Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 175 von 274)

Der Baum brennt

Auch dieses Jahr haben wir den Baum bei Weihnachtsbaum.de gekauft, die ihn uns per Paketdienst bis in die Wohnung liefern.

Diesmal war er allerdings zu knapp über den Wurzeln abgesägt worden und das Ende zu breit für den Ständer.
Und wie immer in solchen Notfällen, fehlt natürlich das richtige Werkzeug. So mußte ich mit Hammer, Zange und einer dünnen Eisensäge arbeiten. (Memo an mich: Fuchsschwanz oder Stichsäge kaufen!)

Aber das Endergebnis zählt und der Baum sieht wieder ganz romantisch aus.

Foto mit PictureShow bearbeitet

Katzenscheiße oder ein Angriff auf Leib und Leben

Ich weiß nicht, ob Brösel damals wirklich wußte, was er tat, als der den schicksalhaften Satz schrieb „… und der Verlierer wird mit Katzenscheiße beworfen.“

Unsere Katze ist fast 20 Jahre alt und wie bei alten Leuten normal, hat sie einige Eigenarten entwickelt. So frißt sie z. B. nur noch das Billigfutter von Aldi. Das riecht ja schon sehr streng, wenn man es frisch aus dem Schälchen in ihren Napf kippt. Und wenn das Viech es verdaut hat, sei es nun durch die geänderte Körperchemie im Alter oder gewisse Drogen, die sie jetzt braucht, ist das Ergebnis so was von ekelhaft! Bäääh, börks, würg!!!

Sobald die Katze ihr Geschäft verrichtet hat, verbreitet sich schlagartig ein Pesthauch in der ganzen Wohnung. Schon von weitem kommt einem eine giftgrüne Wolke entgegen, der Blick trübt sich und es fühlt sich an, als würde die Netzhaut mit feinem Schmirgel vom Auge gehobelt. Atmen? Gaaanz verkehrt! Da könnte man gleich frische Lava runterschlucken. Wenn wir uns dann bis zum Katzenklo durchgekämpft haben, finden wir dort nicht selten einen Haufen vor, der gut von einem Brontosaurier stammen könnte.

Durch die ätzenden Dämpfe haben sich im Bad Kacheln von der Wand gelöst und den Bodenbelag mußten wir schon dreimal ersetzen!

Eines Tages habe ich versucht, mich mit einer Taucherbrille zu schützen. Aber das Glas beschlug, ich habe mir den Kopf an der Tür gestoßen und vor Schreck tief eingeatmet. Das nächste, an das ich mich erinnere, war meine Frau, die über mir gebeugt stand und mir mit einem Atemgerät Sauerstoff zuführte.

Es hilft ja auch nicht, das Badezimmerfenster durch einen großen Ventilator zu ersetzen. Das würde das Problem nur nach draußen verlagern und die Nachbarn wären sicher nicht begeistert. Und die direkte Verwertung in einer Biogasanlage ist nicht möglich, weil der Vermieter dem Bau einer solchen Anlage im Garten nicht zustimmt.

So leben wir täglich mit der Angst, daß nach einem Mördergeschäft der Katze die US Army unsere Wohnung stürmt, uns wegen des Besitzes von Massenvernichtungswaffen oder Bildung einer terroristischen Vereinigung mitnimmt, in irgendwelchen dunklen Kellern einsperrt und dort vergißt.

Stolpersteine

Jahrelang dachte ich, diese Stolpersteine wäre nur eine kurzfristige Aktion in meiner Stadt gewesen, da ich sonst nie etwas davon gehört habe und auch nie welche gesehen habe.

Doch heute Morgen habe ich zum ersten Mal welche in natura gesehen. Die Kollegin, mit der ich unterwegs war, konnte nicht verstehen, warum ich davon ein Foto machen wollte und so habe ich ihr den geschichtlichen Hintergrund erklärt. Diese kleinen Metallplatten werden vor Häusern oder an Stellen, wo früher Häuser standen, in den Boden eingelassen und erinnern an Opfer des Nationalsozialismus, die dort mal gelebt haben.

Das Projekt Stolpersteine auf Wikipedia und die Webseite des Künstlers Gunter Demnig.

BookFabrik – Capture your digital life

Das Jahr geht zuende und ich bereite mich auf die Erstellung meines zweiten Blogbuches vor.

Der Anbieter meines Vertrauens dafür ist auch diesmal wieder FeedFabrik mit ihrem Service „BookFabrik – Capture your digital life“. Mehr Infos, den genauen Preis und natürlich Fotos gibt es demnächst hier.

[Link gelöscht, weil die Firma nicht mehr existiert.]

10-jähriges Jubiläum

Heute vor genau 10 Jahren war mein erste Tag der Arbeitslosigkeit.

Angefangen hatte es an diesem berühmten 11. September. Ich arbeitete damals bei einem der führenden Anbieter von Spezialsoftware für Banken. Als ich Mitte der 1990er Jahre dort anfing, waren wir gerade mal 60 Mitarbeiter. Über die Jahre stieg die Belegschaft auf fast 200 Leute (plus eine Außenstelle in Amerika) und der Laden brummte.

Dann kam jemand auf die Idee, wir müßten auch ein börsennotiertes Unternehmen werden. Gesagt, getan. Dann platzte die Internetblase. Dann wurden monatlich 5-7 Kollegen entlassen.

An jenem denkwürdigen Tag nahm mich also mein Abteilungsleiter zur Seite: „Hast du schon mal über eine neue Stelle nachgedacht?“ – „Ne, sollte ich?“ Zur Antwort hat er nur genickt.

Gut vier Wochen später wurde ich in die Personalabteilung gerufen und man eröffnete mir mit betretenem Gesichter, daß man mich leider entlassen müsse. Die Firma wäre ja in wirtschaftlichen Schwierigkeiten und es gäbe leider keine Möglichkeit, mich weiter zu beschäftigen. Natürlich bekäme ich eine Ablösung und man würde mich auch jederzeit eher gehen lassen, falls ich eine neue Stelle finden würde.
Während des Gespräches rumorten draußen Arbeiter, die den Parkplatz neu pflasterten und Bäume und Sträucher anpflanzten.

Auf den 1. Dezember vor 10 Jahren folgten dann unzählige Bewerbungen (bei 380 habe ich aufgehört zu zählen), wenige Vorstellungsgespräche, Termine bei Arbeitsamt und Arge, etwa ein Jahre als Ich-AG, der soziale Abstieg zum ALG2 Empfänger und seit Ende 2007 verschiedene Maßnahmen zur „Vorbereitung zur Arbeitsaufnahme auf dem 1. Arbeitsmarkt“.

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