
Die Welt um mich herum in Fotos und Texten


06.06. Köln, Lanxess Arena: Deep Purple sind auf ihrer wohl letzten Welttournee unterwegs und nach langen Jahren habe ich die Möglichkeit, sie wieder live zu sehen.
Da die Fans mit der Band gealtert sind, bestand das Publikum zum überwiegenden Teil aus Leuten jenseits der 50. So viel schütteres, weißes oder nicht mehr vorhandenes Haar und Rentnerwesten sieht man sonst wohl nur im Musikantenstadel.
Als Special Guest heizten Monster Truck ein. Eine kanadische Band, die mit krachendem Hard Rock die Halle zum beben und die ersten Leute zum tanzen brachte. Gegen Ende ihres 30 minütigen Sets tobte der Gitarrist wie Angus Young von AC/DC über die Bühne. Mir war der Sound der Band zu schwammig: man hörte die Keyboards gar nicht und ich hatte große Sorgen für das weitere Konzert.
In der Umbauphase wuselte ein Haufen Leute auf der Bühne herum. Es war wie in der Firma, nur daß hier alle arbeiteten und einer die Anweisungen gab und nicht umgekehrt.
Dann wurde es dunkel und das „Band In Ice“ Bild erschien auf einer Riesenleinwand im Hintergrund.

So blieb es einige Minuten und die Menge wurde schon unruhig, bevor Deep Purple endlich mit „Time For Bedlam“ die Show eröffneten. Dann folgte Song auf Song, teilweise begleitet von Videosequenzen auf dem Bildschirm im Hintergrund, eine stimmige Lichtshow und vor allem mit sehr viel Spielfreude und sichtbarem Spaß der Musiker.
Nach zwei Stunden endete das Spektakel mit einer furiosen Version von „Black Night“ und wir verließen mit einem breiten Grinsen im Gesicht die Halle.
Etwas schade fand ich nur, daß es „Highway Star“ nicht als Zugabe gab und Ian Paice als einziger kein Solo spielte. Das wäre für mich das Sahnehäubchen auf dem sonst perfekten Abend gewesen.
Ich hoffe, es gibt von der Tour CD und DVD, um diesen besonderen Moment auch in Zukunft genießen zu können.
Ein neuer Fund aus unserem Lager: herausgegeben 1990 vom renommierten Markt&Technik Verlag und zu einem Preis von 39,- DM verkauft, sind die Bücher heute inhaltlich total überholt.

Sie erinnern mich an meine Anfangsjahre am PC und daß ich damals durch einen Freund recht gute Kontakte zum Verlag hatte. So konnte ich den einen oder anderen kurzen Artikel in einer ihrer Fachzeitschriften veröffentlichen.
Bevor die Bücher jetzt aber in den Müll wandern, dienen sie mir noch kurz als Motiv.
Dieses seltsame Kunstwerk haben wir in der Firma bei einer Wohnungsauflösung abgegriffen.

Nach dem Blick darauf war ich (wie so oft) über den unendlichen Kitschfaktor erschüttert. Aber dann reifte in meinem Hirn eine Fotoidee: wenn andere Kartonmännchen, Stoff- oder Plastetiere in die Gegend stellen und ablichten, wieso sollte ich nicht diese Keramik dafür nutzen?
Gesagt, getan. Bei den ersten Versuchen waren jetzt nicht so die Knaller dabei, aber ich werde das fortführen. Es kann nur toll werden!
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