil der Vermieter dem Bau einer solchen Anlage im Garten nicht zustimmt.

So leben wir täglich mit der Angst, daß nach einem Mördergeschäft der Katze die US Army unsere Wohnung stürmt, uns wegen des Besitzes von Massenvernichtungswaffen oder Bildung einer terroristischen Vereinigung mitnimmt, in irgendwelchen dunklen Kellern einsperrt und dort vergißt.

Stolpersteine

Jahrelang dachte ich, diese Stolpersteine wäre nur eine kurzfristige Aktion in meiner Stadt gewesen, da ich sonst nie etwas davon gehört habe und auch nie welche gesehen habe.

Doch heute Morgen habe ich zum ersten Mal welche in natura gesehen. Die Kollegin, mit der ich unterwegs war, konnte nicht verstehen, warum ich davon ein Foto machen wollte und so habe ich ihr den geschichtlichen Hintergrund erklärt. Diese kleinen Metallplatten werden vor Häusern oder an Stellen, wo früher Häuser standen, in den Boden eingelassen und erinnern an Opfer des Nationalsozialismus, die dort mal gelebt haben.

Das Projekt Stolpersteine auf Wikipedia und die Webseite des Künstlers Gunter Demnig.

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