Wir füttern die Vögel in unserem Garten schon seit langen Jahren ganzjährig. Meisen, ein Kleiber, hin und wieder ein Spatz und anderes Flatterviech, das wir noch nicht identifizieren konnten, nehmen das gerne an und lassen sich dabei beobachten.
Seit längerer Zeit gibt es aber einen nächtlichen Besucher, der versucht, in das Vogelhäuschen zu kommen. Wir hören ein leises Klappern, aber man sieht nichts. Unter Verdacht stand lange ein Marder, der sich schon mal am Auto eines Nachbarn vergnügt hatte.
Vor einiger Zeit bin ich eines Morgens gegen 6 Uhr von laut schreienden Elstern geweckt worden. Gut, die machen permanent Lärm, aber an dem Tag wollten sie sich überhaupt nicht beruhigen. Und da ich wieder dieses Klappern am Vogelfutterhäuschen hörte, habe ich vorsichtig die Rollade hochgezogen. Zu meiner Überraschung rannte ein Waschbär über die Wiese weg.
Ein paar Tage später war abends wieder ein Geräusch an der Vogelfutterstation. Im blassen Schimmer der nächtlichen Gartenbeleuchtung sah ich eine pummelige Gestalt, die sich wie Tarzan aus dem Baum abseilt. Dieser Waschbär ist recht hartnäckig!
Um die Sache gerichtsfest zu dokumentieren, habe ich dann eine Wildtierkamera besorgt und im Garten installiert. Schon in der ersten Nacht hatte ich Erfolg.

Um 3:20 Uhr greift der Waschbär beherzt in die Vogelfutterstation.
Nur warum? Da sind nur Körner drin. Und das kleine Bäumchen ist eine Weigela. Die blüht nur, die trägt keine Früchte. Es ist dort nichts, was für einen Bären interessant wäre.
Sehr seltsam.
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