Manchmal frage ich mich…
Und dann gucke ich mich so an und denke „Ne, das hast du jetzt nicht wirklich gefragt?“
Die Welt um mich herum in Fotos und Texten
Manchmal frage ich mich…
Und dann gucke ich mich so an und denke „Ne, das hast du jetzt nicht wirklich gefragt?“
8:27 Uhr. Das Telefon weckt mich, der Handwerker ist dran „Tach auch, ich könnte jetzt bei Ihnen vorbei kommen.“
Ich „Öhm, das ist ein bisschen früh. Geht’s in einer Stunde?“
Er „Hm, da muss ich mal gucken. Nicht, daß der nächste Termin reinkommt. Und nächste Woche haben wir Betriebsferien.“
Ich „Ach was?“
Er „Ich melde mich…“
Ich meine, selbst wenn ich keinen Urlaub hätte und dann gerne lange schlafe, so kurzfristig kann man doch keinen Kunden belästigen!
10:50 Uhr
Der Handwerker klingelt.
Nach 20 Minuten erfolgreicher Arbeit verläßt er die Wohnung wieder, begleitet von unserem Dank und besten Wünschen für seinen Urlaub.
Na bitte, geht doch auch zu normaler Zeit.
Freitag Vormittag, 11:10 Uhr, Anruf einer Dame „Ich habe eine komplette Küche, Schlafzimmerschränke und eine Couchgarnitur abzugeben. Hätten Sie Interesse?“
Kollege „Ja, gerne. Bis wann sollen die Sachen denn raus?“
Kundin „Das muß alles bis Montag weg.“
Kollege „Kein Problem. Wir haben Sonntag um 22 Uhr noch einen Termin frei. Das kostet allerdings 2000€ plus Wochenendzuschlag.“
Kundin „Waaaas? Wollen Sie mich verarschen?“
Kollege „Wieso? Wer hat denn damit angefangen?“
Klack, aufgelegt.
„Hast du die rote Couch schon verkauft?“ frage ich die Kollegin vom Lager.
Sie blickt verwirrt von ihrem Handy auf „Hä? Wat?“
„OB DU DIE ROTE COUCH VERKAUFT HAST!“
Erschrocken zuckt sie zusammen „Schrei mich doch nicht so an, ich bin sensibel!“
„ICH SCHREIE DICH SOLANGE AN, WIE ICH WILL. SCHLIESSLICH BIST DU NICHT MEINE FRAU.“
Eine Sekunde Ruhe, dann brüllendes Gelächter der Kollegen drumherum.
Ok, da habe ich meinem Ruf wieder Ehre gemacht.
Ich fahre auf eine Kreuzung zu und sehe schon von weitem einen Teenager, die mit starrem Blick auf ihr Smartphone über den Bürgersteig läuft.
Dann tritt die junge Dame, ohne nach links oder rechts zu schauen, auf die Straße und quert diese vor meinem Auto .
Ich überlege, ob ich hupe oder einfach abwarte, ob sie mich bemerkt und rolle langsam weiter auf sie zu.
Als sie genau vor mir ist, hebt sie den Kopf und guckt mich mit einem Blick an, der aus sehr weiter Ferne zu kommen scheint.
Ich winke ihr freundlich zu.
Keine Reaktion.
Es ist ein Smombie!
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