Die Welt um mich herum in Fotos und Texten

Jahr: 2015 (Seite 14 von 21)

Das vorläufige Ende

Nachdem das Stück des Einkaufswagens ein paar Tage abseits der Straße stand, fand ich ihn heute morgen lieblos an einen Baum gelehnt.

Nachmittags war er verschwunden.

Ob die Müllabfuhr oder ein ordnungsliebender Mitbürger die Geschichte (zumindest vorläufig) beendet haben, konnte ich nicht feststellen.

Ich. Bin. Nicht. Alt!

„Tja, in Ihrem Alter und bei Ihrer Vorgeschichte ist es kein Wunder, daß Sie Probleme haben“, sagt mein Orthopäde, als ich ihm von meinen Rückenschmerzen erzähle. 

„In Ihrem Alter ist es eigentlich normal, daß man eine Lesebrille braucht“, sagt mein Optiker, als ich ihm berichte, daß meine Arme zum Lesen zu kurz geworden sind. 

„Na ja, in Ihrem Alter muß man sich langsam daran gewöhnen, daß nicht mehr alles so einfach geht“, sagt mein Hausarzt, als ich ihm erzähle, daß mir einiges schwerer von der Hand geht als früher.  

Leute, ich mag zwar älter sein als ihr und habe nicht mehr so lange bis zur Rente, ABER ICH BIN IMMER NOCH FIT GENUG, UM ÜBER EUREN TISCH ZU SPRINGEN UND EUCH WEGEN DIESER FRECHHEITEN DEN HALS UMZUDREHEN! 

Ist doch wahr…

Kunstfrevel

Heute Morgen mußte ich feststellen, daß hier vor Ort Kunstbanausen hausen: der Einkaufswagen war über Nacht auf frevlerische Art und Weise von seinem angestammten Platz entfernt worden.

Als Chronist mische ich mich hier aber nicht korrigierend ein, sondern werde das weitere Geschehen für die Nachwelt präziese dokumentieren.

Der Einkaufswagen als Kunstobjekt

Gestern nachmittag tat sich eine neue Facette in meiner endlosen Geschichte um den Einkaufswagen auf: nun dient er als Streetart!

Befreit von allem unnötigen Ballast, steht nur die rechte Seite lässig an die Hauswand gelehnt. Es sind 5-10 cm Material, die fein säuberlich mit einem Tennschleifer vom großen Ganzen abgeschnitten wurden.

Das kann nur Kunst sein!

 

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