Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 61 von 273)

Spaziergang bei Schneefall

Gewonnene Erkenntnisse nach 60 Minuten Spaziergang bei Schneefall:

  1. Wenn Schneeflocken auf der Nase landen und dort schmelzen, kitzelt das ungemein
  2. Hunde markieren auch an Schneemännern
  3. Wenn die Nase vor Kälte läuft, dann läuft sie
  4. Auch die dickste Jacke ist irgendwann vom Schnee durchnässt. Spätestens dann sollte man zu Hause sein.

Morgens auf der Arbeit

8:00 Arbeitsbeginn
8:10 die Kollegen schütten sich den ersten Kaffee in den Kopf
8:15 Kaffee 2 und 3 folgen
8:20 einige Nachzügler treffen ein
8:30 noch mehr Nachzügler treffen ein
8:40 Kaffee 1 – 4 sind eingefüllt (je nach Ankunftzeit des Kollegen)
8:45 den Kollegen fällt auf, daß sie noch Arbeitsmaterial oder Ware laden müssen
8:50 hektisches Beladen des LKW
8:55 rasante Ausfahrt zum Kunden
9:00 geplanter Arbeitsbeginn beim Kunden
9:10 Ankunft beim Kunden

Jeden! Verdammten! Morgen!

Buchkritik: Andy Weir – Der Marsianer

Zwei erfolgreiche bemannte Flüge zum Mars gab es bisher. Jetzt halten sich die Astronauten von Ares 3 auf unserem Nachbarplaneten auf.

Am 6. Tag ihres Aufenthalts zieht ein schwerer Sandsturm auf und die NASA beschließt, die Mission aus Sicherheitsgründen abzubrechen. Während sich das Team zu seiner Fähre durchkämpft, wird der Astronaut Mark Watney von umherfliegenden Ausrüstungsgegenstände getroffen und stürzt. Seine Kameraden halten ihn für tot, da sie seine Leiche nicht finden und die Zeit drängt, starten sie ohne ihn.

Doch Watney hat überlebt! Und er versucht, in dieser feindlichen Umgebung weiter am Leben zu bleiben, Kontakt mit der Erde aufzunehmen und eine Möglichkeit zur Rückkehr zu finden.

Watney Kampf gegen die Zeit, seine Gedanken, technischen Basteleien und die chemischen Zusammenhänge schildert Andy Weir ausführlich in seinem ersten Roman, der auch als Vorlage für den gleichnamigen Film mit Mark Wahlberg diente.

Ich hatte vor einiger Zeit eine Leseprobe gefunden und war gespannt, wie der Roman weiter geht. Vorgestern habe ich das Buch erhalten: ein Wälzer von über 500 Seiten.

Selten habe ich so etwas spannendes gelesen! Weir spickt seine Geschichte mit vielen Einzelheiten zum Mars und der Erkundungsmission. Das ist jedoch niemals Selbstzweck, belehren oder ermüdend, sondern erklärt immer Watneys Motivation, Vorgehensweise oder warum etwas schief gehen muss (was oft vorkommt).

Nach kurzer Zeit war ich so gefesselt von der Geschichte, daß ich das Buch über Nacht, in einem durch, ausgelesen habe. Von mir eine klare Empfehlung für Leser, die sich für Technik, den Mars und Science Fiction interessieren.

Spaziergang im Schnee

Über Nacht hat es leicht geschneit.
Ich laufe durch knirschenden Schnee.
Die Bürgersteige sind an einigen Stellen geräumt.
Unterwegs begegnen mir dick vermummte Spaziergänger.
Auf dem Parkplatz vor der Schule driftet ein junger Mann in hellblauem BMW vergnügt herum.
Es riecht nach Kamin und verbrannter Luft.

Bastians Goldfisch

Bastian ist ein ehemaliger Kollege, der bei allen beliebt war, weil er sehr freundlich und hilfsbereit ist. Nachdem seine Maßnahme bei uns beendet war, verschwand er für längere Zeit von der Bildfläche. Inzwischen arbeitet er in einer anderen Abteilung, zu der wir aber regelmäßig Kontakt haben.

Heute morgen erfahren wir durch Zufall, daß Bastian sich den Tag freigenommen hat. Sein Goldfisch sei gestorben.

Nun kennen wir solche seltsamen Gründe für kurzfristiges Fehlen nur zu gut und könnten es dabei bewenden lassen.

Aber den Kollegen Chris reitet der Teufel „Ich rufe jetzt bei Basti an!“ verkündet er breit grinsend, wählt Bastians Nummer und stellt sein Telefon auf Lautsprecher.

Bastian „Ja, hallo?“

Chris „Hallo, Basti, Chris hier. Hömma, ich hab gehört, dein Goldfisch is gestorben. Tut mir echt leid. War ’n gutes Tier, echt!“

Bastian „Ja, danke Mann. Ich war ganz schön geschockt, als sie mir gestern gesagt haben, der Goldfisch wär‘ mit 85 Jahren am Herzinfarkt gestorben.“

Chris „Echt scheiße, Alter. Wann ist denn die Beerdigung?“

Bastian „Weiß nicht, da müssen wir nächste Woche mal gucken, was man da machen muss.“

Die beiden wechseln noch ein paar belanglose Worte, dann ist das Gespräch beendet.

Zu Bastians Entschuldigung muß man sagen, daß er wirklich nicht die hellste Kerze auf der Torte ist und so lachen die Kollegen zwar herzhaft über seine wirren Gedanken, erinnern sich aber schnell an Bastians gute Seiten und haken die Geschichte ab.

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