Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 182 von 279)

Werbung mit Englisch

Auf dem Weg zur Arbeit stach mir diese Plakat ins Auge. Ich frage mich, welches kranke Werbetexterhirn diesen Spruch abgesondert hat. Ist es wirklich nötig, hier mit einem Anglizismus zu arbeiten? „Miet mich!“ hätte zwar nicht diese Lautverdoppelung, um die es wohl geht, aber es wäre ebenso treffend, knackig und für jeden verständlich.

Aber wir sind ja sooo toooll mit dem „Miet me!“

Trottel!

 

 

Makrofotografie mit dem iPhone

Vor kurzem fand mein Lieblingskollege einen Artikel bei Spiegel online, der beschreibt, wie man aus der Kollimatorlinse eines DVD Laufwerks eine Makrolinse für ein Smartphone bauen kann.

Natürlich mußten wir es ausprobieren. Die Demontage des Laufwerks war schnell gemacht und die Linse ließ sich einfach ausbauen. Auch das Ankleben vor der Optik des iPhone war nicht schwierig. Aber dann kriegten wir einfach kein sauberes Bild hin, weder mit dem iPhone 3G noch mit dem 4.

Gerade wollten wir aufgeben, da entdeckte ich zufällig, daß man ganz nah an das zu fotografierende Objekt rangehen muß, quasi die Optik drauflegen. Der Schärfenbereich ist minimal und die kleinste Bewegen des iPhones läßt das Bild sofort verschwimmen. Doch die so hart erkämpften Ergebnisse sind beeindruckend.

Als Motiv diente die nun nutzlose Platine des DVD Laufwerkes. Zum Größenvergleich habe ich als letztes ein Foto davon angehängt und Hinweise zu den einzelnen Aufnahmen gemacht.

Die zweite Zeile in der Tabelle links unten

Links unten neben dem kleinen Chip mit dem gelbe Aufkleber

Vermutlich unter dem großen Chip

Der Schriftzug auf dem großen Chip

 

Ein weiterer Meilenstein

Jetzt sind es fast 13 Jahre, die unser Auto auf dem Buckel hat. Zuverlässig hat es uns durch alle Jahreszeiten und Wetterbedingungen getragen. Und als Allradfahrzeug waren natürlich auch strenge Winter kein Problem.

Nie gab es Ausfälle, außer durch verschiedene, unverschuldete Unfälle. Nur bei ganz tiefen Temperaturen will es mich morgens manchmal nicht reinlassen. Es hat halt Charakter.
Hoffentlich ist das nächste Gefährt ebenso zuverlässig.

Gedanken an Mutter

Beim Rumsuchen in meinem Ablagefach bin ich eben auf diesen Zettel gestoßen. Ich habe ihn vor Monaten vor Vaters Aufräumwut gerettet. Es sind Mutters Notizen zu Bus- und Zugverbindungen.

Über Jahre hat sie diese Zettel geschrieben, wenn sie und Vater zu Reisen oder Familienbesuchen loszogen. Ob das schon frühe Anzeigen ihrer Krankheit waren, läßt sich heute natürlich nicht mehr sagen.

Daß ich diese Notizen ausgerechnet heute, am Totensonntag, wiederfinde, macht mich einerseits traurig, weil sie nicht mehr bei uns ist. Andererseits bin ich froh, daß Mutter durch solche Kleinigkeiten immer wieder unerwartet in unserem Alltag auftaucht.

Alte Schätze

Durch Zufall habe ich heute in dem dicken Ordner mit Unterlagen über meine Ahnen einen großen Schatz entdeckt.

Vater hat die Dokumente und Fotos unserer Vorfahren ordentlich nach Personen in Plastikhüllen einsortiert. Dabei ist auch eine Hülle mit Sachen von meiner Konfirmation, die ich sonst immer überblättert habe. Aber heute habe ich mal genau nachgesehen.

Neben den direkt sichtbaren Sachen enthielt sie eine große Überraschung: Dokumente, Postkarten und Zettel aus den ersten 30 Jahren meines Lebens!

  • Zeitungsanzeige anläßlich meiner Geburt
  • Kinderpaß von 1966 (leider ohne Foto)
  • Postkarte aus meiner ersten Kinderfreizeit auf Ameland an Mutter
  • Selbstbemalter Geschenkanhänger für Vater
  • Zwei schriftliche Bitten an Vater, mir Batterien aufzuladen
  • Osterkarte an Vater
  • Konfirmationsurkunde und Gottesdienstprogramm
  • Postkarte aus einer Jugendfreizeit an meine Schwester
  • Ein ausgemalter Schlumpf
  • Foto für den Schülerausweis
  • Gratulationsurkunde der Stadt zum 18. Geburtstag
  • Postkarte aus Frankreich an meine Eltern (erster Urlaub mit der  Freundin)
  • Danksagung für die Hilfe im Diakonischen Jahr
  • Einladung zu unserer Hochzeit, Gottesdienstprogramm und Schleife fürs Auto
    (wobei zwischen den letzten beiden Positionen ca. 11 Jahre liegen)

Viele dieser Dinge haben direkt Erinnerungen geweckt und so konnte ich meiner Frau einige Geschichten von damals erzählen, die sie noch nicht kannte.

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