Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 139 von 279)

An der Wursttheke

Meine Frau schickt mich einkaufen. Eine Aufgabe, die besonders an den Bedientheken diffizil ist. Auch wenn ich einen ausführlichen Zettel habe.

Ich nähere mich mutig der jungen Fleischereifachverkäuferin (im folgenden Ffv abgekürzt) und es entwickelt sich folgendes Gespräch.

Ich „Ich hätte gerne was von der Zungenwurst.“

Ffv „Welche darf es denn sein?“ und zeigt auf zwei verschiedene Sorten.

Neeeiiiinnn!!! Da ist sie wieder! Die Frage, die grundsätzlich nur Männer zu hören kriegen!

Aber diesmal bin ich mental vorbereitet und kontere „Ne, nicht so ein neumodisches Zeugs. Hier vorne, die ganz normale Zungenwurst möchte ich.“

Ffv (pikiert) „Aber dies ist eine besondere Wurst. Nach altem Bauernrezept hergestellt.“

Ich „Ne ne, nur keine Experimente. Ich möchte die hier.“

Ffv packt mir die gewünschte Menge ab „Sonst noch einen Wunsch?“

Ich „Hmm, ich sehe es nicht… Haben Sie noch Zunge geschnitten?“

Ffv „Hmm, weiß nicht… hier sehe ich nichts…“, wendet sich an die Kollegin nebenan, „Frau Meier, hast du Zunge?“

Frau Meier grinst dünn und streckt ihre Zunge raus „Ja, aber die brauche ich noch.“

Ffv (verwirrt) „Ja… äh… äh… ne, dann hamwa nix mehr. Haben Sie sonst noch einen Wunsch?“

Ich „Ja, ich hätte gerne noch etwas Salami.“

Ffv „Ich nehme an, da wollen Sie auch eher das klassische Sortiment?“

Ich (mit gespielter Entrüstung) „DAS habe ich jetzt auch verstanden!“

Ffv (wird puterrot) „Nein, so habe ich es doch nicht gemeint!“

Ich „Na, dann ist ja gut.“

Sie sucht nach meinen Angaben verschiedene Sorten zusammen und als sie Pfeffersalami auf den Stapel legt, sage ich ganz begeistert „Diese Pfeffersalami hatten wir schon mal, die ist aber verdammt pfeffrig.“

Ihre Hand zuckt wie vom Schlag getroffen zurück und sie sieht mich verunsichert an „Ja, da ist Pfeffer drin.“

Ich „Joh, lecker ist das.“ und grinse sie breit an.

Sie entspannt sich etwas „Noch einen Wunsch?“

Ich „Ne, danke. Das war’s für heute.“

Ich nehme meine Ware, wünsche einen schönen Tag und wende mich zum Gehen. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie die junge Fleischereifachverkäuferin in sich zusammensackt und Frau Meier besorgt zu ihr läuft.

Zweckform notizio – Test Nr. 3

Weitere Härtetests am notizio Notizbuch:

  • Zerreißen – beim Abreißen zerfasert die Kante, was sehr häßlich aussieht. Normalerweise macht man das ja nicht, deswegen gebe ich dafür keinen Abzug.
  • Leseband rausreißen – dies erwies sich als recht schwierig. Ich mußte schon einige Kraft aufwenden, um es rauszukriegen. Im normalen Alltagsgebrauch sollte es also nicht passieren, daß man das Bändchen verliert. Der verwendete Kleber verdient seinen Namen.

Ursprünglich hatte ich vor, das Buch auch auf Nagelfestigkeit und Verhalten beim Schleifen über die Straße zu testen. Das erschien mir aber doch etwas übertrieben.

Fazit: die weißen Linien auf grauem Grund gefallen mir nicht, von der Tintenfestigkeit und Haltbarkeit hat mich das Buch aber überzeugt und ich gebe ihm sehr gute 8 von 10 Punkten.

Zweckform notizio – Test Nr. 2

Zweckform hatte gebeten, ihr Notizbuch “im harten Alltagseinsatz” zu testen. Die üblichen Schreibübungen sind ja auf Dauer langweilig und so habe ich andere harte Testverfahren angewendet.

  • Knicken – etliche Male habe ich das Heft voll aufgeknickt und die Kante hart zusammengedrückt. Die Fadenheftung hält, es reißt nichts ein und hinterher klappt das Buch in seine Form zurück. Einziges Anzeichen ist die zerknautschte Rückseite.
  • Katzenstreu – in Ermangelung von Sand habe ich das Streu zwischen zwei Seiten zerrieben. Es hinterläßt Löcher und raut die Blätter auf. Ich habe mich nicht getraut, hinterher noch mit Füller drauf zu schreiben.
  • Wasser hält das Papier so eben aus. Die Seite wird ganz schlabberig und weicht leicht auf.

Mehr Tests folgen morgen…

Zweckform Notizio – Test Nr. 1

Vor ein paar Wochen habe ich von Zweckform ein notizio Notizbuch zum Testen gekriegt. Man bat mich, es “im harten Alltagseinsatz” auf Herz und Nieren zu prüfen.

Das Besondere an diesen Büchern sind die weißen Linien auf grauem Grund, die beim Scannen / Kopieren “verschwinden”. Persönlich sagt mir das nicht zu, die Kombination leuchtet mir einfach zu stark und stört vor allem beim Schreiben.

Das Papier ist mit 90g/qm angenehm dick und die glatte Oberfläche läßt sich angenehm beschreiben. Bei dunklen Tinten / dicken Federn scheint die Schrift auf der Rückseite leicht durch. Im Vergleich zu anderen Notizbüchern ist das aber zu vernachlässigen und stört nicht.

Das Notizbuch hat ein Lesebändchen und eine Froschtasche hinten. Als Besonderheit gibt es ein paar selbstklebende Markierungslaschen, ein sehr praktisches und hilfreiches Werkzeug für’s schnelle Auffinden von Notizen.

Leider sind die Seiten nicht nummeriert und ein Inhaltsverzeichnis gibt es daher auch nicht. Dafür ist die Außenseite aus PVC und läßt sich somit feucht abwischen. Auch praktisch im “harten Alltagseinsatz”, doch dazu werde ich später noch mehr schreiben…

Mal wieder im Wartezimmer

Ich bin etwas zu früh dran und muß noch im Wartezimmer Platz nehmen. Neben mir sitzt eine alte Dame mit ihrem Sohn. Sie ist recht unruhig, seufzt und stöhnt viel. Er hat den Arm um ihre Schulter gelegt und spricht mit sanfter Stimme beruhigend auf sie ein. Ich kann nicht verhindern, das Gespräch mitzubekommen.

Dame „Das ist aber voll hier.“

Sohn „Ja, da müssen wir halt warten. Der Arzt kommt sicher gleich.“

Dame „Ich war aber die Erste.“

Sohn „Ne, Mutter, da sind noch zwei vor uns dran.“

Kurze Pause.

Dame „Ach, eigentlich kann ich doch zuhause bleiben. Du kannst mich doch pflegen.“

Sohn „Ne, das geht nicht. Ich bin doch den ganzen Tag auf der Arbeit.“

Dame „Aber so ein Heim ist doch so teuer! Ich will nicht, daß ihr das zahlen müßt.“

Sohn „Mach dir da mal keine Sorgen, das kriegen wir schon hin.“

Dame „Ich sollte besser in ein Hospiz gehen.“

Sohn „Das ist aber wesentlich teurer…“ Aus dem Augenwinkel bemerke ich, daß er versucht, ein Grinsen zu unterdrücken.

Dame (ungläubig) „Ach ja?“

Sohn (mit amüsiertem Unterton) „…und außerdem stirbst du doch gar nicht. Da nimmt dich kein Hospiz.“

Während der ganzen Zeit spielt das Praxisradio „Queen – Who Wants To Live Forever“. Es gibt Dinge im Leben, die kann man sich nicht ausdenken!

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 51 Nord

Theme von Anders NorénHoch ↑