Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Kategorie: Allgemein (Seite 11 von 36)

Fast geschenkt

Heute kam überraschende Post von der Regierung: zwei Berechtigungsscheine für FFP2 Masken zum Vorzugspreis.

Nachmittags habe ich den ersten Gutschein bei der Apotheke eingelöst, wobei mir die Apothekenfachkraft etwas unwillig oder genervt vorkam.

 

Ich habe wohl eins der letzten Paket aus ihrem Vorrat gekriegt, denn am Tresen neben mir wurde eine Frau vertröstet. Man sei so von der Nachfrage überrascht worden, daß man keine Masken mehr frei verkaufen könne.

Seltsam. Die Idee, daß solche Masken beim Einkauf und im ÖPNV Pflicht werden, geistert ja schon einige Zeit durch die Medien.

Beim Einkauf, Folge 37.315

An der Wursttheke.

Ich „Ich hätte gerne zwei Lagen Kernschinken.“
Wurstfachverkäuferin „Geräuchert oder luftgetrocknet?
Wenn geräuchert, über Buchenholz oder normal?
Deutschen, österreichischen oder französischen?
Wenn deutschen, aus Norddeutschland oder dem Alpenvorland?
Wenn französischen, von der Loire, aus der Normandie oder vom Mittelmeerraum?
Wenn österreichischen… urgs, kchkchkch…“

Weitere Fragen ihrerseits gingen in einem unverständlichen Röcheln unter, während sich meine Hände wie zwei stählerne Schraubzwingen unerbittlich um ihren Hals legten.

Es geht schon wieder los!

Mittwoch: Einkauf im real,-:
Am Regal mit dem Klopapier steht der Hinweis „Bitte nur 1 Paket pro Kunde“.

Donnerstag: Einkauf in örtlichen Supermarkt:
Die haben nur noch Klopapier, was laut Aufdruck für italienische Hotels gedacht ist. Das hatten sie auch schon im Frühjahr, kauft wohl keiner.

Freitag: Einkauf bei Aldi und Netto:
Die Paletten mit Klopapier sind vollständig leer.

Nach dem Angebot von Nudeln, Reis, Mehl oder Zucker habe ich in den Läden nicht geguckt. Es war mir einfach zu dämlich.

Ich meine, es war im Frühjahr blödsinnig, diese Sachen zu hamstern und es ist jetzt genauso blödsinnig, sie wieder zu hamstern. Selbst wenn Beschränkungen eingeführt werden, einkaufen darf man ja weiterhin! Und die Geschäfte kriegen ganz normal jede Woche ihre Ware geliefert.

Ruhestörung

„Der Kühlschrank stinkt!“ Der entsetzte Aufschrei meiner Frau reißt mich aus der Wochenendlethargie.

„Wir müssen den auswaschen!“ Ich stelle mich schlafend, aber es hilft nicht.

Und so verbringen wir die nächste Stunde in der Küche, räumen den Kühlschrank aus und putzen alles gründlich ab.

Der Erfolg bleibt nicht aus und wir sinken zufrieden und glücklich aufs Sofa.

Abends, beim Vorbereiten des Abendessen, klagt die Liebste schon wieder über üblen Geruch aus dem Kühlgerät.

„Das muss aber jetzt was anderes sein“, gebe ich zu bedenken, „nach der Putzaktion heute Mittag kann es doch gar nicht mehr riechen!“

Intensive Nachforschungen bringen den Übeltäter schnell ans Tageslicht: ein harmloses Stück Brie-Käse von Aldi ist etwas nachgereift und dampft fröhlich vor sich hin.

„Na ja,“ meint die Liebste, „wenigstens ist der Kühlschrank jetzt sauber.“

Bonpflicht? Ja, bitte!

Aktuell gibt es in den Medien große Aufregung um die sogenannten Bonpflicht: Nach einer Verordnung der Finanzbehörden müssen Verkäufer den Kunden für jeden Verkauf einen Beleg aushändigen. Damit soll Steuerbetrug beim Kassieren vermieden werden.

Mir kommt das ganz recht: Ich verlange beim einkaufen schon seit Jahren die Kassenbons und nehme sie mit nach Hause.

Dann schreibe ich auf, wieviel ich in welchem Geschäft ausgegeben habe und weiß immer, ob das eingeplante Geld für den Monat reicht.

Zusätzlich notiere ich regelmäßig Produkte und ihren Preis. So kann ich nachvollziehen, wenn etwas teurer wird oder (viel schlimmer, weil unauffälliger) der Hersteller weniger Packungsinhalt für den gleichen (oder sogar höheren) Preis anbietet.

Dieses System macht zwar etwas Arbeit, aber ich merke schnell, ob ein Laden das ein Produkt billiger anbietet. Dann kaufen wir dort auf Vorrat ein.

Es geht schließlich um unser kostbares Geld! Wir haben zu lange von zu wenig Geld leben müssen, das Sparen beim Einkauf kriegen wir nicht mehr raus.

Das hat andererseits aber den positiven Effekt, daß wir eingespartes Geld gerne für höherwertige Lebensmittel ausgeben.

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