Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Allgemein (Seite 23 von 36)

Werbung mit Englisch

Auf dem Weg zur Arbeit stach mir diese Plakat ins Auge. Ich frage mich, welches kranke Werbetexterhirn diesen Spruch abgesondert hat. Ist es wirklich nötig, hier mit einem Anglizismus zu arbeiten? „Miet mich!“ hätte zwar nicht diese Lautverdoppelung, um die es wohl geht, aber es wäre ebenso treffend, knackig und für jeden verständlich.

Aber wir sind ja sooo toooll mit dem „Miet me!“

Trottel!

 

 

Gedanken an Mutter

Beim Rumsuchen in meinem Ablagefach bin ich eben auf diesen Zettel gestoßen. Ich habe ihn vor Monaten vor Vaters Aufräumwut gerettet. Es sind Mutters Notizen zu Bus- und Zugverbindungen.

Über Jahre hat sie diese Zettel geschrieben, wenn sie und Vater zu Reisen oder Familienbesuchen loszogen. Ob das schon frühe Anzeigen ihrer Krankheit waren, läßt sich heute natürlich nicht mehr sagen.

Daß ich diese Notizen ausgerechnet heute, am Totensonntag, wiederfinde, macht mich einerseits traurig, weil sie nicht mehr bei uns ist. Andererseits bin ich froh, daß Mutter durch solche Kleinigkeiten immer wieder unerwartet in unserem Alltag auftaucht.

Alte Schätze

Durch Zufall habe ich heute in dem dicken Ordner mit Unterlagen über meine Ahnen einen großen Schatz entdeckt.

Vater hat die Dokumente und Fotos unserer Vorfahren ordentlich nach Personen in Plastikhüllen einsortiert. Dabei ist auch eine Hülle mit Sachen von meiner Konfirmation, die ich sonst immer überblättert habe. Aber heute habe ich mal genau nachgesehen.

Neben den direkt sichtbaren Sachen enthielt sie eine große Überraschung: Dokumente, Postkarten und Zettel aus den ersten 30 Jahren meines Lebens!

  • Zeitungsanzeige anläßlich meiner Geburt
  • Kinderpaß von 1966 (leider ohne Foto)
  • Postkarte aus meiner ersten Kinderfreizeit auf Ameland an Mutter
  • Selbstbemalter Geschenkanhänger für Vater
  • Zwei schriftliche Bitten an Vater, mir Batterien aufzuladen
  • Osterkarte an Vater
  • Konfirmationsurkunde und Gottesdienstprogramm
  • Postkarte aus einer Jugendfreizeit an meine Schwester
  • Ein ausgemalter Schlumpf
  • Foto für den Schülerausweis
  • Gratulationsurkunde der Stadt zum 18. Geburtstag
  • Postkarte aus Frankreich an meine Eltern (erster Urlaub mit der  Freundin)
  • Danksagung für die Hilfe im Diakonischen Jahr
  • Einladung zu unserer Hochzeit, Gottesdienstprogramm und Schleife fürs Auto
    (wobei zwischen den letzten beiden Positionen ca. 11 Jahre liegen)

Viele dieser Dinge haben direkt Erinnerungen geweckt und so konnte ich meiner Frau einige Geschichten von damals erzählen, die sie noch nicht kannte.

Es gibt so Momente im Leben…

Gestern, beim Verlassen der Tiefgarage fiel mir ein Mann auf, der legalen oder illegalen Substanzen wohl ausgiebig zugesprochen hatte und leicht schwankend auf dem Randstreifen der Ausfahrt stand. Irgendetwas an seiner Haltung kam mir seltsam vor. Da ich aber gegen das Tageslicht fuhr, konnte ich es nicht einordnen.

Dann fiel das Licht meiner Scheinwerfer auf ihn und ich sah, daß er den Hosenstall offen hatte, sein Schniedelwuz raushing und er mit leicht verdrehten Augen pinkelte. Es hatte sich bereits eine große Pfütze vor seinen Füßen gebildet.

Dieses Bild werde ich wohl bis an mein Lebensende nicht vergessen…

 

Der ewige Kampf mit dem Rasen

Die Nachbarn in unserem Haus sind fast alles Rentner und haben genug Geld, um sich schicke Autos zu leisten. Wenn aber der Hausbesitzer Gärtner mit der Rasenpflege beauftragen will, heißt es jedesmal "Ach ne, das ist doch zu teuer. Das können wir doch selbst machen."

Und so wird heute wieder, wie jedes Frühjahr, der hauseigene Rasenmäher in die Werkstatt gekarrt, weil er über Winter schlapp gemacht hat und nicht mehr anspringt. Dann wird Benzin gekauft und das Rasenmähen beginnt. Da die Rasenfläche nicht gerade klein ist, dauert es gut eine Stunde Zeit und je nach Wetter auch sehr viel Schweiß.

Irgendwann hatte ich auf diesen Blödsinn keine Lust mehr und habe meinen Heuschnupfen als Ausrede genutzt. 😀

 

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