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Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

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Gegangen, um zu bleiben

Aus aktuellem Anlaß (Tod von David Bowie) habe ich überlegt, wie viele Musiker schon gestorben sind, deren Musik mich bisher begleitet hat und auch noch weiter begleiten wird.

1750: Johann Sebastian Bach
1791: Wolfgang Amadeus Mozart
1809: Joseph Haydn
1827: Ludwig van Beethoven
1921: Camille Saint-Saëns
1970: Jimi Hendrix, Janis Joplin
1980: Jon Bonham
1983: Muddy Waters
1990: Stevie Ray Vaughan
1991: Freddie Mercury
1998: Cozy Powell
2008: Rick Wright
2010: Ronnie James Dio
2012: Jon Lord

Zwar gibt es von diesen Leuten in Zukunft nichts (oder nur wenig) Neues, aber was sie bisher geschaffen haben, bläst weiterhin den Staub aus meinen Ohren und befreit meinen Kopf von schlechten Gedanken. Etwas besseres kann einem Künstler doch nicht passieren: über den Tod hinaus die Menschen mit seinem Schaffen berühren.

Mein Name ist Horst

Beim Facharzt. Das Wartezimmer ist gut gefüllt, doch es geht nicht vorwärts.

Erst nach 20 Minuten werden Patienten aufgerufen.

Das lange Sitzen hat den Leuten nicht gut getan und so erheben sie sich ächzend und schlurfen mit zombiartigen Bewegungen auf die freundliche Mitarbeiterin zu. Bevor sie die Leute auf die verschiedenen Behandlungszimmer verteilt, fragt sie jeden nach dem Vornamen. Danach herrscht wieder Ruhe.

Ein paar Minuten später: Namen aufrufen, Ächzen, Schlurfen, Vornamen abfragen.

Und wieder Ruhe.

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Tag 10 – 10. Januar

„Still liegen und wenig denken ist das wohlfeilste Arzneimittel für alle Krankheiten der Seele und wird, bei gutem Willen, von Stunde zu Stunde seines Gebrauchs angenehmer.“ Friedrich Nietzsche

Nichts zu denken, den Kopf wirklich ganz leer zu machen, ist gar nicht so einfach. Irgendein Gedanke blitzt immer auf und lenkt ab. Aber wenn man doch total abschalten, alles vergessen kann, tut das echt gut und befreit.

Tag 9 – 9. Januar

„Wer mit sich selbst in Frieden lebt, kommt nicht in Versuchung, anderen den Krieg zu erklären.“ Ernst Ferstl (österreichischer Lehrer und Schriftsteller)

Eigene Schwächen und Fehler zu erkennen und dazu zu stehen, ist verdammt schwierig. Es braucht Kraft und Mut, sich täglich mit den eigenen Unzulänglichkeiten auseinanderzusetzen. Da ist viel einfacher, die Schuld an allen Problemen auf andere zu schieben.

Tag 8 – 8. Januar

„Sieh zu, daß du nie die Nerven verlierst. Selbst der ehrlichste Finder könnte sie dir nicht zurückgeben.“ Unbekannter Verfasser

Die Nerven zu verlieren, kann schon mal passieren. Wenn eine Situation verfahren ist oder die Mitmenschen richtig anstrengend sind, kann man sich manchmal nur lautstark Erleichterung verschaffen.
Dann ist zwar kurz Ruhe, man erntet erschrockene Blicke oder auch eine Gegenrede, aber im Endeffekt ändert sich nichts. Ich bin genervt, schlecht gelaunt, bei nächster Gelegenheit wird wieder auf meinem Nervenkostüm herum getrampelt und der Kreislauf beginnt von vorne.

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