Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Arbeit (Seite 21 von 46)

CallCenter Anruf

Ich liebe CallCenter Anrufe. Also… manchmal… wenn ich gut drauf bin…

Gestern war es mal wieder so weit: unsere Bürohandy klingelte und die Anruferkennung zeigte eine 0177… Nummer an. Es konnte also keines der Außenteams sein, weil deren Nummern mit Namen im Adressbuch gespeichert sind.

Auf mein freundliches „Ja, halloooo!“ hatte ich die Stimme einer fremde Dame im Ohr „Hier ist Kerstin Musterhausen-Schwabedingens vom e-plus Kundencenter. Spreche ich mit Herrn S.?“ (Warum haben CallCenter Mitarbeiter eigentlich immer so lange Namen? Damit man sie sich nicht merken kann?)

Ich: „Nö, das ist mein Chef. Aber der ist aushäusig. Kann ich Ihnen vielleicht weiterhelfen?“

Dame: „Tjaaa, ich würde ihm gerne ein Angebot machen.“

Ich: „Hmm, das wird schwierig. Dieses Handy wird nämlich in der Firma genutzt.“

Dame: „Vielleicht möchten Sie ja auf ein neues Gerät wechseln. Wir hätten da einiges im Angebot.“

Ich: „Oh ne, das ist ganz schlecht. Die Geräte werden von den Kollegen mit raus genommen, um uns hier im Büro jederzeit zu erreichen. Damit die keinen Unfug damit machen, haben wir alle abgehenden Nummern gesperrt und nur unser Bürotelefon freigegeben. Und wie die damit umgehen! Da landet gerne mal ein Handy im Müll. Und letztens hatte ein Kollege vergessen, es nach Feierabend abzugeben und war dann in eine Schlägerei verwickelt. Die Polizei hat ihn für zwei Tage einkassiert und wir hatten große Mühe, das Gerät wiederzukriegen. Und dann haben wir festgestellt, daß die Polizei es wohl geöffnet und die SIM Karte rausgenommen hat. Sie können sich sicher vorstellen, was da mit einem neuen Gerät alles passieren würde.“

Entsetztes Aufstöhnen am anderen Ende der Leitung. „Ach, das ist ja fürchterlich! Aber vielleicht möchte Ihr Chef sich ja ein neues Gerät für privat zulegen?“

Ich: „Hmmmm, das wird sehr schwierig. Da müßten Sie schon mindestens mit einem iPhone 5 rüberkommen. Der Chef ist nämlich voll der Technik-Freak, bestens ausgerüstet, nur die neueste und teuerste Technik.“

Dame (schluckt hörbar): „Ne, damit kann ich leider nicht dienen. Na dann, einen schönen Tag noch und weiterhin alless Gute für Ihren Chef.“

Ich: „Danke, wünsche ich Ihnen auch.“ Mit einem fetten Grinsen lege ich auf.

Als ich mich umdrehe, hängt mein Chef mit vor Lachem puterrotem Gesicht im Stuhl: „Sowas macht dir Spaß, was?“

Hä? Wie kommt er denn darauf?

 

Schweizer Qualität

Auch ein Produkt mit der besten Qualität gibt irgendwann mal den Geist auf.

Ich habe das Messer letztes Jahr von einem Kunden als Geschenk erhalten, aber wenig genutzt. Heute zeigte das USB Modul an, daß 160GB belegt sind und ich konnte Dateien nicht mehr öffnen oder löschen. Formatieren scheiterte an fehlenden Rechten am Büro PC (gna, gna, gna). Mal sehen, was der Rechner zuhause sagt.

Obwohl, Vertrauen habe ich zu dem Stick jetzt nicht mehr so.

 

Weihnachten naht wieder

Nachdem die Geschäfte schon seit drei Wochen weihnachtlichen Süßkram verkaufen, haben die Kollegen vom Lager nachgelegt: ein großes Regal voll mit Weihnachtsdeko. Von künstlichen Weihnachtssternen über Kerzen, Nikoläuse, Lichterketten bis hin zu Tassen und Tellern mit Weihnachtsmotiven bieten sie alles an, was Herz und Auge erfreut.

Jetzt fehlt nur noch etwas Tannenduft und die passende Musik, um so richtig romantische Stimmung aufkommen zu lassen. Ach, Kinder, ist das nicht schön?

Ein tolles Angebot

Es ist immer wieder faszinierend, was die Kollegen aus Wohnungsauflösungen alles anschleppen.

Diese wunderschöne Garderobe im 70er Jahre Stil kam gestern rein. Etwas gereinigt und mit 30€ ausgezeichnet, wird sie ohne Frage schnell einen Liebhaber finden.

 

iPhoneography bringt die Menschen ins Gespräch

Ich komme auf dem Firmenhof an diesem Aschenbecher vorbei und mein Gehirn schreit „MOTIV!“.

mit BestCamera bearbeitet

Also das iPhone gezückt und gezielt. Da spricht mich jemand von der Seite an „Was ist Ihnen den jetzt eingefallen?“ Ein Lehrling guckt mich mit großen Augen an.

„Nichts“ entgegne ich „Ich mache ein Foto davon.“

„Vom Aschenbecher? Wollen Sie etwa zählen, wieviel wir rauchen?“ Er kichert.

„Ja, das wird jeden Tag zu Geschäftsleitung gemeldet.“

Der junge Mann guckt irritiert „Da gehe ich jetzt lieber woanders rauchen.“

Ein zweiter Kollege mischt sich ein „Wie wollen Sie denn die Kippen den Leuten zuordnen?“

„Tja“, gebe ich zu bedenken „da machen wir natürlich DNA-Tests. Noch nie CSI gesehen?“

Jetzt habe ich sie entgültig verunsichert und sie starren mir mit offenen Mündern hinterher, während ich grinsend meinen Weg fortsetze.

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