Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 164 von 273)

Eben beim Arzt

Ein alter, recht korpulenter Herr sitzt mir im Wartezimmer schräg gegenüber. Ein dürres Männlein mit Stock kommt rein, sieht ihn und steuert direkt auf ihn zu. Es entwickelt sich folgendes Gespräch.

„Erich, du bist ja noch hier. Was ist denn mit deinem Knie?“
„Hallo Jupp. Ich war schon fast auf dem OP, da haben sie gemerkt, daß ich hohe Entzündungswerte im Blut habe. Das soll jetzt erst mal geklärt werden.“
„Ach? Aber dann kriegst du das neue Knie?“
„Ja, der Arzt hat gesagt, das dauert nur eine Stunde.“
„Davon kriegst du ja nichts mit. (lacht) Und danach direkt zur Reha?“
„Ja genau. Aber erst muß das mit den Entzündungswerten geklärt werden.“
„Ja ja, aber so eine OP ist ja nichts Schweres mehr heutzutage. Ob Knie oder Hüfte, das machen die ja täglich.“
„Hüfte ist aber was anderes. Da muß man mehr beachten, das ist schwieriger. Knie ist einfacher. Aber nachher sind die Schmerzen größer. Das haben sie mir schon gesagt.“
„Ja, dann mal alles Gute.“
„Jupp, dank dir. Grüß die Herta.“
„Mach ich, Erich. Bis die Tage.“

Ich weiß nicht, ob ich jetzt lachen oder weinen soll.

Lug und Betrug

Gerade bei Zoom im ZDF gelernt: wenn der Orthopäde mir früher Abdrücke für Einlagen abnahm, diese direkt in einem bestimmten Santätshaus für mich anfertigen ließ und mir kein Rezept darüber gab, war das wohl Abrechnungsbetrug.

Auch als es später die Empfehlung gab, zu einem bestimmten orthopädischen Schuhmacher zu gehen, weil der inzwischen aus der Firma ausgeschieden sei und sich selbständig gemacht habe, war das unzulässig.

Ein Arzt darf solche Hinweise nicht geben. Es wurde immer als Kundenservice bezeichnet und da es bequem für mich war, war ich natürlich froh darüber.

So schnell kann es gehen: man denkt an nichts Böses, freut sich über die Hilfe der Praxis und schon hat man Betrug begangen. Ok, ich habe nichts zu befürchten, weil ich keinen Vorteil davon gehabt habe. Den haben sich Arzt und Schuhmacher verschafft. Aber es läßt die Praxis im Nachhinein in einem schlechten Licht dastehen.

Ein Ei ist ein Ei ist ein Ei

Im Grunde genommen ist dies ja nur ein hart gekochtes Ei. Aber ich bin auch nach zwei Jahren immer wieder fasziniert, wie gleichmäßig die Dinger mit unserem PiepEi werden. Eins wie das andere sind sie perfekt gekocht. Optisch und geschmacklich ein reiner Genuß.

Bearbeitet mit PictureShow

Milchzähne

Die Katzen verlieren wohl ihre Milchzähne. Bei Paulinchen steht ein Fangzahn komisch über ihre Lippe heraus und als wir es vorsichtig untersuchen, können wir das Ding mit der Lippe hin und her bewegen. Sie läßt es sich im Schlaf gefallen, ohne aufzuwachen.

Degustation, die zweite

Nach dem Genuß der ersten Flasche war ich guten Mutes, daß mir auch die nächste schmecken würde.

Heute kam der Chateau La Fourneau, Saint-Estèphe von 2003 dran (im Foto mitte). Geruch und Farbe waren angenehm, am Korken klebte etwas Weinstein. Bei 13% Vol. habe ich mit etlichem Geschmack gerechnet, doch die Enttäuschung kam beim Trinken: der Wein schmeckt nach nichts, wie Wasser. Ok, die Suppe war im Abgang alkoholisch, aber die richtige Wirkung war wohl auch mit dem Geschmack verschwunden. Möglicherweise liegt es ja am Alter.

Tja, nicht jeder Wein gewinnt mit dem Alter. Bin mal gespannt, welches Erlebnis die letzte Flasche bringt…

 

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