Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Bücher (Seite 2 von 11)

Buchkritik: Alan Bradley – Tote Vögel singen nicht 

Ein weiterer Krimi um Flavia de Luce, ihre Familie und das Dorf, in dessen Nähe der Familiensitz der de Luces liegt.

Diesmal wird der Mord an einem Agenten Ihrer Majestät und seine Aufklärung auf ca. 10 Seiten abgehandelt. Die restlichen über 300 Seiten schildern Flavias Probleme mit alten und neuen Familienmitgliedern, Sorgen um ihren Vater und die Auseinandersetzungen um das Erbe ihrer Mutter.

Und im letzten Viertel des Buches nimmt die Geschichte plötzlich eine völlig andere und unerwartete Richtung.
Das ist alles so spannend und eindringlich beschrieben, daß ich das Buch in nur zwei Tagen ausgelesen habe.

Wobei ich mich immer noch frage, wieso auf den Umschlagsbildern fast jedesmal eine Katze abgebildet ist. Flavia hat keine und in den Büchern wird auch nie von einer berichtet. Vielleicht ist es ja ein Markenzeichen der Illustratorin?

Buchkritik: Alan Bradley – Schlußakkord für einen Mord

Nach einem Jahr habe ich den 5. Band der Flavia de Luce Krimiserie gelesen und war von Anfang an direkt wieder in der Geschichte.

Wobei mir diesmal der Mord und seine Aufklärung, so skurril und spannend sie waren, nicht so wichtig war. Die Schilderung der Personen, ihr Verhalten und ihre Beziehungen untereinander, die Probleme um den Familiensitz der de Luces… all das macht für mich den wirklich fesselnden Teil der Geschichte aus.

Und das Buch endet mit einem Knall, der sich im Folgeband „Tote Vögel singen nicht“ fortsetzt.

Buchkritik: Thomas Mahler – In der Schlange

Nach dem Studium fand Thomas Mahler keine Stelle und finanzierte seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs. Irgendwann reichte das Geld nicht mehr und er beantragte Arbeitslosengeld. Er fiel sofort unter ALG 2, im Volksmund auch Hartz 4 genannt.

Was er in der Zeit des Bezugs erlebte, welche Gedanken und Ängste ihn beschäftigten, hat er in diesem Buch aufgeschrieben.

Ich habe es fast in einem Zug durchgelesen, so gefesselt hat es mich.

Die Gedanken, Erlebnisse, Antriebslosigkeit, Enttäuschungen, Vorhaltungen von Bekannten und sinnlosen Maßnahmen des Jobcenters, die Mahlers beschreibt, kann ich zum großen Teil sehr gut nachvollziehen. Mir ging es damals ähnlich.

Was mich etwas stört, ist die Abwehrhaltung Mahlers gegenüber seinen Leidensgenossen, besonders wenn diese aus „einfachen“ Verhältnissen stammen. Als hätte er Angst, sich bei ihnen mit Langzeitarbeitslosigkeit oder ewigen Minijobs anzustecken, wehrt er sie gedanklich ab, schaut auf sie herab und lacht über sie.

Da scheint in seiner Erziehung und seinem bisherigen Leben ein gewisser Mangel Erfahrung zu herrschen.

Fazit: wer wissen möchte, wie es sich anfühlt, zu den gesellschaftlich Abgehängten zu gehören und vom guten Willen des Sachbearbeiters Jobcenters abhängig zu sein, erhält mit diesem Buch einen kleinen Einblick in die Situation von Langzeitarbeitslosen.

Trotz kleiner inhaltlicher Mängel ein sehr empfehlenswertes Buch. Es sollte Pflichtlektüre an Schulen sein!

Buchkritik: Tom Hillenbrand – Drohnenland

Europa in naher Zukunft: alles und jeder wird überwacht. Aus den so gewonnenen Daten läßt sich vorhersagen, wie sich ein Mensch verhält und jedes Verbrechen in kurzer Zeit klären. Daher löst die Polizei ihre Fälle schnell vom Schreibtisch aus.

Kommisar Westerhuizen und die Datenspezialistin Ava Bittman sollen den Mord an einem Abgeordneten aufklären. Was als Routinefall erscheint, entwickelt sich immer mehr zu eine Verwirrspiel, bei dem die handelnden Parteien nicht klar sind, jeder seine eigenen Interessen verfolgt und am Ende eine große Verschwörung aufgedeckt wird.

Ein bedrückender Ausblick auf eine mögliche Zukunft, in der sich Europa durch den Klimawandel und die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen grundlegend verändert hat. Sehr spannend geschrieben auch wenn das Ende etwas konventionell ausfällt.

Als Taschenbuch bei Amazon für 10 Euro.

Geburtstagsnachlese

Dieses Jahr zog sich das Beschenken zum Geburtstag länger hin als üblich. Am eigentlichen Tag überhäufte man mich mit Post, guten Wünschen, Leckereien, Alkohol, Musik und witzigen Geschenken.

Aber die Kollegen in der Firma hatten mich (zumindest teilweise) vergessen, ein Geschenk war gar nicht für mich gedacht und der Besuch der Familie klappte nicht.

Und so hat es bis diese Woche gedauert, bis alle Geschenke bei mir eingetrafen.

 

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