Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 81 von 273)

5 Gründe, den Messenger zu wechseln

Nachdem WhatsApp mal wieder seine Nutzungsbedingungen zum Nachteil den Anwender geändert hat, sollte dem Letzten endlich klar sein, daß sich dieser Dienst ausschließlich um das eigene Wohlergehen und das der Mutter Facebook kümmert.

Die Webseite Netzpolitik hat ganz kompakt die Gründe aufgelistet, warum man WhatsApp spätestens jetzt den Rücken kehren sollte:

  • WhatsApp ist nicht kostenlos: Nein, auch wenn man die App kostenlos herunterladen kann – umsonst ist sie nicht zu haben. Dass man mit den eigenen Daten bezahlt, klingt inzwischen zwar abgedroschen – trifft den Nagel aber auf den Kopf. Was Facebook finanziell so erfolgreich macht, sind die umfassenden Informationen, die das Unternehmen über seine Nutzer und auch Menschen ohne Account sammelt – und die Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit, unsere Emotionen und unsere Informationen zu vermarkten.
  • Endlich mit ruhigem Gewissen chatten: Anders als WhatsApp sind viele Alternativen Open-Source-basiert. Das heißt, dass der Quellcode der Programme einsehbar ist und von unabhängigen Experten geprüft werden kann. Man muss sich also nicht auf Versprechen verlassen, dass wirklich hohe Sicherheitsstandards zum Einsatz kommen, sondern kann sich wirklich sicher sein.
  • Es ist so einfach: Viele Alternativen zu WhatsApp sind inzwischen genau so einfach zu bedienen und verfügen über gleiche oder ähnliche Features wie der Marktführer. Weder für die Installationen noch für die Anwendung benötigt man heute noch technisches Fachwissen.
  • Gegen den intransparenten Monopolisten: WhatsApp gehört Facebook. Das Unternehmen beherrscht mit seiner Netzwerkplattform, seinen beiden Messengern und seinem Fotodienst Instagram weite Teile des Social-Media-Marktes. Während der Konzern mit den Informationen über Nutzer Millardengewinne macht, ist er gleichzeitig für seine eigene Intransparenz bekannt. WhatsApp musste sogar erst gerichtlich dazu verdonnert werden, die AGB und Datenschutzbestimmungen auf deutsch bereitzustellen. Und auch wenn es bequem ist, (fast) alle Menschen über eine App erreichen zu können: Wo ist eigentlich das Problem, wenn sich die Kontakte nun auf zwei Dienste verteilen? Eine App mehr oder weniger macht für die meisten Smartphone-BesitzerInnen nun wirklich keinen Unterschied, gerade wenn man sich darauf verlassen kann, dass sie sicher und datensparsam sind.
  • Vorangehen lohnt sich: Auch wenn es für manche unvorstellbar scheint: Ein Leben ohne WhatsApp ist möglich. Wirklich wichtige Menschen werden folgen oder es werden sich andere Kommunikationsmöglichkeiten mit ihnen auftun. Und vielleicht wirkt sich Reduktion der täglichen Kommunikationspartner ja sogar positiv auf das eigene Wohlbefinden aus. Noch wichtiger aber ist: Wenn alle darauf warten, dass sich von allein etwas ändert, wird nichts passieren. Nur wenn es starke Zugpferde gibt, die vorangehen und WhatsApp verlassen, kann Bewegung in die Sache kommen. Vielleicht hilft es, mit der Überzeugungsarbeit erstmal im persönlichen Nahbereich anzufangen und guten FreundInnen deutlich zu kommunizieren, dass es einem wichtig ist, den Draht zu ihnen zu behalten. Bei der Gründung gemeinsamer Gruppenchats darauf zu bestehen, einen datensparsamen Messenger zu nutzen, kann hingegen nützlich sein, auch entferntere Bekannte auf Alternativen zu stoßen.

Quelle: Netzpolitik

Leider sprechen die Schreiber von Netzpolitik keine Empfehlungen für Alternativen aus. Ich nutze seit langem Threema und Telegram und bin mit beiden sehr zufrieden.

Threema hat den großen Vorteil, ohne Angabe einer Telefonnummer die Verbindung zwischen den Gesprächspartnern aufzubauen. Wenn man dann noch bei einem persönlichen Treffen einen speziellen QR Code in der App gegenseitig austauscht, kann man immer sicher sein, wirklich mit dem jeweiligen Gegenüber verbunden zu sein. Dieses und andere Features muß man einmalig mit knapp 3€ bezahlen. Threema läuft auf Apple, Android und Windows Smartphones.

Telegram unterstützt neben den bekannten mobilen Betriebssystemen ebenfalls die Desktop Versionen von Windows, Mac OS X und Linux und ist kostenlos und werbefrei erhältlich.

Dieser Eintrag wurde unter einer Creative Commons BY-NC-SA 4.0 Lizenz veröffentlicht.

Kaweco V15, BB-Feder

Den Kaweco Füller habe ich vor gut einem Jahr in der Firma abgestaubt. Mich wundert, daß ich über dieses Modell überhaupt keine Informationen im Internet gefunden haben.

Er kam in einer original Kaweco Schachtel mit dem Aufdruck „V11“, auf dem Füller selbst steht aber klar und deutlich „V15“.

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Glas- oder Plasteflasche?

Gestern hatten wir im Büro eine Fachsimpelei über Getränkekästen und ihre Gewichte. Und warum so viele Getränke in Plastikflaschen verkauft werden, wo doch Glas nachhaltiger und umweltverträglicher ist. 

Ich habe mal nachgewogen und gerechnet:

  • Ein Kasten Wasser mit 12 0,7l Glasflaschen wiegt 17kg. 
  • Ein Kasten Limo mit 12 1l PET Flaschen wiegt 15kg. 
  • Der Wasserkasten hat 0,3 * 12 = 3,6l weniger Inhalt. 

Ohne das genaue Gewicht einer 1l Glasflasche zu kennen, kann man sagen, daß ein Wasserkasten bei gleichem Inhalt also mindestens 22kg wöge. 

Es ist daher kein Wunder, daß sich Plasteflaschen besser verkaufen, auch wenn sie bei Herstellung und Recycling/Entsorgung schlechter abschneiden als Glas. 

Wollen Sie mich veralbern?

Das Telefon klingelt. Eine unbekannte Nummer wird angezeigt. 

„Ja, hallo? Wer issn da?“ Ich höre lautes Stimmengewirr im Hintergrund. 

„Guten Tag, hier ist Sabine Dingenskirchen-Meier von der Energieberatung Samt und Sonders.“

Na toll, ein CallCenter! Ich hasse die! Mal sehen wie lange ich sie sinnlos zutexten kann und lasse ein langgezogenes „Jaaaaa?“ hören.

„Ich möchte Ihnen eine kostenlose Energieberatung zukommen lassen. Mit dem Wechsel vom lokalen Anbieter können Sie bis zu 200€ im Jahr sparen.“

„Energie?“ frage ich matt „Ich habe gar keine Energie. Wenn Sie mich hier sehen könnten: ich liege total schlaff auf dem Sofa. Energie hab ich echt nicht.“

„Strom!“ sagt die Dame „Strom haben Sie doch.“

„Ach ja, der kommt bei mir aus der Steckdose.“

„Und damit das so bleibt, biete ich Ihnen eine kostenlose Energieberatung an.“

„Sie sind ein CallCenter!“ rufe ich jetzt aufgeregt in den Hörer. 

„Was? Nein, wir sind eine Energieberatung…“

„CallCenter!“ unterbreche ich energisch“Das höre ich doch ganz genau! CallCenter!“

„Nein, nein. Wir sind…“

„CallCenter, CallCenter“ rufe ich fröhlich. 

„Hören Sie mir doch mal zu.“ versucht die Dame mich zu unterbrechen, doch ich plappere einfach weiter. 

„Sagen Sie mal, wollen Sie mich etwa veralbern?“ tönt es da aus dem Hörer. 

Aha, sie merkt was. „Aber ja,“ entgegne ich freundlich „Sie sind doch ein CallCenter und die veralbere ich immer. Ich versuche, Sie so lange wie möglich mit sinnlosen Antworten in der Leitung zu halten. Mein Rekord liegt bei 5 Minuten und 13 Sekunden. Und jede Minute verdiene ich bares Geld. Das hier ist nämlich eine getarnte Mehrwertnummer.“

Für eine Sekunde herrscht Schweigen am anderen Ende. Dann meint die Frau mißmutig „Wenn das so ist, tschüß.“ und legt auf. 

Ja, ich weiß: die Leute dort sind arme Schweine, die für einen Hungerlohn stundenlang unter Druck vom Chef sinnloses Zeug per Telefon an den Mann bringen sollen.

Trotzdem nerven mich solche Anrufe mächtig und ich will sicherstellen, daß die sich nie nie NIE wieder melden! Ein einfaches „Nein danke“ und auflegen hilft erfahrungsgemäß leider nicht. Man muß da schon starke Geschütze auffahren, um aus deren Listen genommen zu werden.

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