Heute bin ich im Lager wieder auf ein wunderschönes Exponat der Kitschkultur gestoßen.

Und wieder frage ich mich, wer stellt sowas her, wer kauft es und vor allem, warum stellt man sich so etwas in die Wohnung?
Die Welt um mich herum in Fotos und Texten
Heute bin ich im Lager wieder auf ein wunderschönes Exponat der Kitschkultur gestoßen.

Und wieder frage ich mich, wer stellt sowas her, wer kauft es und vor allem, warum stellt man sich so etwas in die Wohnung?
Obwohl unser Trinkwasser von den Stadtwerken gereinigt und auf hygienische Standards kontrolliert wird, können sich im Leitungsnetz und besonders auf den letzten Metern im Haus wieder einige unerwünschte Bestandteile ablagern.
Wenn es beim Trinken von Tee oder Kaffee auf guten Geschmack ankommt, können solche Zusatzstoffe den Genuss stören.
Daher nutzen wir seit Jahren einen Wasserfilter der Firma Brita. Und bei dem war jetzt nach fast acht Jahren regelmäßiger Nutzung die Batterie der Memoanzeige leer.

Ein kleines aber wichtiges Teil, das im Deckel des Wasserfilters sitzt und anzeigt, wann die Filterkartusche gewechselt werden muss.
Leider kann man die Batterie nicht selbst tauschen, weil das Gehäuse verklebt ist; logisch, da kann ja auch mal Wasser drankommen.
Eine Suche im Internetz ergab den Hinweis, daß der Hersteller das Teil kostenlos ersetzt und nach einem kurzen Telefonat mit dem Brita Kundenservice bekam ich innerhalb von ein paar Tagen ein neues Anzeigegerät.
Wobei ich mich frage, ob das jetzt alles so umweltfreundlich ist und es nicht doch eine Möglichkeit gäbe, die Batterie vom Kunden wechseln zu lassen.

Gestern noch erfreute mich diese Pflanze am Straßenrand.

Heute morgen ist sie ausgerissen, vertrocknet und musste tristem grauen Stein weichen.
Wind bläst durch die offene Tür herein und vertreibt die drückende, stickige Luft der Nacht.
Bei der Menge an Neuwagen in und vor dem Gebäude frage ich mich, wer das Geld dafür verdient. Ich höre Leute reden und telefonieren, sehe aber keine Kaufinteressenten.
Scheinbar sind die Mechaniker in der Werkstatt nebenan die einzigen, die arbeiten.
Ein Mann mit Kamera und Stativ fotografiert einzelne Fahrzeuge und notiert sich Daten vom Verkaufsschild.
Aus einem Radio hinter der Theke plärrt der üblich belanglose Mix an Musik, Werbung und Nachrichten, den Privatradios heutzutage anbieten.

Ich sitze an einem kleinen Tisch, eine Flasche Wasser vor mir und vertreibe mir die Zeit mit lesen, Nachrichten und Notizen schreiben.
Geruch von frischer Pizza und Zigaretten umweht mich.
Die Frau hinter hinter der Theke scheint die Einzige zu sein, die hier arbeitet. Sie bedient Kunden, sortiert Teller und Gläser, putzt den Tresen.
Ich beobachte durch die Fenster den Verkehr auf der Straße, höre aber nichts davon. Das Gebäude ist also gut isoliert. Bis auf das plärrende Radio eine Insel der Ruhe in der lauten Stadt.
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