Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Autor: Martin (Seite 133 von 273)

De Atramentis Smaragd

Eine tolle dunkelgrüne Tinte mit super Fließeigenschaften. Bisher hat sie mit jedem meiner Füller sehr gut geschrieben. Es fühlt sich an, als wäre Öl unter die Tinte gemischt, so weich und sanft gleitet die Feder über’s Papier.
Die Farbe ist angenehm kräftig und erinnert mich an einen Tannenwald.

An der Wursttheke

Meine Frau schickt mich einkaufen. Eine Aufgabe, die besonders an den Bedientheken diffizil ist. Auch wenn ich einen ausführlichen Zettel habe.

Ich nähere mich mutig der jungen Fleischereifachverkäuferin (im folgenden Ffv abgekürzt) und es entwickelt sich folgendes Gespräch.

Ich „Ich hätte gerne was von der Zungenwurst.“

Ffv „Welche darf es denn sein?“ und zeigt auf zwei verschiedene Sorten.

Neeeiiiinnn!!! Da ist sie wieder! Die Frage, die grundsätzlich nur Männer zu hören kriegen!

Aber diesmal bin ich mental vorbereitet und kontere „Ne, nicht so ein neumodisches Zeugs. Hier vorne, die ganz normale Zungenwurst möchte ich.“

Ffv (pikiert) „Aber dies ist eine besondere Wurst. Nach altem Bauernrezept hergestellt.“

Ich „Ne ne, nur keine Experimente. Ich möchte die hier.“

Ffv packt mir die gewünschte Menge ab „Sonst noch einen Wunsch?“

Ich „Hmm, ich sehe es nicht… Haben Sie noch Zunge geschnitten?“

Ffv „Hmm, weiß nicht… hier sehe ich nichts…“, wendet sich an die Kollegin nebenan, „Frau Meier, hast du Zunge?“

Frau Meier grinst dünn und streckt ihre Zunge raus „Ja, aber die brauche ich noch.“

Ffv (verwirrt) „Ja… äh… äh… ne, dann hamwa nix mehr. Haben Sie sonst noch einen Wunsch?“

Ich „Ja, ich hätte gerne noch etwas Salami.“

Ffv „Ich nehme an, da wollen Sie auch eher das klassische Sortiment?“

Ich (mit gespielter Entrüstung) „DAS habe ich jetzt auch verstanden!“

Ffv (wird puterrot) „Nein, so habe ich es doch nicht gemeint!“

Ich „Na, dann ist ja gut.“

Sie sucht nach meinen Angaben verschiedene Sorten zusammen und als sie Pfeffersalami auf den Stapel legt, sage ich ganz begeistert „Diese Pfeffersalami hatten wir schon mal, die ist aber verdammt pfeffrig.“

Ihre Hand zuckt wie vom Schlag getroffen zurück und sie sieht mich verunsichert an „Ja, da ist Pfeffer drin.“

Ich „Joh, lecker ist das.“ und grinse sie breit an.

Sie entspannt sich etwas „Noch einen Wunsch?“

Ich „Ne, danke. Das war’s für heute.“

Ich nehme meine Ware, wünsche einen schönen Tag und wende mich zum Gehen. Aus dem Augenwinkel sehe ich, wie die junge Fleischereifachverkäuferin in sich zusammensackt und Frau Meier besorgt zu ihr läuft.

Zweckform notizio – Test Nr. 3

Weitere Härtetests am notizio Notizbuch:

  • Zerreißen – beim Abreißen zerfasert die Kante, was sehr häßlich aussieht. Normalerweise macht man das ja nicht, deswegen gebe ich dafür keinen Abzug.
  • Leseband rausreißen – dies erwies sich als recht schwierig. Ich mußte schon einige Kraft aufwenden, um es rauszukriegen. Im normalen Alltagsgebrauch sollte es also nicht passieren, daß man das Bändchen verliert. Der verwendete Kleber verdient seinen Namen.

Ursprünglich hatte ich vor, das Buch auch auf Nagelfestigkeit und Verhalten beim Schleifen über die Straße zu testen. Das erschien mir aber doch etwas übertrieben.

Fazit: die weißen Linien auf grauem Grund gefallen mir nicht, von der Tintenfestigkeit und Haltbarkeit hat mich das Buch aber überzeugt und ich gebe ihm sehr gute 8 von 10 Punkten.

Zweckform notizio – Test Nr. 2

Zweckform hatte gebeten, ihr Notizbuch “im harten Alltagseinsatz” zu testen. Die üblichen Schreibübungen sind ja auf Dauer langweilig und so habe ich andere harte Testverfahren angewendet.

  • Knicken – etliche Male habe ich das Heft voll aufgeknickt und die Kante hart zusammengedrückt. Die Fadenheftung hält, es reißt nichts ein und hinterher klappt das Buch in seine Form zurück. Einziges Anzeichen ist die zerknautschte Rückseite.
  • Katzenstreu – in Ermangelung von Sand habe ich das Streu zwischen zwei Seiten zerrieben. Es hinterläßt Löcher und raut die Blätter auf. Ich habe mich nicht getraut, hinterher noch mit Füller drauf zu schreiben.
  • Wasser hält das Papier so eben aus. Die Seite wird ganz schlabberig und weicht leicht auf.

Mehr Tests folgen morgen…

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