Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 186 von 276)

Bei Anruf Geld?

Heute hat über Tag mehrfach eine unbekannten Nummer (0911…) angerufen, aber es wurde nie eine Nachricht auf dem AB hinterlassen. Da die Nummer auch nicht auf Bekannte hindeutet, habe ich nicht zurückgerufen. Gegen 18 Uhr kam wieder ein Anruf rein und ich habe mir den Spaß gemacht, dranzugehen.

Hier das Gedächtnisprotokoll:

Anrufer: "Hallo, hier ist Tobias Wagner von Lotto 6aus49. Sie wundern sich sicher, daß ich anrufe, aber wir haben hunderte Bürger per Zufallsgenerator…"

Aha, also ein Abzocker! Ich höre im Hintergrund genau die bekannten Geräusche eines Call Centers. Mal sehen, wie lange ich den hinhalten kann. Also stelle ich mich erst mal dumm: "Hallo? Wer ist denn da?"

Anrufer: "Hallo Herr Müller, hier ist Tobias Wagner von Lotto 6aus49…"
Ich: "Hallo? Wer ist da? Ich kann Sie nicht verstehen."
Anrufer: "Geht es so besser?"
Ich: "Die Verbindung ist so schlecht, es fehlen Teile Ihrer Worte."
Anrufer: "Hier ist Tobias Wagner von Lotto 6aus49. Wenn Sie sich wundern, daß ich Sie heute anrufe, Sie haben 250 Euro gewonnen. Sie werden jetzt sagen, daß Sie nirgendwo mitgespielt haben, aber wir haben hunderte Bürger per Zufallsgenerator ausgesucht und Sie gehören zu den Gewinnern. Herzlichen Glückwunsch!"
Ich: "Ach was."
Anrufer: "Ja, das ist doch toll! Ich will nur noch ein paar Daten mit Ihnen abgleichen."
Ich: "Wo haben Sie denn meine Telefonnummer her?"
Anrufer: "Die haben wir durch einen Zufallsgenerator ermitteln lassen."
Ich: "Ach was."
Anrufer:" Sie sind Horst Müller aus der Hauptstr. 23 in Wesel?"

Wo hat der Mensch meine Daten her? Ist aber auch egal, ich will ihn ja sowieso verwirren: "Nein, ich heiße Walter Müller und in Wesel wohne ich schon lange nicht mehr."
Anrufer: "Wo wohnen Sie denn jetzt?"
Ich: "Ich wohne in Münster."
Anrufer: "Und welche Straße?"
Ich: "Das ist die Rathausstr. 27."
Anrufer: "In Münster?"
Ich: "Ja, in Münster."

Hey, er merkt nicht, daß er mich unter einer Weseler Telefonnummer nie in Münster erreichen kann? Na, da geht doch noch was!

Anrufer: "Ich brauche noch Ihre Bankverbindung. Ist die Sparkasse richtig?"
Ne, Alter, das geht jetzt zu weit! "Nein, das ist auch falsch. Hören Sie, sind Sie sicher, daß Sie mich meinen? Sie haben den falschen Namen, die falsche Adresse und jetzt auch noch die falsche Bank."
Anrufer: "Doch, doch. Da bin ich ganz sicher, Herr Müller."
Ich. "Na ja, ich bin mir da nicht so sicher."
Anrufer: "Sagen Sie mir doch mal die Kontonummer."
Ich: "Ja, aber ich kenne Sie doch gar nicht."
Anrufer: "Mein Name ist Tobias Wagner. Sie könne sich das ja aufschreiben."
Ich: "Ja, das mache ich. Tobias?"
Anrufer: "Ja, Tobias. T-O-B-ias. Tobias."
Ich: "Und dann Wagner?"
Anrufer: "Ja, Wagner."
Ich: "Mit e in der Mitte? Wagener?"
Anrufer: "Nein, Wagner. Ohne e, wie der Komponist."
Ich: "Ok, To-bi-as Wag-ner. Das habe ich."
Anrufer: "Wie ist denn Ihre Bankverbindung? Damit wir Ihnen den Gewinn von 250 Euro überweisen können. Das dauert so 6 bis 8 Wochen."
Ich, völlig unbeeindruckt: "Und Ihre Adresse?"
Anrufer: "Meine Adresse darf ich Ihnen nicht nennen."
Ich: "Aber Sie haben doch auch meine Adresse. Da können Sie mir auch Ihre sagen."
Anrufer: "Nein, das darf ich nicht. Sagen Sie mir jetzt Ihre Bankverbindung?"
Ich: "Aber warum? Sie können mir doch alles per Post schicken."
Anrufer: "Das machen wir sowieso. Aber ich brauche dafür Ihre Bankdaten."
Ich: "Das verstehe ich nicht. Sie können doch alles per Post schicken und ich antworte darauf."
Anrufer: "Nein, das geht nicht. Wir brauchen erst Ihre Bankverbindung und dann bestätigen wir Ihnen alles per Post."
Ich: "Nein, das möchte ich nicht. Schicken Sie mir die Gewinnbestätigung per Post. Meine Bankdaten gebe ich nicht über's Telefon raus."
Anrufer: "Dann können Sie Ihren Gewinn auch nicht kriegen." und legt auf.

Ein Blick auf die Uhr: das Gespräch hat 5:51 Minuten gedauert.

Zum Abschluss ein ernstes Wort:
Tobi, du alter Telefonterrorist, ich weiß, daß ich dich wertvolle Arbeitszeit gekostet habe. Und sicher hast du zum Schluß gemerkt,daß ich dich verarsche. Vielleicht kriegst du Stress mit dem Chef, weil du nicht genug Bankverbindungen erfragt hast.

Aber mal unter uns Pastorentöchtern: du hättest mir nie Geld überwiesen, sondern meine Kontodaten nur genutzt, um mir einen langfristigen Vertrag aufzunötigen, der mich monatlich etliches Geld gekostet und den ich nicht sofort wieder hätte kündigen können.

Also, beschwer dich nicht, sondern such dir einen ehrlichen Job!

 

Gefahr im Verzug

Die Nachbarwohnung wird seit zwei Wochen lautstark saniert.

Gerade klingelt ein kleines Männeken in Arbeitskluft.
„Hallo, ich wollte nur mal nachfragen, ob Sie an dieser Wand was Wertvolles haben.“
Meine Frau: „Hä? Wieso das denn? Hier ist nur die Garderobe.“
„Ja und daneben?“
„Uuaaah, aber da ist doch die Küche, da sind doch sämtliche Elektrogeräte, die SIND wertvoll!“
„Achso, jaja, das krieg ich schon hin. Wollte mich nur absichern. Schonmal is ein Kristallbild runtergeflogen – das war dann hin, hihi.“
„Ja aber was machen Sie denn um Himmels Willen da drüben?“
„Och, wir müssen nur nen Kabelkanal in die Wand bohren. Nich, daß wir hier durchkommen, hihi.“ … und ab.

Meine Frau will jetzt auf den Arm.

Der Poet in mir

Vor kurzem habe ich das Buch meiner selbstverfassten Gedichte hervorgekramt und durchgelesen.
Die Werke meiner Frühphase (zwischen 18 und 25 Jahre) sind mir heute etwas peinlich, weil recht schwülstig und naiv. Aber sie waren gut, um die Mädels rumzukriegen: Frauen lieben es, wenn man für sie Prosa schmiedet!

Danach kam dann eine längere kreative Pause, bedingt durch Arbeit und Familiendinge, bevor ich vor ein paar Jahren wieder zur Feder griff.

Diese Phase ist nicht so produktiv, dafür sind die Ergebnisse skuril und verschroben. So im Stile von Deep Purples „Black Night“. Und weil mich dieser Titel und seine Geschichte inspiriert haben und die Ideen meist abends oder nachts anspringen, sammele ich diese Werke unter dem Oberbegriff „Nachtlyrik“.

Beispiele folgen ggf. bei Gelegenheit.

Seltsame Auktion

Gestern wollte ich bei eBay ein Gerät ersteigern. Wie üblich habe ich meine Maximalgebot eingetragen, wurde aber direkt überboten. Also habe ich diese Auktion vergessen und bei anderen gesucht.
Kurz darauf war ich erfolgreich, sogar für 20€ weniger als bei der ersten Auktion.

Abends kriegte ich ein Mail „Angebot an unterlegenen Bieter“. Es war der Verkäufer der ersten Auktion. Diese war kurz vorher zuende gegangen und nur 5 Minuten später haut er das Mail an mich raus. Komische Sache.

Ich habe früher auch schon mal solche Angebote gekriegt bzw. selbst gemacht. Aber immer Tage oder Wochen später. Wenn es so schnell kommt, kann was nicht stimmen. Ich habe dann auch nicht reagiert und lasse den Menschen auf seinem Teil sitzen.

Voll der Stress!

Ein Kollege hat Kuchen mitgebracht. Eigentlich war der für die Geburtstagsfeier seiner Frau gedacht, die aber aus Krankheitsgründen abgesagt wurde.

So ist des einen Leid mal wieder des anderen Freud.

 

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