Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Allgemein (Seite 32 von 36)

Aua!

Vor gut 2 Wochen wurde ich an einem Leistenbruch operiert. Meine Schwester hatte mir ein Angebot gemacht, das ich nicht ablehnen konnte, so daß die OP ambulant durchgeführt wurde.

Anfangs war es recht lustig: ich sollte mich ausziehen und dafür so ’n Flatterhemd, ein kleidsames grünes Häubchen und blaue Sockenschoner anziehen. Als ich meine Sachen in den Spind packte, hörte ich hinter mir ein Geräusch. In der Annahme, daß es sich um jemanden vom OP Personal handelte, drehte ich mich mir einem freundlichen „Moggään“ um. Aber es war nur eine Omi, die sich hecktisch ihr Hemdchen über dem faltigen Hintern zuzog. 😀

Ich mußte noch einige Minuten warten und dann holte mich eine Schwester zur OP ab. Als ich dort auf dem Tisch lag, begannen die üblichen Vorbereitungen.
Mein Blick streifte die Decke und mir fiel auf, daß diese etlich dunkle Flecken hatte. Eine Stelle sah aus, als wäre dort mächtig Blut hingespritzt und nachlässig abgewischt worden. Und so meinte ich „Na ja, die Decke könnte auch mal einen Anstrich vertragen.“ Worauf vier vermummte Köpfe hochschossen. 😀

Tja, dann hieß es „Jetzt schlafen Sie mal.“ Daraufhin habe ich die Augen zugemacht und alles löste sich auf, so wie die Frau in der Saturn Werbung.

Narkose (Versuch einer Darstellung)

Irgendwann wurde ich wieder wach und nach einiger Zeit kam eine Schwester rein, stellte mein Kopfteil hoch und half mir auf.
So konnte ich auch zum ersten Mal meinen Unterleib ansehen: er war vom Bauchnabel bis zwischen die Beine, von der linken Leiste bis zur rechten Hüfte mit einem riesigen weißen Pflaster bedeckt. Außerdem hatten sie mit dieser orangenen Desinfektionslösung mächtig rumgesaut, so daß ich bis auf die Unterschenkel Flecken hatte.

Nachdem man der Ansicht war, mich gefahrlos entlassen zu können, kam meine Schwester, half mir beim Anziehen und brachte mich nach Hause. Auf dem Weg und den Rest des Tages habe ich die ganze Zeit gequatscht. Wohl eine Auswirkung der Narkose. 😉

Auswirkungen der OP:

  • alles unterhalb der Knie ist unerreichbar (erklär das mal der Katze, wenn sie Hunger hat)
  • lachen, niesen und husten sind AUAAAAA!!!!!
  • aufstehen und hinsetzen ist AUAAA
  • schlafen nur auf dem Rücken oder der linken Seite (Positionswechsel: AUA)
  • laufen geht nur ganz langsam

Sonnenuntergang

Nach einem durchwachsenen Tag mit ein paar Schauern geht die Sonne unter und sendet einen letzten Gruß durchs Küchenfenster.

 

Auf dem Amt

Ich finde Amtsflure wunderbar heimelig und gemütlich. Man kann sich dort so richtig zuhause fühlen, darum bin ich so gerne dort.

 

55. Jahrestag

Heute gedenke ich der Opfer des Volksaufstandes in der DDR; seien sie ermordet oder ihr Leben durch Gefängnis und Verfolgung zerstört.
Nur acht Jahre nach Krieg und Diktatur war das Verständnis von Demokratie (griech., Herrschaft des Volkes) wohl größer als heutzutage.

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