Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Allgemein (Seite 29 von 36)

Hilfe gesucht!

Als einzige Partei, die wirklich etwas von neuen Medien, Internet und IT versteht, braucht die Piratenpartei Deine Hilfe.

Um bei der Wahl zum 17. Bundestag am 27. September auf den Wahlzetteln zu stehen, muß die Partei pro Landesliste bis zu 2000 Stimmen und für jeden Direktkanidaten mind. 200 Stimmen vorlegen. Das hört sich erst mal wenig an, aber bei 11 Landeslisten und 10 Direktkandidaten kommt da einiges zusammen.

Die Unterstützung, um die ich Dich hier bitte, bedeutet nicht, daß Du am Wahltag auch Dein Kreuzchen bei den Piraten machen mußt. Es heißt nur, daß Du Dein Recht als Bürger wahrnimmst und an der Zusammensetzung des Wahlzettels mitarbeitest.

Antworten auf Fragen, das nötige Formular und natürlich das Programm der Piratenpartei findest Du unter diesem Link (nicht mehr gültig).

Wenn Dir Datenschutz und -sicherheit sowie ein freies Internet am Herzen liegen und Begriffe wie Vorratsdatenspeicherung, Internet Zensur oder Kopierschutz Deinen Blutdruck beängstigend steigern, bitte ich Dich um Deine Unterstützung.

Die Piratenpartei Deutschland

Deine Stimme gegen Internetzensur!

Folgenden Text habe ich aus dem Blog von Max Winde „geliehen“. Wer ausführlichere Infos sucht, findet sie in einer PDF Datei von Christian Wöhrl.

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Hallo!

Normalerweise bin ich überhaupt kein Freund von Massenmailings, ich lehne sie eigentlich sogar ab. Der Grund, warum ich mich heute an dich wende, erscheint mir jedoch wichtig genug dieses so verpönte Mittel dennoch einzusetzen, um möglichst viele Freunde, Bekannte und Verwandte zu erreichen.

Vermutlich habt ihr schon von Frau von der Leyens Internetzensurversuch gehört, der als Schutz von Kindern vor Missbrauch durch Kinderpornografie verkauft wird.

Dieses Gesetz soll Internetprovider dazu verpflichten, den Datenverkehr zu bestimmten Websites auf eine spezielle Stoppseite umzuleiten. Diese Liste wird vom BKA erstellt, unterliegt keiner öffentlichen oder gerichtlichen Kontrolle. Webseitenbetreiber werden nicht darüber informiert, wenn ihre Seiten gesperrt werden, haben keine Möglichkeit gegen ein Sperrung Widerspruch einzulegen oder auch nur zu erfahren warum ihre Seite überhaupt gesperrt wurde.

Besucht man eine gesperrte Seite gelangt man automatisch ins Raster des BKA.

Dieses Gesetz dient nicht dazu, Kinder vor Missbrauch zu schützen. Es dient nicht dazu, die Täter dingfest zu machen. Es dient nicht mal dazu, Kinderpornografie aus dem Netz zu entfernen. Es wird lediglich ein „Vorhang“ vor Kinderpornografie gehängt.

Stichproben aus Ländern mit Sperrlisten zeigen, dass sich die Polizei offensichtlich nicht mehr die Mühe macht  Kinderpornografie aus dem Netz tatsächlich zu entfernen, weil man ja den praktischen „Vorhang“ hat. Die Verbreitung von Kinderpornografie wird durch ein solches Gesetz also eher gefördert denn verhindert.

Dass übrigens nicht nur irgendwelche dubiosen Seiten auf die Sperrliste gelangen, sondern auch Seiten die jeder von uns tagtäglich besucht, beweisen Fälle aus Großbritannien, wo Seiten wie die Wikipedia und Archive.org schon gesperrt wurden.

Auch weckt ein solches Gesetz natürlich ganz neue Begehrlichkeiten bei verschiedenen Lobygruppen wie Vertretern der Musik- und Filmindustrie, Verlagen, Betreibern von Erotikseiten oder Glücksspielanbietern doch bitte auch Seiten bei vermeintlichen Urheberrechtsverstößen oder schlicht die Seiten von Konkurrenten zu sperren.

In der Hoffnung dieses Gesetz vielleicht doch noch stoppen zu können, haben Freunde von mir auf der Petitonsseite des Bundestags eine Protestpetition gegen diesen Gesetzentwurf eingereicht. Die Petition dürfte schon jetzt die erfolgreichste in der Geschichte der Bundesrepublik sein: Vermutlich werden die für eine erfolgreiche Petition nötigen 50.000 Stimmen bereits erreicht sein, wenn dich diese Mail erreicht, nachdem die Petition gerade mal 3 Tage online ist. (Aktuell sind es fast 85.000. Anm. des Posters)

Aber das ist nicht genug: Es geht darum ein möglichst deutliches Zeichen gegen diesen unwirksamen, populistischen und mit Sicherheit verfassungsfeindlichen Gesetzentwurf zu setzen.

In Zeiten, in denen Zeitungs-, TV- und Radioredaktionen auf Grund von wirtschaftlichen Zwängen immer weiter zusammengeschrumpft werden, ist ein freies, unzensiertes Internet für eine funktionierende Demokratie wichtig, sogar überlebenswichtig.

Darum würde ich mich sehr freuen, wenn du dich dazu entscheiden könntest, deine Stimme auch unter unsere Petition zu setzen.

Vielen Dank!
Max

Was vom Leben bleibt

Ein paar Säcke mit Kleidung, die keiner will, ein paar Möbel für die Caritas und Fotos. Und wenn die Verstorbene nicht besonders familiär war, bleiben auch kaum Erinnerungen.

 

Ein Tag beim Arbeitsamt

3. Stock, Zimmer 332, Nummer ziehen und warten. Gut, daß ich mir reichlich Lesestoff eingesteckt habe.

Nach ca. 30 Minuten ist meine Nummer dran. Ich will dem Mann die Gründe meines Erscheinens schildern, komme aber nur bis "Ich wollte nachfragen, wie das mit meinem Widerspruch…" – "Da geh'n Sie in den 4. Stock, Zimmer 429" und raus schiebt er mich.

Ok, also noch 'ne Treppe höher. Im Zimmer ist kein Licht und die Tür ist verschlossen. Na ja, ich warte erst mal.
Nach 15 Minuten wird es mir zu bunt und ich gehe ins Nebenzimmer: "Wissen Sie, ob in Zimmer 429 jemand ist? Der Kollege von 332 hat mich hier hoch geschickt." – "Nö, der Kollege ist heute zur Schulung. Versuchen Sie es mal in 448."

Ok, um die Ecke rechts und dann links. Vor 448 sitzt keiner, also klopfe ich an. "Warten Sie, ich rufe Sie rein." 5 Minuten später ist die Dame bereit.
Ich sage wieder mein Sprüchlein auf. "Da bin ich nicht zuständig, ich bin nur Rechtsabteilung. Aber ich notiere Ihre Frage und leite das dem Kollegen weiter. Der wird sich dann schriftlich bei Ihnen melden."
Da ich auch noch ein paar Unterlagen abgeben muß, frage ich, ob sie irgendeine Ahnung hat, wo ich deswegen hin muß oder wer mir weiterhelfen könnte. "Nein, da weiß ich nichts. Aber für Ihren PLZ-Bereich ist Zimmer 244 zuständig. Müssen Sie dort mal fragen."

Na ja, da ich nichts weiter vorhabe, latsche ich wieder die Treppen runter. Vor Zimmer 244 muß ich wieder Nummer ziehen und warten. Nach weiteren 30 Minuten bin ich dran: "Als ich mich im Oktober arbeitslos gemeldet habe, hat man mir gesagt, ich müßte bis Ende Februar wieder vorbeikommen. Aber bis jetzt kann mir keiner sagen, wohin ich muß oder wer für mich zuständig ist."
"Tja, da bin ich nicht zuständig. Da müssen Sie ins Zimmer 332."
"Ja, da war ich vor 1,5 Std. schon und seitdem irre ich durch's Haus. Eigentlich brauche ich ja nur einen Stempel, daß ich hier war und will diese Unterlagen abgeben."
"Och, die Unterlagen kann ich auch entgegen nehmen; leite ich weiter. Da müssen Sie nicht nochmal warten.
Und wegen des Stempels, da brauchen Sie nicht regelmäßig herzukommen. Sie kriegen eine Einladung. Aber ich mache Ihnen einen Stempel auf Ihre Karte, daß Sie heute da waren. Können Sie dann beim nächsten Mal vorzeigen."

Damit bin ich entlassen.

Die Geschichte ist zwar schon vier Jahre her, aber durch Gespräche mit anderen weiß ich, daß sich nicht viel am Ablauf geändert hat.

 

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