Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 47 von 275)

Einkaufserlebnis am Donnerstag

Ich war heute morgen einkaufen.

Beim Einfahren auf den Parkplatz vor dem Supermarkt wunderte ich mich, daß es um diese Zeit (es war gerade mal 10:00 Uhr) schon so voll war, fast wie an einem Freitag.

Wegen der hohen Corona Zahlen im Stadtgebiet gibt es am Eingang jetzt wieder eine genaue Kundenzählung und es hatte sich dort eine kleine Schlange wartender Kunden gebildet. Wobei mir auffiel, daß das mit dem „Schlange bilden“ nicht jedermanns Sache ist: ein paar Leute versuchten, sich von rechts zwischen die Wartenden zu mogeln und wurden mit einem rüden „HINTEN ANSTELLEN!“ schonungslos auf ihr Fehlverhalten hingewiesen.

Nach ein paar Minuten Geduld konnte mein Einkaufserlebnis endlich beginnen. Kaum hatte ich die Gemüseabteilung hinter mir gelassen, fing prompt meine Nase an zu laufen. „Jetzt bloß nicht niesen!“ dachte ich. Man hat ja schon viele Geschichten gehört, wo ein harmloser Bürger im Geschäft niesen mußte, von einer Horde bulliger Security Leute, die hinter Regalen und Stellwänden lauern, überwältigt und in hohem Bogen aus dem Laden geworfen wurde. Diesen Streß wollte ich mir tunlichst ersparen.

Als mich die Wurstfachverkäuferin mit einem freundlichen „Einen schönen Feiertag“ verabschiedete, war ich zunächst verwirrt. „Was denn für ein Feiertag? Morgen ist doch ganz normal Freitag.“ Dann fiel es mir jedoch wie Schuppen aus den Haaren: Samstag ist 1. Mai!
Da kann man nicht einkaufen!
Deswegen sind die Leute heute schon freitagsmäßig unterwegs!
Und morgen sind sie samstagsmäßig unterwegs, dann wird es noch voller sein!

Beim Verlassen des Ladens gab es eine kurze Rangelei: ein Angestellter in Hemd und Schlips bahnte sich einen Weg durch die Wartenden und gab Kommandos „Frau Müller, lass mal die Leute rein. Ne, nicht zählen! Gehen Sie rein, gehen Sie rein“.
Mit weit ausholenden Gesten dirigierte er die Menschen- und Einkaufswagenmassen „Gehen Sie alle nach recht rüber! Bilden Sie eine Schlage hier am Laden entlang! Nicht auf dem Parkplatz stehen bleiben!“
Es hatte sich in der Zwischenzeit eine lange Reihe wartender Kunden gebildet, die quer über den Parkplatz standen, zwischen parkenden und ein- und ausfahrenden Auto, sichtlich gereizt und ungeduldig.

Da war ich mir dann sicher: ja, wir Deutschen können keine Schlange! Auch nach einem Jahr Corona nicht.

Der Mann im Aufzug

Den Kopf leicht nach vorne gebeugt, mit massigem Oberkörper auf kurzen dünnen Beinen, erinnert er an einen Gorilla.

Die oberen Knöpfe seines kurzärmligen Hemdes stehen offen und dichte Brustbehaarung guckt hervor. Auch seine Arme sind dicht behaart.

Links trägt er eine dicke silberne Armbanduhr, die rechte Hand ziert ein großer Siegelring mit schwarzem Stein.

Sein Kopf sitzt scheinbar direkt auf dem mächtigen Oberkörper, die Haare sind stoppelig kurz geschnitten. Aus schmalen Augen guckt er müde in die Gegend.

Ich war DRAUSSEN!

Freitag, 23.04.2021, 14:46 Uhr
Ich trete vor die Haustür, um mir mal wieder dieses „Draußen“ zu gönnen. Macht man ja viel zu selten im Moment.

Auf dem Parkplatz beim Discounter:
Ein mageres Männlein mit Baskenmütze parkt seinen großem Mercedes Combi auf einem „für Eltern mit Kindern“ markierten Parkplatz.
Ein Mann im dicken BMW hält direkt vorm Eingang des Geschäfts und eine Frau läd ihren Einkauf gemütlich in den Kofferraum.
Dieses „Draußen“ ist schon interessant.

An der Supermarktkasse titelt eine „Zeitung“ mit großen grellen Buchstaben „Heimlich mit Einsperr-Gesetz beschlossen. Gilt ab heute. TOTALES NACHTREISEVERBOT IN GANZ DEUTSCHLAND“.
Tja…

Die Tankstelle meines Vertrauens bietet pro getanktem Liter Benzin 1% Rabatt auf eine Wagenwäsche. Das trifft sich gut, das Auto ist noch voll Winterdreck.
Das „Draußen“ entpuppt sich als immer toller!

Meine Tankstelle bietet jetzt auch Apple Pay an. Geht doch!

15:57 Uhr:
Nach einer Stunde „Draußen“ muß ich sagen, das war toll, das mache ich bestimmt noch einmal!

Alarmierende Email

Heute morgen erhielt ich folgende Email:

Ihr Gerät wurde infiziert von den Hackern. Stellen Sie sofort die Einzelheiten klar!

Guten Tag.

Ich bin der erfahrene Programmierer, der hat gehackt das Betriebssystem Ihres Geräts.

Ich beobachte Sie bereits seit einigen Monaten.

Mein Virus hat angesteckt Ihr Gerät durch die Webseite für Erwachsene, die Sie vor kurzem besichtigten.

Weiterlesen

Die Impfung, Teil 3

Nebenwirkungen:

Gut 1h nach der Spritze bekam ich leichte Kopfschmerzen und wurde recht müde. Da ich mir den Tag frei genommen hatte, konnte ich einfach auf dem Sofa vor mich hindösen.

Ca. 12-13h später waren die Kopfschmerzen weg, dafür hatte ich eiskalte Hände und Füße und kriegte etwas Schüttelfrost. Ich bin dann ins Bett und auch recht schnell eingeschlafen.

Gegen 3 Uhr nachts wachte ich mit heißen Händen und Füßen auf, wunderte mich über diesen seltsamen Temperaturwechsel und schlief bald wieder ein.

Pünktlich um 7:30 Uhr weckte mich Pebbles. Die Katzen sind recht gnadenlos, wenn sie ihr Fressen wollen. Da zählen keine Krankheit oder Gebrechen, der Napf muss gefüllt werden!

Während ich verschlafen in die Küche wankte, überlegte ich, ob ich wieder arbeitsfähig war. Ein leichtes Schwindelgefühl und bleierne Müdigkeit überzeugten mich vom Gegenteil. So informiert ich kurz den Chef und die Kollegen und kroch zurück ins Bett.

Als ich nachmittags wieder wach wurde, hatte ich insgesamt 13 Stunden geschlafen, fühlte mich besser und konnte am nächsten Tag wieder arbeiten gehen.

Fazit: 2 Wochen grippaler Infekt in 2 Tag gepresst ist schon sehr blöd, aber es ist ja für einen guten Zweck. Von daher würde ich es jederzeit wieder machen, hoffe bei der 2. Spritze aber auf weniger Nebenwirkungen.

Nachbemerkung: meiner persönlichen und total unrepräsentativen Umfrage in der Firma zufolge, vertragen Männer die Impfung schlechter und leiden etwa 2-3 Tage unter mehr oder weniger starken Symptomen.

Frauen haben nur schwache Symptome, arbeiten weiter bzw. erscheinen am nächsten Tag ganz normal zur Arbeit.

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 51 Nord

Theme von Anders NorénHoch ↑