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Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

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Die Impfung, Teil 3

Nebenwirkungen:

Gut 1h nach der Spritze bekam ich leichte Kopfschmerzen und wurde recht müde. Da ich mir den Tag frei genommen hatte, konnte ich einfach auf dem Sofa vor mich hindösen.

Ca. 12-13h später waren die Kopfschmerzen weg, dafür hatte ich eiskalte Hände und Füße und kriegte etwas Schüttelfrost. Ich bin dann ins Bett und auch recht schnell eingeschlafen.

Gegen 3 Uhr nachts wachte ich mit heißen Händen und Füßen auf, wunderte mich über diesen seltsamen Temperaturwechsel und schlief bald wieder ein.

Pünktlich um 7:30 Uhr weckte mich Pebbles. Die Katzen sind recht gnadenlos, wenn sie ihr Fressen wollen. Da zählen keine Krankheit oder Gebrechen, der Napf muss gefüllt werden!

Während ich verschlafen in die Küche wankte, überlegte ich, ob ich wieder arbeitsfähig war. Ein leichtes Schwindelgefühl und bleierne Müdigkeit überzeugten mich vom Gegenteil. So informiert ich kurz den Chef und die Kollegen und kroch zurück ins Bett.

Als ich nachmittags wieder wach wurde, hatte ich insgesamt 13 Stunden geschlafen, fühlte mich besser und konnte am nächsten Tag wieder arbeiten gehen.

Fazit: 2 Wochen grippaler Infekt in 2 Tag gepresst ist schon sehr blöd, aber es ist ja für einen guten Zweck. Von daher würde ich es jederzeit wieder machen, hoffe bei der 2. Spritze aber auf weniger Nebenwirkungen.

Nachbemerkung: meiner persönlichen und total unrepräsentativen Umfrage in der Firma zufolge, vertragen Männer die Impfung schlechter und leiden etwa 2-3 Tage unter mehr oder weniger starken Symptomen.

Frauen haben nur schwache Symptome, arbeiten weiter bzw. erscheinen am nächsten Tag ganz normal zur Arbeit.

Die Impfung, Teil 2

Nachdem in den letzten Tage einige Kollegen schon geimpft wurden und über mehr oder weniger heftige Nebenwirkungen berichteten, war heute mein Impftag.

Das örtliche Impfzentrum liegt auf einem ehemaligen Kasernengelände und am Eingang ist immer noch ein großes Tor. Dort stand in Wind und Kälte ein Sicherheitsmann.

„Guten Morgen. Haben Sie einen Impftermin?“
„Ja.“
„Dann fahren Sie immer geradeaus.“
„Danke.“
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Die Impfung, Teil 1

Heute nachmittag herrschte plötzlich Aufregung in der Firma „Wir können uns eher impfen lassen!“

Telefonate gingen hin und her, über das Intranet wurden Dokumente ausgetauscht, die Informationen zum geänderten Status unserer Impfberechtigung und eine Bestätigung des Arbeitgebers enthielten.

Mein Chef griff sich das Telefon und rief bei der städtischen Hotline an, um Impftermine für uns zu vereinbaren. Dann hing er eine geschlagene Stunde in der Warteschleife. Mit der üblichen nervigen Dudelmusik im Ohr, die ja nur zu dem Zweck existiert, einen in den Wahnsinn zu treiben.

Kurz bevor das geschah, kam er endlich durch und hatte in wenigen Minuten die gewünschten Termine.

Und so darf ich nächsten Dienstag im örtlichen Impfzentrum vorsprechen und mir den Chip von Bill Gates einpflanzen lassen.

The Black Crowes: Shake Your Money Maker 30th Anniversary Reissue

1990 hörte ich durch Zufall im Radio einen Bericht über eine neue Band aus den USA, die Black Crowes und deren erdige, raue Musik begeisterte mich sofort.

Diese Woche kam die Jubiläumsausgabe ihres ersten Albums in die Läden und heute lag meine Lieferung im Briefkasten.

Ich habe mich für die einfache Ausführung im Digipack ohne zusätzliche Beilagen wie ausführlichem Booklet, Tourposter und Aufkleber entschieden, weil es mir nur um die Musik geht. Natürlich hätte es da auch ein Download getan, aber Jubiläumsausgaben sind etwas besonderes, die kaufe ich grundsätzlich als echtes Medium.
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Arschkalt

Kinners, ich hab einen Tag hinter mir!

Heute war arbeiten angesagt und ich war schon recht früh unterwegs.

Um 9:20 Uhr verließ ich die Wohnung und befreite das Auto von Schnee und Eis. Dabei zerriß mir die Schutzfolie für die Frontscheibe, weil sie stellenweise dick festgefroren war. „Kein Problem,“ dachte ich, „die kann ich auf der Arbeit kleben“.

Beim Fahren hörte ich ein leises knackendes Geräusch, schob es auf das restliche Eis auf dem Auto und dachte nicht weiter darüber nach.

Gegen 9:50 Uhr kam ich auf der Arbeit an. Beim Abschließen des Autos hörte sich die Zentralverriegelung seltsam an. Also alle Türen überprüft und die Fahrertür war nicht abgeschlossen. Tür nochmal zugeworfen, Fernbedienung betätigt, gleiches komisches Geräusch.

Jetzt war guter Rat teuer! So offen konnte ich das Auto ja nicht an der Straße stehen lassen.

„Vielleicht kann ich ins Lager fahren und dort alles in Ruhe auftauen lassen,“ dachte ich und fuhr Richtung Firma. Dort stellte ich fest, daß Einfahrt und Hof so mit Eis und Schnee bedeckt waren, daß ein Rangieren der vor dem Lager geparkten LKW nicht möglich war.

Tja, dann musste ich eben die Heizung des Autos so lange laufen lassen, bis die Wärme des Innenraums zur Verriegelung vorgedrungen war und diese enteist hatte. Konnte ja nicht so lange dauern.

Im Endeffekt war ich über 1,5h unterwegs, über die Autobahnen und Landstraßen in der Umgebung und immer erklang das schon vorher gehörte, leise knackende Geräusch, was ich jetzt der nicht funktionierende Zentralverriegelung zuordnen konnte.
Zwischendurch habe mehrmals mit meiner Frau telefoniert, um meinem Frust und Ärger Luft zu machen, bevor endlich das erlösende Schließgeräusch der Verriegelung erklang.

Ich sag mal so: bei einem Auto, das neu und für nicht wenig Geld gekauft wurde, das knapp ein Jahr alt ist, darf so etwas einfach nicht passieren. Wenn man schon die mechanischen Türschlösser einspart, muß doch gewährleistet sein, daß die Türen immer und unter allen Bedingungen sicher zu verschließen sind.

Wird sowas vorher nicht ausgiebig getestet?

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